Dem Lebendigen begegnen – Heilimpulse der Düfte

9 Mrz

Quelle fotolia

Was auch immer ein Duft bei mir ausgelöst hat, ich habe mich immer lebendig gefühlt. Mal freudig, mal traurig, mal aktiv, mal müde, mal euphorisch und vieles mehr.

Man könnte sagen, dass meine Aufmerksamkeit durch den jeweiligen Duft auf bestimmte Aspekte meiner selbst gelenkt wur-de, die zwar da waren/sind, die aber sonst nicht in den Fokus meiner bewussten Wahrnehmung gerückt wären. Oder möglicherweise ein halbes Leben später.

Die Auseinandersetzung mit Düften ist für mich die aktive Beschäftigung mit dem Lebendigen in mir und um mich herum. Auch jeder Duft trägt eine Information in sich, die immer einen lebendigen Organismus anspricht. Wie selbstverständlich wird bei der Duftwahrnehmung die Eigenwahrnehmung gestärkt. Welche Bedürfnisse sind da? Welche Defizite? Wo liegen meine Chancen zur Weiterentwicklung? Zur Besserung?

Oft zeigt sich in der Begegnung mit Düften auch die eigene Bereitschaft, sich mit den aufgeworfenen Fragen und den Bedürfnissen überhaupt beschäftigen zu wollen. In der Aromatherapie erlebe ich es oft, dass jemand einen Duft zur Nase heranzieht, um daran zu riechen, darauf folgt ein Moment des Innenhaltens, meist begleitet von einem kurzen Aufflackern in den Augen. Es ist ein ganz kurzer Moment der Einsicht, des Wahrnehmens der Möglichkeit zur Veränderung. Dann wird der Duftstreifen schnell außer Reichweite gebracht. Oder mir direkt in die Hand gedrückt. Oft begleitet mit den Worten: “ das ist nichts für mich“ oder „zu süß“, „zu herb“ „zu xy“.  Mir selbst ist das natürlich auch schon des Öfteren passiert. Es ist ein natürliches Signal, das anzeigt, dass das Thema zwar wahrgenommen wird, dass es aber noch nicht an der Zeit ist, sich damit zu beschäftigen. Interessant ist, dass viele „Erst-Ablehner“ später nochmals auf den Duft zu sprechen kommen. „Vor zwei Wochen hatten wir doch mal den Duft, den ich nicht mochte. Kann ich da nochmal dran riechen?“

Ein Duft agiert im lebendigen Organismus und sucht nach eventuellen Schwachstellen, wie ein Scanner durchstreift er zunächst seinen körperlichen Einsatzbereich, dann die Psyche, dann die Seele. Überall da, wo es etwas zu melden gibt, gibt es eine Nachricht an die Hauptzentrale. Oft wirkt ein Duft auf mehreren Ebenen, aber nicht jede Wirkung ist uns bewusst.

Gleichzeitig findet auch ein Scan sämtlicher Ressourcen statt. Um einen Schaden zu beheben, braucht es Energie, Wille, Mut, Lebensgeist. Und das ist meiner Meinung nach das Schönste, was Düfte für den Menschen tun können. Sie aktivieren das Lebendige, sie verbinden uns mit dem Lebensfluss, der Lebensenergie. Auch bei einem kranken oder schwachen Menschen gibt es diese Ressourcen. Es gibt ein Wissen in jedem Menschen, wie er in vollkommener Harmonie leben kann. Meines Erachtens besteht der Heilimpuls der Düfte genau darin, sich daran zu erinnern, wie man sich mit seinem inneren Wesenskern und seiner Lebenskraft in Verbindung setzt. Manche sagen auch es ist der göttliche Funke, der in jedem Menschen wohnt.

Durch die Arbeit mit Düften habe ich erfahren dürfen, dass im Menschen weit mehr Ressourcen stecken als er sich selbst zutraut und dass Veränderung möglich ist.

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