Der Chief – Kampher

27 Jun

Zu diesem Duft entstand zuerst ein Bild. Es zeigt einen Indianerhäuptling, der katzenhafte Züge und einen Kopfputz aus kunstvoll geflochtenem Haar und Federn trägt. Er hat in jeder Hinsicht lediglich das, was er zum Leben braucht und er weiß um die größeren Zusammenhänge zwischen Himmel und Erde und wo das Glück zu finden ist. Sein Schritt ist federnd, leicht und geschmeidig.

Er weiß jede Situation, in die er gerät, weise und richtig einzuschätzen. Wenn sich ihm ein Hindernis in den Weg stellt, so überspringt er dieses mit einem geschmeidigen Satz wie eine Raubkatze. Wenn er sich doch einmal irrt, so stellt er sich blitzschnell auf die neue Situation ein.

Diese Leichtfüßigkeit und Flexibilität ist nur möglich, weil der Chief keinen Ballast mit sich trägt. Hier geht es hauptsächlich um Gefühle, die man mit sich herum trägt, die einen nach unten ziehen, wenn man gerade eben zum Sprung ansetzt…

Sich mit der eigenen Gefühlswelt auseinander zu setzen, bedeutet dem Schmerz ins Auge zu sehen und ihm zu begegnen. Unangenehme wie angenehme Gefühle brauchen eine Ordnung, damit diese ihren Platz im Raum der Tränen, im Raum der eigenen Wahrheit, im Raum der Vergebung oder im Raum des schönsten Tages finden können.

Sich von den eigenen Gefühlen zu distanzieren, so dass diese einfach aus der eigenen Wahrnehmung verschwinden, ist dauerhaft die schlechteste Lösung. Denn der Versuch, die Gefühlswelt mental so kontrollieren zu wollen, verwandelt sich in das genaue Gegenteil.

Die abgespaltenen Emotions-Asteroiden kreisen auf  ihrer Umlaufbahn irgendwo in einer Galaxie fernab des Sonnensystems im menschlichen Körper. Die Weigerung, sich psychisch mit den eigenen Gefühlen zu beschäftigen, führt dazu, dass Energien dieser Art im Endlager abgeladen werden, nämlich im eigenen Körper. Die Folge sind Entzündungen, Verhärtungen, Stoffwechselstörungen oder andere beliebige Symptome, mit deren Hilfe sich der Körper empört aufbäumt um auf sich aufmerksam zu machen.

Mit dem Chief geht es auf die Reise ins Irgendwo und Nirgendwo im eigenen Selbst, in jene Galaxien, in denen die verstoßenen Gefühle wohnen. Wer bis hierhin gekommen ist, dem schenkt der Chief etwas von seiner geschmeidigen Raubkatzenenergie.

Die Blockaden und Panzerungen im Körper werden lokalisiert, der Innenraum starrer Grenzen mit Wärme gefüllt und die Blockade von innen heraus zum schmelzen gebracht. Dies gilt zum Beispiel für Muskeln oder Muskelgruppen, die sich über einen längeren Zeitraum zum Körperpanzer formiert haben.

Gleichzeitig kommen die unterdrückten Gefühle zum Vorschein, es gibt nochmals einen Ruck im Herzen, der Schmerzensmoment, dann ist das Gefühl wieder ein Teil des Selbst und findet seinen Platz.

Affirmation: „Ich bin bereit,  meine verlorenen Gefühle zu finden!“

Duft: Cinnamomum camphora, China

Verwendeter Pflanzenteil: Blatt, Holz

Gewinnung: Destillation

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