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Point of no Return – Schopflavendel

1 Dez

Der Punkt ohne Wiederkehr, das ist ein Moment, in dem es nur noch in eine Richtung geht, nämlich nach vorne geradewegs hinein in die Zukunft.

Ob es einem gefällt oder nicht, der Rückweg ist versperrt, vielleicht unter Schutt und Asche begraben und die Situation erfordert strukturiertes Handeln oder sogar Krisenmanagement.

In Zeiten der Neuorientierung, wenn Lebensabschnitte schmerzlich zu Ende gehen, wenn der Lebensplan plötzlich eine unerwartete Wendung nimmt, wenn Träume wie Seifenblasen zerplatzen, wenn das Leben aus den Fugen zu geraten droht oder sogar ein Zusammenbruch kurz bevor steht, dann ist der Schopflavendel mit seiner laserscharf gebündelten Energie zur Stelle – Brain Power deluxe.

Dieser powervolle Duft bündelt die mentalen Kräfte wie kein zweiter. Er erhöht die Aufmerksamkeit und die Wachsamkeit, zieht den Fokus und schärft den Verstand in einer Weise, dass man dafür einen Waffenschein braucht.

Der stark nervenwirksame Duft steigt sofort in Kopf und Nase und sorgt auch entlang der Wirbelsäule, sowie in Armen und Beinen für einen (im wahrsten Sinn des Wortes) Nervenkitzel.

Das Gefühl lässt sich in etwa so beschreiben, als ob durch die Spinalnerven der Wirbelsäule eine kühl-prickelnde Ameisenkolonie durch marschiert, die ihre Füße zuvor in Eiswasser getaucht hat. Schopflavendel ist der Duft mit der Gänsehaut-Garantie.

Diese Empfindungen sind einerseits erfrischend, aber auch sehr ungewohnt. Auf jeden Fall führt der Duft aber zu einer befreiten Art des Denkens. Gedanken und Ideen fliegen einem nur so zu und mitunter führt die neu gewonnene mentale Leichtigkeit zu revolutionären Einsichten, was die eigene Situation angeht. Die erzeugte mentale Kraft ist so hoch, dass Blockaden durch Angst, Schock oder Verwirrung zerbrechen und man einen klaren Kopf behält.

Die Aktivierung der Wirbelsäule als Stützpfeiler und tragende Achse des menschlichen Körpers führt auch im psychologischen Bereich zu einem Gefühl der Würde und zu der Einsicht, dass man immer eine Wahl hat, gerade wenn man meint diese nicht zu haben.

Der Schopflavendel ist herausfordernd, unnachgiebig und meint es wirklich ernst.

Von daher sollte der Duft sehr sparsam dosiert werden, Aromaerfahrung sollte unbedingt vorhanden sein. Aufgrund seines hohen Monoterpenketongehalts (40-50% Fenchon) ist der Duft des Schopflavendel sehr intensiv und stark aktivierend und aufgrund seiner Inhaltsstoffe im Handel selten erhältlich.

Und doch: richtig dosiert und angewendet verleiht der Schopflavendel dem Geist Flügel, wenn man es am nötigsten braucht.

Affirmation:  „Ich habe immer eine Wahl!“ „Meine Würde ist unantastbar!“

Duft: Lavandula stoechas, Provence

Verwendeter Pflanzenteil: blühende Pflanze

Gewinnung: Destillation

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Antioxidantien in ätherischen Ölen

26 Sep

In den Mitochondrien, den Kraftwerken der menschlichen Zellen, enstehen bei der Zellatmung als Neben-produkt sogenannte reak-tive Sauerstoffspezies (reactive oxygen species ROS,).

Dies sind hochreaktive und für den Organismus schädliche Formen des Sauerstoffs. Als formal ungenaue Bezeichnung existiert auch der Begriff Sauerstoffradikale oder freie Radikale.

Diese werden vermehrt gebildet durch…

  • psychischen und körperlichen Stress
  • durch Entzündungen (um Viren und Bakterien zu schädigen)
  • UV-Strahlung
  • Bestrahlung
  • Umweltgifte
  • Zigarettenrauch
  • Übersäuerung (z.B. zu viel Fleisch oder Käse)

Durch Proteinoxidation und Lipidperoxidation entstehen Zellschädigungen, die eine Behinderung des Stoffwechsels nach sich ziehen.

Deshalb hält der Körper Stoffe bereit, um die ROS zu neutralisieren, nämlich die Antioxidantien. Diese Radikalfänger entgiften den Körper von Stoffwechselschlacken und garantieren das reibungslose Funktionieren der Zellen.

Wenn der Körper es nicht mehr schafft, alle reaktiven Sauerstoffspezies zu neutralisieren und somit die Prozesse der Zellschädigung nicht stoppen kann, spricht man von oxidativem Stress.

Ein Übermaß freier Sauerstoffspezies  beschleunigt Alterungsprozesse, begünstigt die Entwicklung von Herz-Kreislauferkrankungen, sowie neurodegenerativen Erkrankungen wie z.B. Morbus Parkinson.

Oxidativer Stress muss nicht unbedingt mit einer Krankheit enden, vermindert jedoch das Aktionspotenzial der Zellen, schwächt das Immunsystem und beschädigt Zellgewebe.

Außerdem wird oxidativer Stress als Mitauslöser für die Entstehung von Tumoren (z.B. Krebs), Arteriosklerose, koronarer Herzkrankheit und Diabetes mellitus 2 verantwortlich gemacht.

Während synthetische Antioxidantien nicht die gewünschte neutralisierende Wirkung entfalten, wird empfohlen, auf Antioxidantien aus natürlichen Quellen zurück zu greifen und diese über die Ernährung aufzunehmen. Dies sind z.B.  Vitamin C, Vitamin E, polyphenolische Antioxidantien (z.B. Wein, Kaffee, Kakao), Carnosol und Carnosolsäure als Inhaltsstoffe von Rosmarin und Salbei.

Auch in ätherischen Ölen sind eine Reihe hochwirksamer Antioxidantien enthalten, und zwar in deutlich höherer Konzentration als in Lebensmitteln.

Eugenol (Phenol): besitzt sehr starke antioxidative Eigenschaften, hemmt die Lipidperoxidation und wirkt so zellschützend, in ÄÖ von Nelke, Zimtblatt, Bay, Tulsi.

Carvacrol (Phenol): starke antioxidative Eigenschaften, hilft der Leber Toxine abzubauen, antikanzerös, in ÄÖ von Bergbohnenkraut, Oregano, Thymian carvacrol

Terpinen-4-ol (Alkohol): leitet programmierten Zelltod beschädigter Zellen ein (Apoptose), anti-kanzerös, in ÄÖ von Teebaum, Eukalyptus globulus.

γ-Terpinen (Terpen): unterbricht die Kettenreaktion der Lipidperoxidation und verzögert die späte Proteinoxidation, zellstabilisierend, schützend. In Zitrone, Limette, Mandarine, Koriandersamen, Majoran

Die chemischen Einzelkomponenten wirken immer synergistisch mit meist vielen anderen Bestandteilen in ätherischen Ölen zusammen. Inzwischen gibt es eine Vielzahl an Studien, die die Wirkung von Einzelkomponenten ätherischer Öle untersucht haben als auch ätherische Öle in ihrer Gesamtzusammensetzung. Dabei betonen die Autoren immer wieder, dass die größte Wirksamkeit immer dann erzielt wurde, wenn die Einzelkomponenten im ätherischen Öl in ihrem natürlichen Zustand belassen wurden.

Weil antioxidative Stoffe in unterschiedlicher Konzentration in allen ätherischen Ölen enthalten sind, verlängert die Beigabe ätherischer Öle zu fetten Ölen automatisch deren Haltbarkeit.

Zum Teebaumöl: Es enthält Komponenten starker Antioxidantien und neigt aufgrund seiner Reaktivität mit Sauerstoff bei unsachgemäßer Lagerung selbst zur Oxidation, d.h. die antioxidative Wirkung ist nur gegeben solange, das Teebaumöl frisch ist.

Quellen:

  1. Antioxidative Wirkungen, in Aromatherapie – Wirkprinzipien – Praxis, D. Wabner, Auszug
  2. Mögliche Wirkmechanismen für antientzündliche Wirkung, Artikel
  3. Antioxidative Eigenschaften etherischer Öle, Johanna Graßmann, Auszug
  4. Antioxidant activity of eugenol in vitro and in vivo. Artikel
  5. Cytotoxic effect of Carvacrol on human cervical cancer cells, Artikel
  6. Anticarcinogenic and antiplatelet effects of carvacrol, Artikel
  7. Antioxidant actions of thymol, carvacrol, 6-gingerol, zingerone and hydroxytyrosol, Abstract
  8. Evaluation of Antioxidant Activity of Australian Tea Tree (Melaleuca alternifolia) Oil and Its Components, Artikel
  9. Antioxidant properties of essential oils from lemon, grapefruit, coriander, clove, and their mixtures, Abstract
  10. Terpinen-4-ol Induces Apoptosis in Human Nonsmall Cell Lung Cancer In Vitro and In Vivo, Artikel
  11. Antioxidant activities of volatile components isolated from Eucalyptus species, Abstract
 
 
 
 
 
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