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Wildniswissen – Kreuzkümmel

10 Jul
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Jeanswerbung Dr. Denim

Wer hat der zivilisierten Welt nur beigebracht so ängstlich und gleichzeitig so brav zu sein? Warum können wir nicht etwas wilder sein, die Schuhe ausziehen und einfach barfuß weitergehen, und im Kühlschrank nur das Essen für den nächsten Tag einlagern?

Vielleicht weil wir unser wildes Erbe, unser Wildniswissen vergessen haben. Im Grunde des Herzens oder vielleicht sogar darunter ist mit dem Duft des Kreuzkümmels ganz deutlich die wilde, animalische Natur des Menschseins zu spüren.

Die Reise zum wilden Teil scheint mir rückblickend wie ein langer Weg, den ich in kleinen Schritten zurücklegen musste. In dem Augenblick, als ich den Kreuzkümmel zum ersten Mal roch, machte sich in meinem Unbewussten ein Fährtensucher auf den Weg, um zu meiner Wildnis zu gelangen. Und im selben Moment dachte ich: „Oh mein Gott, das riecht wie Schweiß!“

Einmal ist es mir passiert, dass dieser Duft chamäleonartig seine Duftnoten geändert hat. Zuerst schwülstig schmalzig und sehr intensiv würzig, wenig später entströmte eine leichte Kirsch-Note, hin zu einer kompletten Wandlung zu kräftiger Minze gefolgt vom medizinischen Duft der Myrrhe.

Ich habe erlebt wie der Duft bis tief in die Gedärme vorgedrungen ist und vor dem inneren Auge ein lebhaftes Bild sich bewegender Darmwindungen des Dickdarms und Dünndarms entstanden ist. Der Geruch ist schwer auszuhalten, ein Anflug von Übelkeit streift die Wahrnehmung, im Kopf steigen sanfte Nebel auf. Benommen und übel, na toll.

Es war wie ein Verdauungsprozess, der in die Zeit hineinragte und mich Stück um Stück zum wilden Teil meiner selbst brachte, zu jenem Stück Garten, das man nie besucht und wo Gestrüpp und Unkraut das Regiment übernommen haben.

Die Wildnis hat ihre eigene Architektur und ihre eigenen Gesetze.

Wild zu sein bedeutet nicht, die Kontrolle zu verlieren. Nein, es bedeutet intuitiv kraftvoll zu sein und diese Kraft wird gespeist von dem Wissen, innere Ressourcen zu mobilisieren, von denen man bisher vermutet hat, dass sie da sind, aber es eben nicht genau wusste.

Es bedeutet mehr Bodenhaftung zu haben, mehr Mut, mehr Souveränität, mehr Fülle, mehr Vertrauen darin, sich zu helfen zu wissen.

Es ist das Wissen, dass wir einen Sinn für das Überleben haben, den wir zwar nicht mehr nutzen, weil es uns einfach in diesem Teil der Welt  so gut geht und wir so viele Annehmlichkeiten in unserem Leben haben, dass wir nie dazu kommen, es auszuprobieren. Dass wir nie wissen, was wir alles überleben können und infolgedessen haben wir Angst, es könnte uns etwas zustoßen.

An und für sich bin ich kein besonders ängstlicher und auch kein besonders angepasster Mensch, und doch, im Angesicht dieses Duftes kommt so etwas wie Wagemut hervor, die Lust, sich zu widersetzen, die Streitaxt auszupacken, wenn es notwendig ist. Und auch die Lust, die wilde Seele zu nähren, ein Feuer zu entzünden, Räucherwerk zu verbrennen, sich die Hände schmutzig zu machen, barfuß zu gehen, mit den Wölfen zu heulen, zu tanzen und aus voller Inbrunst zu lachen und noch so einiges anderes…

Inzwischen finde ich zwar immer noch, dass der Kreuzkümmel etwas Schwülstig-Schweißiges hat, aber die wilde und animalische Seite in mir wird mir dadurch jedes mal wieder stark bewusst. Die wilde, ungebremste, bodennahe Kraft, die dann zu spüren ist,  fühlt sich an als ob man von einer sehr langen Reise endlich Heim kommt – zum ältesten Ort, der in einem selbst existiert.

Affirmation: „Gute Mädchen/Jungs kommen in den Himmel, wilde Mädchen/Jungs kommen überall hin!“

Duft: Cuminum cyminum, Ägypten

Verwendeter Pflanzenteil: Samen

Gewinnung: Destillation

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Regenbogenland – Frangipani

10 Jul

Mit Frangipani erstrahlt die normale  alltägliche Welt in einem wunderschönen und gleichzeitig subtilen Glanz. Es ist so, als würden sich die Parameter der Lichtbrechung mit einem Mal verändern.

Die Wahrnehmung der Welt ist durchzogen mit feinen Fäden aus Diamanten und Perlen, die funkeln, flimmern, brillieren, oszillieren.

Es ist einfach ein wunderschönes, erhebendes Gefühl sich im Raum der Imagination in dieses flirrende Netz aus bunt-leuchtenden, schillernden Fäden sinken zu lassen und gemeinsam mit dem Duft von Frangipani in das Regenbogenland einzutreten.

Wie kleine Windräder drehen sich die  Frangipaniblüten und erzeugen die energiegeladene, helle und glitzernde Atmosphäre, die sich wie ein feines, transparentes Netz über die Grautöne des Alltags legt.

Entgegen meiner Erwartung erlebe ich Frangipani als einen Duft, der trotz seiner flirrenden, leichten Energie  die eigenen Kräfte zentrierend zur Mitte hin spürbar macht. In der Leichtigkeit Stabilität finden, im Regenbogennetz aus gebrochenem Licht gehalten sein.

Was dumpf und grau war, wird lebendig, rhythmisch, glitzernd und bunt.  Frangipani leistet Hilfe zur Selbsthilfe, indem es den inneren Raum mit seinem inspirierenden Glanz erfüllt. Glamour pur für die Seele!

Die Angst vor der inneren Leere, vor dem Nichts und vor allem die Angst vor dem, was diese innere Leere ausfüllen könnte, wenn man sie nur zuließe, löst sich im Licht des Regenbogens auf. Damit ebnet Frangipani auch den Weg zu sich selbst und hilft, tiefe Entspannung  zuzulassen.

Alles, was blass, farblos, grau, ausgelaugt und kraftlos erscheint, findet zu rhythmischer Beweglichkeit zurück.

Die physikalische Wirklichkeit jenseits des Regenbogenlandes pulsiert. Dinge, die normalerweise stillstehen, vibrieren in einem so gleichmäßigen Rhythmus, dass der Eindruck von Stille und Ruhe entsteht.

Noch lange bleibt der Geruch von Frangipani auf meiner Haut. Und ebenso lange bleibt die Bewunderung für diese glitzernde, schillernde Kraft. Diese Eindrücke hallen in meinem Innenraum noch lange nach wie der Klang einer „duftenden“ Tempelglocke. Jetzt verstehe ich auch, warum Frangipani auch Tempelbaum genannt wird.

Affirmation: „Im Licht des Regenbogens bin ich hell und geborgen!““ Meine Welt erstrahlt in neuem Glanz!“

Duft: Plumeria acutifolia

Verwendeter Pflanzenteil: Blüte

Gewinnung: Alkoholextraktion

Ceridwen’s Kessel – echter Salbei

30 Mai

Windstille des Herzens gepaart mit großer Achtsamkeit und Vitalität der Gedanken lassen mich in eine heilsame Höhle eintreten. Dort hängt der große, geheimnisvoll blubbernde Kessel Ceridwen’s über dem Feuer.

Einer keltischen Sage nach braute Ceridwen in ihrem magischen Kessel einen Trank, der ihren Sohn zum weisesten aller Wesen machen sollte.

Das Bild des nährenden Kessels, der Weisheit, Inspiration und Nahrung für die Seele schenkt, wird durch das ätherische Salbeiöl sehr schön aufgegriffen.

Der Geist ist angeregt, jedoch nicht aufgeregt, das Herz schlägt gleichmäßig und ist deutlich in der Mitte des Brustkorbs wahrnehmbar. Gedanken, Herzschlag und Atmung bilden eine starke, zentrierende Achse, eine Allianz der wachen Ruhe.

Im Salbeiöl sehe ich eine reife Frauengestalt, eine Heilerin und eine gute, wenn auch strenge und konsequente Lehrerin. Sie verkörpert das alte alchemistische Prinzip Solve et coagula – löse und binde!

Darunter verstehe ich die Analyse, Trennung und Auflösung einer Eigenschaft und das anschließende Zusammenfügen der einzelnen Teile zugunsten eines besseren Ergebnisses.

Im Spiegel höchster Konzentration kommt es zu einem inneren Klärungs- und Reinigungsprozess und zu einem ehrlichen Blick auf das eigene Spiegelbild. Salbei lässt keine Selbsttäuschung zu. Was man bekommt, ist die Wahrheit über sich selbst.

Negative Seelenzustände werden gelöst und erlöst, positive Seelenzustände werden anerkannt und eingeladen zu bleiben. Mit diesem Reifungsprozess stellt sich ein autarkes Gefühl der Souveränität, Authentizität und der inneren Stärke ein.

Mit Salbei lernt man, von sich selbst zu lernen und die eigene Wahrheit, die wie alles im Universum  stetiger Veränderung unterworfen ist, immer wieder im eigenen Spiegelbild zu erkennen.

Salbei ist ein Duft wie ein Fels in der Brandung mit einer sehr starken Duftpersönlichkeit. Nur ein einziger Tropfen reicht für ein ganzes Königreich der Inspiration.

Es ist kein Duft für den Alltag, sondern eher für bestimmte Momente und Phasen der Veränderung und des Lernens, in denen es nötig ist, die eigene Identität zu stärken und sich selbst zu erkennen und wiederzufinden.

Ebenso hilft der Duft, alte Narben endgültig zu heilen und zu erkennen, dass  mit bestimmten (schmerzhaften) Lebenserfahrungen eine Einladung zur Veränderung oder Umkehr ausgesprochen wird.

Der einschränkende, klärende und reduzierende Effekt von Salbei kann wohltuenden Durchblick bei unkontrollierbaren Gedanken- und Gefühlswellen bringen.

Affirmation: „Ich trinke aus der Quelle innerer Weisheit!“

Duft: Salvia officinalis, Portugal

Verwendeter Pflanzenteil: Kraut

Gewinnung: Destillation

Hinweise:

Obwohl ich die Eigenschaften von Salvia officinalis sehr schätze, muss auch ich an dieser Stelle zur Achtsamkeit im Umgang mit dem Duft mahnen. Der sehr hohe Monoterpenketongehalt (überwiegend Thujon) regt die Nerventätigkeit stark an und ist für Epileptiker, Kinder und Schwangere tabu.

Sogar und gerade in einer sehr geringen Dosierung (0.5%) kann Salbei seine wohltuenden und erkenntnisfördernden Eigenschaften vollkommen entfalten. In dieser geringen Dosierung sind keine Nebenwirkungen für gesunde Erwachsene bekannt.

Die Warnhinweise sind natürlich berechtigt, trotzdem finde ich es schade, dass dieser wundervolle Duft aufgrund einer undifferenzierten Betrachtungsweise vielerorts gar nicht zur Anwendung kommt.

Die Kraft der 1000 Sonnen – Tagetes

27 Apr

eine intensive und ein wenig fruchtige Würze strömt in mein Inneres und entfaltet dort  die geheimnisvolle Kraft der tausend Sonnen.

Es ist ein soghaftes Em-pfinden, dem man zwar Widerstand leisten könnte, es aber nicht möchte, denn das Charisma des Duftes ist überwältigend und über-rascht nach anfänglicher Nonchalance mit verführer-ischem Tiefgang.

Energisch, kraftvoll, ein wenig aufbrausend, lustvoll, euphorisierend – ein Sonnentanz.

Nicht im Geringsten hätte ich DAS diesem Duft nach dem ersten Geruchseindruck zugetraut und doch wollte ich wissen, was dahinter steckt.

Mit dem starken Duftimpuls von Tagetes beginnt sich die galaktische Kraft der Sonne in ihrer mächtigen Urform im Inneren auszubreiten. Im Gehirn fühlt es sich an wie eine Dopaminspritze, eine Neurotransmitterflut, ein gigantischer Energieschub wie eine Sonnenexplosion, die das eigene Universum mit einem überirdisch hellen Schein imprägniert und mich in die nächste Dimension katapultiert!

Vollkommen umgeben und versunken von und in diesem psychodelischen Sonnentanz beginnt man, seelisch immer durchlässiger zu werden. Die eigenen Konturen verbinden sich hingebungsvoll mit dem orange-gelben Sonnenteppich. Die Ich-Strukturen lockern sich und werden wie ein Biscuit von diesen mächtigen Löwenkräften durchtränkt.

Dies ist ein Duft, der eine intensive Euphorie erzeugen kann, der grenzüberschreitend ist und dabei gleichzeitig in einer Welle aus Hochgefühl die schöpferischen Kräfte erweckt. Während der Dufterfahrung scheint ein Teil in mir, der ohne Alter zu sein scheint, im Reigen der tausend pulsierenden Sonnen beleuchtet zu werden.

Die Tagetes-Erfahrung ist ein verrückter, hochenergetischer Trip, der die einzigartige Möglichkeit bietet, sich mit dem zentralen Lebensthema der Lust zu beschäftigen. Lust als Ergebnis von hoher Lebensenergie, gepaart mit Neugier, Durchlässigkeit und Hingabe an einen Menschen oder ein Thema. Der Duft vermittelt die Weisheit des Instinkts als Quelle der Inspiration und kann die kurzfristige Desintegration des Selbst zugunsten einer intensiven Eigenerfahrung bewirken.

Ich möchte an dieser Stelle zu bedenken geben, dass der Duftimpuls psychisch sehr hohe Wellen schlägt, wenn man sich voll darauf einlässt, und eine gewisse psychische Stabilität voraussetzt.

Affimation: „Ich tanze mit der Kraft der 1000 Sonnen!“

Duft: Tagetes minuta, Ägypten

Verwendeter Pflanzenteil: Kraut

Gewinnung: Destillation

Chakra Master – Niauli

7 Apr

Jeden Menschen umgibt ein ihm eigenes Energiefeld, das sich aus den inneren Kraftressourcen und der Gefühlslage speist.

In der Regel ist dieses elektro-magnetische Feld unsichtbar aber spürbar, sobald man beginnt, seine Aufmerksamkeit darauf zu lenken.

Dieses Kraftfeld ist wie ein trans-portabler Raum um uns herum, den wir immer mit uns mittragen.

Die eigene Privatsphäre wird normaler-weise nur durchbrochen, wenn man es selbst erlaubt und ist gesellschaftlich durch Begrüßungs- und Abschiedsrituale wie Küsschen geben und Händeschütteln geregelt (Höflichkeitsabstand).

Mit Niauli wird der eigene Energiekörper deutlich besser spürbar und die Eigenwahrnehmung endet in diesem Fall circa einen Meter außerhalb der Körpergrenze.

Immer wieder hatte ich die Imagination einer transparenten Regenbogenhaut aus kräftig leuchtenden Farben, die meinen Energiekörper von Kopf bis Fuß einhüllt, und mit jedem Mal etwas dicker und fester wurde, obwohl das Material nur aus buntem Lufthauch gewebt war.

Vor meinem inneren Auge erschienen wunderschöne rote, orange, gelbe, grüne, blaue, violette und weiße Chakra-Blüten . Mit ihnen kam die Information, wie es um mein Energiesystem bestellt ist.

Niauli, mein Chakra Master, geleitete mich geduldig überall dort hin, wo die Lebensenergie nicht mehr so unbeschwert fließen wollte, oder wo sich eine Energieblockade bereits auf der körperlichen Ebene in Form von Muskelverspannungen manifestiert hatte.

Das Besondere an dem sehr milden Niauli Öl ist, dass es die natürliche energetische Schutzhülle, die um den leiblichen Körper herum existiert von innen heraus aufbaut, gelegentlich sogar aufplustert, bis die eigene Ausstrahlung wieder richtig gesättigt ist.

Interessanterweise wird Niauli auch erfolgreich vor der Bestrahlung der Haut in der Krebstherapie eingesetzt, um die Strahlungsschäden zu mindern und dient also auch hier als Schutzanzug. Auf der körperlichen Ebene reinigt Niauli das Immunsystem und fördert eine gelassene Atmung und eignet sich sehr gut für eine Fußmassage vor dem Einschlafen.

Die Energie von Niauli ist sehr angenehm, mild und atemstimulierend, verfeinert die eigene Wahrnehmung und fördert den Bezug zum eigenen Energiekörper. Es eignet sich somit hervorragend für Imaginationsreisen durch den eigenen Körper. Der Chakra Master Niauli verbindet die Energiezentren im Körper miteinander und sorgt für ein feinstoffliches Wohlgefühl.

Begriffsklärung  Chakra

Affirmation: „Ich nehme meinen Energiefluss wahr!“

Duft: Melaleuca viridiflora,Madagaskar

Verwendeter Pflanzenteil:Zweige

Gewinnung: Destillation

Der Kuss des Feuervogels – Rosmarin cineol

29 Mrz

Als aus der Dunkelheit der Imagination der majestätische, hell leuchtende Feuervogel aufsteigt, rollt eine rote Welle aus Energie auf mich zu, die mich sofort in einen Zustand höchster Aktivität versetzt und ich weiß, dieser Duft lässt mich in meinem Element sein.

Die Lunge wird mit Gletscherluft durchströmt, der Lebensstrom saust wie eine Windböe durch den Körper, die Muskeln brennen wie Feuer, beide Beine stehen fest auf der Erde und nun will die Bewegung fließen wie ein wilder Gebirgsbach.

Power und Ausdauer, verbunden mit Zielstrebigkeit und einem sofortigen Handlungsimpuls – eine Erfolgsgarantie.

Rosmarin cineol ist der Pusher, der Auslöser, der Antreiber und durchbricht die Grenzen zwischen Imagination und Wirklichkeit.

Lass dich vom Feuervogel küssen und dich von seiner Tatkraft anstecken. Setze das, was du dir vorgenommen hast, in die Tat um und lass deine Ideen Wirklichkeit werden. Dies ist ein wunderbarer Duft, um aktiv und mit voller Energie die eigene Realität zu verändern, den nötigen Antrieb und die Motivation zu finden, „es“, was auch immer dies sein mag, endlich zu tun.

Die Muskulatur wird bei gleichzeitigem Anstieg des Blutdrucks geschmeidig und warm, der Körper wird aufgeweckt und darauf vorbereitet, Anstrengungen auf sich zu nehmen.

Entweder nutzt man diesen Energiekick, um sich körperlich zu betätigen oder um eine geistige Leistung zu erbringen. Nicht umsonst gilt Rosmarin cineol als der Duft, der dem Gedächtnis auf die Sprünge hilft.

Rosmarin cineol ist der Duft, der den Stein ins Rollen bringt und ist von höchstem Nutzen gerade dann wenn man bisher die nötige Energie oder den Mut nicht aufgebracht hat, seine Ideen und Vorhaben auf den Weg zu bringen.

Der Feuervogel unterstützt die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit und sorgt dafür, seine Ressourcen optimal auszuschöpfen und nicht schon frühzeitig aufzugeben, weil man sich selbst mental die Grenzen enger gesteckt hat.

Mit Rosmarin cineol will man einfach nur machen, ohne lange zu fackeln und dies kann am Ende des Tages sehr zufriedenstellend sein. Frei nach dem Ausspruch von Erich Kästner:“ Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!“

Affirmation: „Ich mache meine Idee wahr!“ „Ich setze meinen Impuls in Handlung um!“

Duft: Rosmarinus officinalis cineol, Tunesien

Verwendeter Pflanzenteil: Kraut

Gewinnung: Destillation

Heilerin der blauen Stunde – Schafgarbe

20 Mrz

Das tiefblaue Öl der Schafgarbe sieht aus wie ein Zauberelixier aus einer weit entfernten Galaxie, während der Geruch an den vertrauten Duft einer Wildkräuterwiese erinnert.

Der erste Dufteindruck ist sehr stark krautig und anhaltend. Erst nach einiger Zeit lässt der Aufforderungs-charakter nach und wird zunehmend sanfter und offener.

Ich folge dem Impuls, einen Tropfen des Öls in meine Handinnenfläche zu tropfen und entlang meiner Lebens-linien sickert der blaue Duft bis in die feinsten Falten meiner Handinnen-fläche ein bis sich schemenhaft eine Figur abzeichnet – eine archetypisch weibliche Erscheinung, eine blaue Göttin oder Schutzpatronin.

Auf jeden Fall ist diese in sich ruhende Duftpersönlichkeit respekteinflößend und hinterlässt einen sehr starken Eindruck. Aufgrund ihrer Souveränität und Unerschütterlichkeit wirkt sie beinahe überirdisch, wie eine Botschafterin aus göttlichen Sphären.

Der uralte Name für die Schafgarbe ist „Heil aller Schäden“, denn sie weiß wie man Wunden heilt. Bereits Achilles soll seine verletzte Ferse mit Schafgarbe versorgt haben. Ihm folgten abertausende Soldaten auf verschiedenen Schlachtfeldern dieser Erde nach und versorgten auch ihre Wunden mit dem blauen Öl.

Während die Schafgarbe einerseits den Verwundeten und Leidenden unter ihrem Schutzmantel Obdach gewährt, gibt es da noch eine andere, transformierende Kraft, die einen antreibt, auf die Suche zu gehen. Dies geschieht, sobald nach Verletzung und Niederschlag wieder die ersten Kräfte mobilisiert werden.

Trotz aller Güte und wohlwollender Versorgung ist die Schafgarbe eine weise Duftgöttin, die den Weg der Konfrontation sucht. Es kommt zu einer Gegenüberstellung mit den eigenen Grauzonen, mit Fehlern, die nicht gemacht werden wollten, mit Gefühlen, die nicht gelebt werden wollten und mit Lebensaufgaben, die nicht angenommen werden wollten.

Dieser blaue Duft ermöglicht den übermenschlichen Schritt über Schwellen hinweg und durch die Tore der Selbsterkenntnis hindurch zu gehen und den prüfenden Blick der Sphinx zu überstehen.

Veränderung kann nur durch die Wahrnehmung der inneren Stimme geschehen.

Die Schafgarbe scheint zu sagen: „Vergiss deine Ratschläge und Meinungen und die der anderen, blende das Getöse der wirren und zweifelnden Gedanken aus deinem Bewusstsein aus und werde achtsam für das leise Flüstern deiner inneren Stimme, die bereits seit Urzeiten den richtigen Weg kennt.“

Im Seelenleben gibt es die blaue Stunde, die Zeit der Dämmerung bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang, die Zeit, um das Licht des Neuen zu begrüßen oder sich in die Dunkelheit zu wagen.

Vor Anbruch dieser blauen Seelenstunde hat man meist selbst schon eine Ahnung, dass es Zeit ist, an sich zu arbeiten, sich auseinanderzusetzen und den eigenen Weg zum Urgrund fortzusetzen. Der Duft der Schafgarbe sorgt dafür, diese Veränderung als nährend und heilend zu erfahren!

Die heilende, weibliche und schützende Kraft spiegelt sich auch in der Marienverehrung (Schutzmantelmadonna) wieder. In vorchristlicher Zeit war Brigid die keltische Göttin des Herdfeuers, auch die Strahlende, die Helle oder die Streiterin. Anbei ein altes Gebet ihr zu Ehren:

Brigid vom Mantel, umgib uns.
Herrin der Lampe, beschütz uns.
Hüterin des Herdes, entzünde uns.
Unter dem Mantel vereine uns
und gib uns dem Gedächtnis wieder.
Mütter unserer Mütter, Vormütter stark,
führt mit eurer Hand die unsrige,
erinnert uns, das Herdfeuer zu entfachen,
es leuchtend hell zu halten, die Flamme zu hüten.
Eure Hände sind unsere, Tag und Nacht.
Brigids Mantel um uns
Brigids Gedächtnis in uns,
Brigids Schutz, uns vor Schaden zu bewahren,
vor Unwissenheit, vor Herzlosigkeit,
diesen Tag und diese Nacht,
vom Morgengrauen bis zum Dunkel,
vom Dunkel bis zum Morgengrauen.

Affirmation: „Ich setze meinen Seelenweg fort!“ „Ich durchschreite die Tore!“

Duft: Achillea millefolium

Verwendeter Pflanzenteil: Blüte

Gewinnung: Destillation

Meisterin der Gegenwart – Litsea

23 Jan

JETZT – ist der einzige Moment, in dem wir den Puls des Lebens wirklich fühlen können.

Der gegenwärtige Augen-blick ist die einzige Reali-tät, die wir erleben kön-nen.

Und ehe wir uns darüber klar werden, gehört dieser Moment bereits der Ver-gangenheit an und an seiner Stelle ist aus der nahen Zukunft bereits der nächste Moment in der Gegenwart angekommen.

Unsere Lebenszeit ist gefüllt mit diesen Partikeln, diesen staubkorngroßen Nano-Zeitkapseln,  die mit „bloßem Auge“ meist gar nicht zu erkennen zu sein scheinen. Unser Leben besteht aus Momenten, einer Kette aus Perlen von Augenblicken, Fragmenten des stetigen Wandels, aus lauter kleinen Seifenblasen, deren Lebensdauer begrenzt ist. Dann macht es Plop und binnen eines Flügelschlags sind sie zerplatzt.

Wie lange wird die große Seifenblasenmaschine noch weiterlaufen? Genau um diese Frage nicht beantworten zu müssen, hat der Mensch für sich das Paradigma der Kontinuität entdeckt.

Unser Gehirn ist darauf trainiert, aus Einzelreizen einen gleichmäßigen Informationsstrom herzustellen, um dadurch eine gewisse Ordnung und Struktur zu schaffen. Und damit wir nicht in einem grauen, zähen Brei aus Routine untergehen, haben wir unsere Aufmerksamkeit, die wir gezielt auf etwas richten können.

Der Duft der Litsea ist sehr intensiv-zitronig. Sie ist die Meisterin der Gegenwart. Sie  steckt all ihre Kraft in den Augenblick; es scheint als ob sich der gegenwärtige Moment durch einen ungeheuren Energieschub ausdehnen würde.

Litsea bündelt die volle Konzentration und Aufmerksamkeit so sehr, dass es möglich wird das JETZT zu spüren. Es gibt nichts anderes, kein Gestern und kein Morgen, sondern nur den Genuss, jetzt in dieser Sekunde am Leben zu sein.

Mit der Litsea gelingt es, die größtmögliche Präsenz zu schaffen, die eigene Energie zu verdichten,  die volle Konzentration auf einen kleinen Moment zu richten, bis dieser ganz transparent und kristallin wird und seine Grenzen sich auflösen. Die Zeit dehnt sich und wie in Zeitlupe schwebt diese schillernde Seifenblase mit all ihren Lebensfarben an einem vorbei, ohne Wehmut sondern mit vollstem Vertrauen.

Die entspannende Wirkung der Litsea beruht darauf, die Gegenwart, das JETZT, erlebbar zu machen. Sie vermittelt das Gefühl, dass die kostbare Zeit einem nicht durch die Finger rinnt, dass die Zeit kein Luxusartikel ist, um den man sich sorgen muss. Die eigene Zeit ist da, jeder Moment gehört allein dir selbst. Es ist nur eine Frage der Aufmerksamkeit.

Die Litsea scheint zu sagen: „Sei das, was du gerade tust! Konzentriere dich auf das JETZT! Lebe den Moment mit all deiner Kraft!“

Der Duft der Litsea ist hervorragend geeignet, um Lernprozesse zu unterstützen, da die gebündelte Energie der Konzentration und Aufmerksamkeit die Gedächtnisleistung beflügelt. Litsea reißt die Seele aus dem zähen Strom der Gleichförmigkeit und Kontinuität heraus und zelebriert den gegenwärtigen Moment mit Glanz und Gloria, sie ist der Lärm der Gegenwart, Jubel- und Weckruf zugleich. Genau JETZT!

Affirmation:“Ich bin JETZT!“ „Ich bin, was ich gerade tue!“ „Ich lebe den Moment!“

Duft: Litsea cubeba, China

Verwendeter Pflanzenteil: Frucht

Gewinnung: Destillation

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