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Oh Captain, mein Captain – Moschuskörner

19 Jan

moschus

Im Leben gibt es viele Wege –  zu Wasser, zu Lande oder in der Luft.

Wir bewegen uns auf diesen Wegen fort, mal schneller, mal langsamer, über Berg und Tal, über Umwege und Irrwege und kommen dann doch irgendwann wieder an einen Ort, der uns bekannt vorkommt, an einen Punkt, an dem wir vielleicht schon einmal waren oder es kommt uns nur so vor. Oder wir finden in der Fremde ein neues Zuhause, wo sich die Seele gerne niederlässt.

Sicher ist, dass man niemals dieselbe oder derselbe bleibt. Das Leben ist eine Reise und mit dem Duft der Moschuskörner gehe ich auf Entdeckung.

Sogleich entsteht in meiner Imagination das Bild eines Schiffes, dessen Segel aus Federn besteht, die zart im Wind flattern. Mein Schiff schwebt schwerelos auf hohen Wellen und in der Ferne sehe ich einen Fixpunkt in den Farben des Federkleides meiner gehissten Segel.

Mir wird klar, dass wir, mein Federboot und ich, dorthin in die Ferne segeln werden und dass dies auch ohne mein Zutun geschehen wird.

Ich weiß vielleicht nicht genau, wohin mein Schiff fährt, aber ich weiß ganz sicher, dass ich der Kapitän bin. Oh Captain, mein Captain!

Der Kapitän ist ein Symbol für den inneren Kompass, nun spüre ich ihn ganz deutlich. Eine trockene Note im Duft lässt immer wieder das Bild von trockenem Treibholz, das an einen paradiesischen Strand angespült wurde, entstehen. Mag sein, dass das Boot, zu dem das Treibholz gehörte, Schiffbruch erlitten hat oder es im Sturm an einem Felsen zerschellt ist. Aber dieses eine  Stück hat es doch bis ins Paradies geschafft.

Vielleicht ist es besser ein Stück Treibholz im Paradies zu sein, als ein ganzes Schiff im sicheren Hafen? Zahlreiche Gedanken zum Thema „Lebenswege“ gehen mir durch den Kopf. Der Duft hat auch etwas Fruchtig-Exotisches an sich und schenkt Mut, auch die ungewöhnlichen, speziellen, von der Norm abweichenden Lebensabschnitte zu würdigen.

Es wird immer Leute geben, die den eigenen Lebensweg nicht verstehen, die Zweifel säen oder versuchen, einem ihr eigenes Lebenskonzept überstülpen zu wollen. Da rascheln die Federn meines Zauberschiffes leise im Wind und flüstern: Oh Captain, mein Captain!

Und ja, ganz tief in mir selbst hallt das Echo dieser Worte nach und bringt etwas zum Schwingen. Es ist die Freiheit, den eigenen Weg zu wählen, Schritt für Schritt. Ich selbst kenne mich am besten und deswegen weiß ich auch am besten, wohin ich will.

Lebenswege gibt es viele, nicht nur einen einzigen. Und außerdem segelt mein Schiff sowieso ganz von allein meinem Fixstern entgegen. Ich konzentriere mich auf das Flüstern der bunten Federn im Wind….und lausche dem Echo tief im Inneren….und weiß, dass dies das Einzige ist, was zu tun ist.

Affirmation: „Oh Captain, mein Captain!“

Duft: Hibiscus abelmoschus

Verwendeter Pflanzenteil: Samen

Gewinnung: Wasserdampfdestillation

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Mut zum Fühlen – Mandarine grün

6 Aug

Jeder Mensch hat die Gabe zu Fühlen und damit die Fähigkeit die innere und äußere Welt zu ertasten, sich zurecht zu finden und ein sanftes Band an die Erlebnisse zu knüpfen, die Leben bedeuten.

Unsere Gefühle sind  die Farben unseres Lebens. Als dynami-sches Navigationssystem bieten sie uns zuverlässig Orientierungshilfe in jeder Situation – vorausgesetzt man ist in der Lage seine Gefühle eindeutig zu erkennen und zu interpretieren.

Mit dem Duft von Mandarine grün steigt die Lust zu Fühlen in mir auf.

Es ist eine zarte, feine Ahnung, ein heller Ruf, ein betörender Gesang, bunte Bänder, die im Wind flattern.

Das Herz öffnet sehnsuchtsvoll seine Tore und lässt seine wärmsten Gefühle ausströmen.

Echtes Gefühl ist bedingungslos intensiv, kraftvoll, ungebremst und damit es sich ausdehnen kann, muss man im Stillen ja dazu sagen, den Mut zum Fühlen aufbringen.

Der Duft der noch unreifen Mandarine flüstert mir zärtlich zu, ich möge meinen Gefühlen Raum geben, ihnen eine Brücke bauen, so dass unter all den wunderbar farbigen Gefühlen auch die grauen und dunkelbraunen Gefühle aus dem Exil heimkehren und ihre Ruhe finden dürfen.

Zum vollen, farbigen, leuchtenden Leben ist es nur ein kleiner Schritt, eine innere Geste, eine Erlaubnis, ein Gedanke: Ja! Ja zu Ja!

Dies ist ein herrlicher Duft in der süßen, fruchtigen und lieblichen Sommerluft, eine Einladung, sich mit den eigenen Gefühlen zu verbinden, Augenblicke intensiv zu erleben und die Kraft der intuitiven Gefühlswelt voll auszuschöpfen. Ja zu Ja! Mut zum Fühlen!

Affirmation: „Geboren, um zu fühlen!“

Das Thema „Intensität des Lebensgefühls“ setzt sich im Duft von Mandarine rot fort…

Duft: Citrus reticulata

Verwendeter Pflanzenteil: grüne Schale der noch unreifen Frucht

Gewinnung: Kaltpressung

Regenbogenland – Frangipani

10 Jul

Mit Frangipani erstrahlt die normale  alltägliche Welt in einem wunderschönen und gleichzeitig subtilen Glanz. Es ist so, als würden sich die Parameter der Lichtbrechung mit einem Mal verändern.

Die Wahrnehmung der Welt ist durchzogen mit feinen Fäden aus Diamanten und Perlen, die funkeln, flimmern, brillieren, oszillieren.

Es ist einfach ein wunderschönes, erhebendes Gefühl sich im Raum der Imagination in dieses flirrende Netz aus bunt-leuchtenden, schillernden Fäden sinken zu lassen und gemeinsam mit dem Duft von Frangipani in das Regenbogenland einzutreten.

Wie kleine Windräder drehen sich die  Frangipaniblüten und erzeugen die energiegeladene, helle und glitzernde Atmosphäre, die sich wie ein feines, transparentes Netz über die Grautöne des Alltags legt.

Entgegen meiner Erwartung erlebe ich Frangipani als einen Duft, der trotz seiner flirrenden, leichten Energie  die eigenen Kräfte zentrierend zur Mitte hin spürbar macht. In der Leichtigkeit Stabilität finden, im Regenbogennetz aus gebrochenem Licht gehalten sein.

Was dumpf und grau war, wird lebendig, rhythmisch, glitzernd und bunt.  Frangipani leistet Hilfe zur Selbsthilfe, indem es den inneren Raum mit seinem inspirierenden Glanz erfüllt. Glamour pur für die Seele!

Die Angst vor der inneren Leere, vor dem Nichts und vor allem die Angst vor dem, was diese innere Leere ausfüllen könnte, wenn man sie nur zuließe, löst sich im Licht des Regenbogens auf. Damit ebnet Frangipani auch den Weg zu sich selbst und hilft, tiefe Entspannung  zuzulassen.

Alles, was blass, farblos, grau, ausgelaugt und kraftlos erscheint, findet zu rhythmischer Beweglichkeit zurück.

Die physikalische Wirklichkeit jenseits des Regenbogenlandes pulsiert. Dinge, die normalerweise stillstehen, vibrieren in einem so gleichmäßigen Rhythmus, dass der Eindruck von Stille und Ruhe entsteht.

Noch lange bleibt der Geruch von Frangipani auf meiner Haut. Und ebenso lange bleibt die Bewunderung für diese glitzernde, schillernde Kraft. Diese Eindrücke hallen in meinem Innenraum noch lange nach wie der Klang einer „duftenden“ Tempelglocke. Jetzt verstehe ich auch, warum Frangipani auch Tempelbaum genannt wird.

Affirmation: „Im Licht des Regenbogens bin ich hell und geborgen!““ Meine Welt erstrahlt in neuem Glanz!“

Duft: Plumeria acutifolia

Verwendeter Pflanzenteil: Blüte

Gewinnung: Alkoholextraktion

Chakra Master – Niauli

7 Apr

Jeden Menschen umgibt ein ihm eigenes Energiefeld, das sich aus den inneren Kraftressourcen und der Gefühlslage speist.

In der Regel ist dieses elektro-magnetische Feld unsichtbar aber spürbar, sobald man beginnt, seine Aufmerksamkeit darauf zu lenken.

Dieses Kraftfeld ist wie ein trans-portabler Raum um uns herum, den wir immer mit uns mittragen.

Die eigene Privatsphäre wird normaler-weise nur durchbrochen, wenn man es selbst erlaubt und ist gesellschaftlich durch Begrüßungs- und Abschiedsrituale wie Küsschen geben und Händeschütteln geregelt (Höflichkeitsabstand).

Mit Niauli wird der eigene Energiekörper deutlich besser spürbar und die Eigenwahrnehmung endet in diesem Fall circa einen Meter außerhalb der Körpergrenze.

Immer wieder hatte ich die Imagination einer transparenten Regenbogenhaut aus kräftig leuchtenden Farben, die meinen Energiekörper von Kopf bis Fuß einhüllt, und mit jedem Mal etwas dicker und fester wurde, obwohl das Material nur aus buntem Lufthauch gewebt war.

Vor meinem inneren Auge erschienen wunderschöne rote, orange, gelbe, grüne, blaue, violette und weiße Chakra-Blüten . Mit ihnen kam die Information, wie es um mein Energiesystem bestellt ist.

Niauli, mein Chakra Master, geleitete mich geduldig überall dort hin, wo die Lebensenergie nicht mehr so unbeschwert fließen wollte, oder wo sich eine Energieblockade bereits auf der körperlichen Ebene in Form von Muskelverspannungen manifestiert hatte.

Das Besondere an dem sehr milden Niauli Öl ist, dass es die natürliche energetische Schutzhülle, die um den leiblichen Körper herum existiert von innen heraus aufbaut, gelegentlich sogar aufplustert, bis die eigene Ausstrahlung wieder richtig gesättigt ist.

Interessanterweise wird Niauli auch erfolgreich vor der Bestrahlung der Haut in der Krebstherapie eingesetzt, um die Strahlungsschäden zu mindern und dient also auch hier als Schutzanzug. Auf der körperlichen Ebene reinigt Niauli das Immunsystem und fördert eine gelassene Atmung und eignet sich sehr gut für eine Fußmassage vor dem Einschlafen.

Die Energie von Niauli ist sehr angenehm, mild und atemstimulierend, verfeinert die eigene Wahrnehmung und fördert den Bezug zum eigenen Energiekörper. Es eignet sich somit hervorragend für Imaginationsreisen durch den eigenen Körper. Der Chakra Master Niauli verbindet die Energiezentren im Körper miteinander und sorgt für ein feinstoffliches Wohlgefühl.

Begriffsklärung  Chakra

Affirmation: „Ich nehme meinen Energiefluss wahr!“

Duft: Melaleuca viridiflora,Madagaskar

Verwendeter Pflanzenteil:Zweige

Gewinnung: Destillation

Die Sternenprinzessin – Sternanis

2 Jan

Einmal zu den Sternen und zurück. Dort oben am klaren Sternen-himmel, am Firmament aus dunkelblauem Samt, bestickt mit leuchtend funkelnden Diamanten stehen die Tore zum Unbekannten viele Lichtjahre entfernt unendlich weit offen.

Der Duft von Sternanis begleitet mich auf meiner Reise ins Reich der Sternenprinzessin.

Zunächst strömt der Sternanisduft mit der typischen Pastis-Note in Form einer intensiven rhyth-mischen Welle durch Nase und Rachen bis in die Magengrube ein.

Nach dem ersten fulminanten Höhepunkt nimmt die Duftintensität nach und nach ab, die Lakritznote verblasst langsam zugunsten einer leicht nussigen, süßen, exotischen und betörenden Duftnote.

Mit der leicht hypnotischen, gleichzeitig beruhigenden und entspannenden Wirkung auf den Körper geht eine wache Leichtigkeit des Geistes einher. Die Seele schillert in ihren natürlichen Farben des Regenbogens und schwebt mühelos empor.

Ebenso wie das Haar der Sternenprinzessin von Sternen und Federn bedeckt ist, so erhält auch mein Seelenkern ein Kleid aus bunten Federn und glänzenden Sternen. Offenen Herzens komme ich in der großen Weite des hell erleuchteten Sternenhimmels, im Raum der Welt an.

Ich breite meine Schwingen aus und gleite laut- und schwerelos über den Nachthimmel. Im scheinbaren Nichts des Weltalls findet sich alles, was die Seele einst auf ihrer Reise ins Menschsein vergessen hat.

Die Kraft der Kreativität entspringt der Schwerelosigkeit des eigenen Seelenkerns. Die laue Luft ist von der Kraft der Inspiration und der Imagination erfüllt.

Zärtlich gehalten im kosmischen Sternennetz stehe ich meinem schöpferischen Selbst im bunten Federkleid gegenüber und beginne mühelos zu erkennen und zu wissen, was für mich wichtig ist.

Die Antworten auf lang gestellte Fragen kommen erst, wenn man sich einmal ganz weit von der Problematik entfernt und den weisen Teil des Selbst aus dem Vogelkäfig und ihn dann fortfliegen lässt. Er wird schon wieder zurückkehren!

Viele geniale Wissenschaftler berichten, dass sie ihre größten Entdeckungen in einem Zustand der losgelösten Inspiration gemacht haben, wie etwa Friedrich August Kekulé, dem sich im Winter 1861 in einem Wachtraum vor dem Kaminfeuer die chemische Struktur des Benzolrings als tanzende Schlange, die sich selbst in den Schwanz beißt, offenbarte.

Auch Albert Einstein betonte immer wieder die Wichtigkeit der Imagination: „Die Logik bringt dich von A nach B, die Imagination bringt dich überall hin.“

Der Duft von Sternanis verbindet mit der Welt der eigenen Vorstellungskraft und den Wissensressourcen, die  ungenutzt in tieferen Schichten des Bewusstseins schlummern.

Außerdem hilft der Duft, sich von stereotypen Mustern der Problemlösung zu entfernen und Zusammenhänge zu erkennen, die zuvor der eigenen Aufmerksamkeit entgangen sind. Der Duft ist sehr gut für Phantasiereisen und Trancen geeignet. Sternanis öffnet den Geist für den Seelenflug und lädt zum Greifen nach den Sternen ein!

Affirmation: „Ich lasse meine Seele fliegen!“

Duft: Illicium verum, Vietnam

Verwendeter Pflanzenteil: Samen

Gewinnung: Destillation

Los Dias de los Muertos

30 Okt

Catrinas 2In Mexiko werden zwischen dem 31. Oktober und dem 2. November „los Dias de los Muertos“ mit bunten Farben, wehenden Fahnen, Musik, Tanz und gutem Essen gefeiert.

Der Tod wird nach aztekischer Überlieferung als natürlicher Teil des Lebens angenommen und verdichtet sich symbolisch in der weiblichen (!) Figur der „Catrina“, der Gevatterin Tod.

Ursprünglich handelt es sich dabei um die Göttin Mictecacihuatl, die Herrin des Todes, die von den Azteken bereits seit über 500 Jahren in mehrwöchigen Feierlichkeiten verehrt wurde, bevor die spanischen Conquistadores in Mexiko eintrafen.

Nach altem aztekischem Glauben dürfen die Verstorbenen einmal im Jahr nach Hause zu ihren Verwandten zurückkehren und diese besuchen.

In der Nacht vom 31.Oktober auf den 1. November, dem Dia de los Angelitos, kehren die verstorbenen Kinder einer Familie heim, am darauffolgenden 2. November, dem Dia de los Muertos, kehren dann die erwachsenen verstorbenen Ahnen zurück.

Um die Ahnen gebührend zu empfangen, werden weder Kosten noch Mühen gescheut. Jede Familie errichtet einen Gedenk-Altar mit Fotos der Toten, mit Kerzen, Blumen und den Lieblingsspeisen der Verstorbenen, damit diese sich bei ihrer Ankunft daran laben und stärken können.

Außerdem ist der Altar auch immer mit kleinen Totenköpfen aus Zucker, mit süßen Gebäck-Totenköpfen und Statuen kleiner Skelette, die die Ahnen in alltäglichen Situationen zeigen, dekoriert, die an Ständen überall zum Verkauf angeboten werden.

Die Blumen auf dem Altar symbolisieren die Vergänglichkeit des Lebens. Eine besondere Rolle spielt hier eine Vorfahrin der bei uns wenig beachteten Tagetes oder Studentenblume, die Cempasuchil (Tagetes errecta Linnaeus), was übersetzt „Blume der 400 Blüten“ bedeutet.

In Form von Girlanden, Kränzen oder Kreuzen weist ihr Duft und ihre gelbe Farbe als Symbol der Sonne den Verstorbenen den Weg nach hause.

Auch in der Naturheilkunde findet die „Flor de Muertos“ bei Verdauungsstörungen, Magenschmerzen, Husten, Grippe, Fieber und Bronchitis in Form von Abkochungen und Salben Verwendung.

Im Zuge der Christianisierung wurden die Feierlichkeiten mit Allerheiligen und Allerseelen zusammen gelegt, jedoch die fröhliche und bunte Art mit der Skelettdame Catrina zu feiern, ihr zuzuprosten, mit ihr zu tanzen und zu lachen und dem Sterben und der Vergänglichkeit dadurch den Schrecken zu nehmen, hat sich nach alter vor-christlicher Tradition durchgesetzt. Zum Glück!

Denn 2003 wurden „Los Dias de los Muertos“ sogar von der UNESCO als immaterielles Kulturgut in die „Meisterwerke des immateriellen und mündlichen Erbes der Menschheit“ aufgenommen, um diese Feierlichkeiten als Kulturerbe zu schützen und zu ehren.

High 5 – Kardamom

17 Okt

Ein kraftvolles warmes Herz, das mit dem Schall eines jeden Schlages sein Selbstbewusstsein in die Welt hinaus posaunt, dazu starke Nerven, ein klarer offener Blick,  ein voll konzentrierter Geist, warme Hände und Füße, geschmeidige Muskulatur und gleichmäßige Atmung.

Die Lunge scheint plötzlich in reinem Sauerstoff zu baden, so leicht und groß und frei wie sie sich mit einem Mal anfühlt. High 5!

Dein Adrenalin verwandelt sich vom Angst-Gegner zu deinem besten Freund. Aus Aufregung wird Aktivität, aus Herzrasen wird angenehme Körperwärme, aus Panik wird Zuversicht. Die Arbeit mit dem Kardamom Duft ist angewandte Black-out Prophylaxe.

Als Bild zeigt sich das Kardamom-Gefühl wie ein sprühender Farbnebel in Rot, orange, pink und gelb, der aus Herz und Lunge nach außen strömt und dort in kreisenden Bahnen um den Körper herum wirbelt.

Dieses Kraftfeld in Form eines drehenden Rades wirkt wie ein Katalysator für Anspannungen, Angst vor Bewertung oder hohen Erwartungen.

Deutlich spürbar bleiben hingegen der eigene Antrieb, die Motivation, der Entschluss, der sich im Farbnebel zu einer treibenden Energie entwickelt, von der man sich umgeben fühlt.

Die durch Anspannung eingeengte Wahrnehmung wird nun zum weiten Feld der Möglichkeiten, wird vom Schauplatz zur Bühne. Kardamom schafft die Verbindung von Kopf und Herz, so dass der Glaube an die eigenen Fähigkeiten ganz deutlich zu fühlen ist.

Kardamom stellt genau das richtige Maß an Stress her, das man zur Bewältigung besonderer Herausforderungen braucht, wie z.B. Auftritte und Präsentationen jeder Art, Zusammenkünfte mit unsicherem Ausgang, persönliche wie berufliche Prüfungen.

Kardamom ist aber auch hervorragend geeignet, um sich nach Phasen großer Anstrengung wieder zu entspannen und bereitet durch seine pulsierende Wärme eine angenehme Landung nach Höhenflügen, die einem mentale und körperliche Höchstleistungen abverlangen. Er frischt die Kraftreserven wieder auf, wirkt beruhigend, gleichzeitig psychisch stabilisierend und hilft das Erlebte gut zu verdauen.

Dieser Duft eignet sich daher auch sehr gut für „Relax-Einsteiger“, denen es schwer fällt, sich eine Ruhepause zu gönnen, ebenso für chronisch überarbeitete Menschen und für Burn-Out Gefährdete.

Dies ist ein wunderbarer Duft, um Situationen zu bewältigen, in denen die Messlatte weit oben hängt. Gleichzeitig werden die Themen Leistung und Leistungsfähigkeit näher beleuchtet und hinterfragt. Dies kann auch in der Anerkennung der eigenen Grenzen resultieren.

Kardamom stärkt das Selbstbewusstsein, ist Partner, Coach und  Motivator in einem –  einfach ein cooler Typ!

Affirmation: „Ich atme Selbstbewusstsein!“

Duft: Elettaria cardamomum, Sri Lanka

Verwendeter Pflanzenteil: Samen

Gewinnung: Destillation

Der Paradiesvogel – Tonkabohne

30 Aug

Der Duft der Tonkabohne lächelt mich geheimnisvoll an und erinnert mich an ein fernes Paradies.

Seit Tagen sammeln sich Eindrücke aus lebhaften Träumen, Sehnsüchten, Wünschen und Vorstellungen und nun sitze ich hier und versuche all das in Worte zu fassen.

Die Bilder und Träume, Gefühle und Stimmungen sind sehr klar erlebbar und doch scheinen mir die Worte dafür  immer wieder wie Sand durch die Finger zu rinnen.

Immer wieder finde ich mich jenseits meiner analytischen Seite, jenseits der Sprache, fernab meines Verstandes, der normalerweise rational und effektiv das Erlebte sinnhaft verdichtet und notiert.

Stattdessen sinke ich mit dem Tonka-Duft Nacht für Nacht in den tiefsten Schlaf, den ich kenne und reise, reise, reise…

Gefühlsmäßig habe ich innerhalb der letzten drei Tage im Traum schon mehrmals den Erdball umrundet.

Es scheint als habe ich im Schlaf mein eigenes Universum erkundet, sozusagen meinen eigenen Weltraum bereist und bin irgendwo da draußen in einer entfernten Galaxie, wo die Monde um die Planeten kreisen, den Anteilen meiner selbst begegnet, die ganz weit weg  von mir zu sein scheinen aber dennoch zu mir gehören.

Auf geheimnisvolle Weise fühlt sich die Ich-Identität durch die Arbeit mit dem Tonka-Duft komplett, ganz, integriert und gesammelt an. Es fühlt sich an, als wäre das Selbstbild plötzlich koloriert statt nur schwarz-weiß.

Immer wieder tauchen fragmentarisch Fetzen von einem idealen Leben auf, von Wünschen, die auf ihre Erfüllung warten, vom eigenen kleinen Paradies. Lauter bunte Perlen, die ich in mein Seelenkleid einwebe.

Gleichzeitig weiß ich natürlich, dass die größten Wünsche auch die größten Ängste in sich bergen, dass Paradies und Hölle ganz nah beieinander liegen. Und natürlich weiß ich, dass das sogenannte Paradies Ansichtssache ist. Ich weiß auch noch viel mehr, aber all dies geschieht durch meinen Verstand und der ist gerade ruhig gestellt bzw. tonkisiert.

Der Tonka-Duft ist wie ein Paradiesvogel, bunt, schillernd, exotisch, frei. Ich fühle mich eingeladen mitzufliegen und mein Universum zu überblicken. Besonders intensiv erlebe ich Gefühle, besonders plastisch tritt all das hervor, was ich mir wünsche, wonach ich mich sehne. Lauter kleine Juwelen, die mich schmücken.

Mit dem Tonka-Duft lerne ich den Stoff, aus dem meine Träume sind, besser kennen. Wünsche, die eben noch Galaxien entfernt waren, kommen gefühlsmäßig ganz nah an meine Realität heran. Ferne Aspekte meiner selbst werden durch meinen Wesenskern  magnetisch angezogen bis ich ganz und gar vollständig und vollendet bin, bis sich der letzte zu mir gehörige Partikel an mich schmiegt.

Alle Wahrnehmung dieses Zustandes gelingt nur auf der Ebene der Gefühle, Instinkte und archaischen Kräfte. Was ich spüre ist ein Urbild meiner Seele, als diese absolut unversehrt und perfekt war und nur eine Sache tat – da sein.

Die Tonka-Fee lächelt vielsagend und geheimnisvoll. Wir werden uns also wiedersehen – in einem anderen Traum vom Paradies.

Affirmation: „Ich erträume mein Paradies!“

Duft: Dipteryx odorata, Brasilien

Verwendeter Pflanzenteil: Frucht

Gewinnung: Alkoholextraktion

Die Kraft des Kindes – Mandarine rot

25 Aug

Der Duft der Mandarine stimmt heiter, bisweilen übermütig und öffnet die Wahrnehmung für die großen Freuden an kleinen Dingen. Sie verkörpert die Kraft des Kindes.

Kinder haben ein reines Herz, sie sagen die Wahrheit, sind ganz sie selbst und können aus sich selbst heraus glücklich sein.

Sie können mühelos ihre Bedürfnisse und Befindlichkeiten erkennen, haben einen engen Kontakt zu ihrer Innenwelt und schöpfen reichlich aus ihrer Phantasie.

All dies macht das Leben eines Kindes unbeschwert, frei und aufrichtig und somit in höchstem Grade lebenswert. (Vorausgesetzt dem Kind wurde die Möglichkeit der freien Entfaltung im Elternhaus gegeben.)

Ein Ball, ein Eis an einem heißen Sommertag, im Schwimmbad die Wasserrutsche hinunter sausen und dann noch ein Eis, weil das erste so gut geschmeckt hat. La dolce Vita muss nicht viel kosten sondern ist mehr eine Frage der Zufriedenheit und Glückseligkeit im Augenblick.

Dieses Gefühl vermittelt die Mandarine, das unbeschwerte Leben in vollen Zügen genießen. Keine Verantwortung, keine Verpflichtung, keine Konflikte.

Trotz aller Heiterkeit hat der Duft der Mandarine auch eine ganz stille und beschauliche Seite. Sie kann auch eine sehr tiefe Entspannung herbei führen, die Aufmerksamkeit ganz zum inneren Kern lenken und einem das Gefühl vermitteln, dass alles gut ist wie es ist. Sie verbindet mit der Kraft des inneren Kindes, das in jedem Menschen wohnt.

Möglicherweise hat sich dieses Kind Dinge getraut oder gekonnt, derer man heute gar nicht mehr fähig zu sein scheint. Da tut es gut, sich zu erinnern, dass vieles nicht so kompliziert ist wie man vielleicht glaubt, sondern viel einfacher.

Im Ernst des Lebens, in einem Leben mit vollem Terminkalender, Meetings, Machtkämpfen um den ersten Platz, Verantwortung für sich und andere tut es bisweilen gut, sich die Kraft des Kindes zunutze zu machen. Eine Stunde voller Heiterkeit oder tiefer innerer Angstlosigkeit kann manchmal Wunder wirken.

Mandarine rot zaubert aus ihrem Hut das unangefochtene Selbstwertgefühl kindlicher Naivität gepaart mit dem Glauben, dass es auf der Welt nur Gutes gibt. Dieser Duft ist wie Urlaub!

Affirmation: „Ich blicke mit den Augen meines inneren Kindes in die Welt!“

Duft: Citrus reticulata, Italien

Verwendeter Pflanzenteil: Schale

Gewinnung: Kaltpressung

Flower Power – Ylang Ylang komplett

31 Jul

Dieser Duft besitzt eine charakter-istische Süße, die nicht zerfließt oder sich sofort im Raum verströmt, sondern kompakt und zielgerichtet ins Körperinnere bis tief in den Unterleib und  in den Hüftbereich auf Höhe des Sakralchakras geleitet wird.

Wie auf Knopfdruck setzt eine tiefe körperliche Entspannung ein, meine Augenlider werden schwer und meine Aufmerksamkeit wird sirenenhaft durch den Ruf des Duftes nach unten gezogen.

Ganz erfüllt vom Duft der Blume der Blumen spüre ich wie sich inmitten meiner tranceartigen Entspannung ein bunter Wirbel langsam und rhythmisch zu drehen beginnt. Während mein analytisches Bewusstsein ausgeschaltet ist, sammelt sich die Blütenkraft und dreht sich im bunten Reigen schneller bis sich ein Rad aus orangen, roten, rosa und lila Blüten daraus formt, um kurz darauf wieder zu einem großen bunten Blütenstrom zu verschmelzen.

Für einen Moment ist die Kraft dieser wunderbaren Blüte auf dem Höhepunkt ihrer Existenz spürbar, erfüllt mit der Kraft der charismatischen, strahlenden Schönheit. Das intensive Erleben des Erblühens ist ein einzigartiger Genuss.

Es ist so als stünde man im Zentrum der Blüte und würde sich mit jedem Blätterschlag der aufgehenden Blüte mit weit ausgebreiteten Armen vergnügt  im Kreis drehen.

Es ist deutlich spürbar, dass der Duft von Ylang Ylang versucht, eine freie Entfaltung der Emotionen zu gewährleisten und den Weg vom Herzen nach außen so weit wie möglich zu verkürzen. Die ganze Ausstrahlung wird weich, anziehend und farbenfroh.

Dies ist ein wunderbarer Duft zum Runterkommen und Relaxen, zum Beispiel nach einem Tag voller Missgeschicke, nach dem Empfang einer schlechten Nachricht oder wenn einen einmal die ganze Welt gern haben kann!

Die Kraft dieses Duftes verwandelt die Innenwelt im Nu in ein Meer aus Blüten und  dient so als Anti-Blockiersystem für innere und äußere Stressoren.

Wer sich auf einer tieferen Ebene auf den Duft einlassen möchte, kann den eigenen Bezug zu Themen wie Selbstentfaltung, Charisma, Phantasie, Leidenschaft und das freie Fließen der Emotionen erforschen.

Affirmation: „Ich entfalte mich zu voller Blüte!“

Duft: Cananga odorata, Madagaskar

Verwendeter Pflanzenteil: Blüten

Gewinnung: Destillation

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