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Die Freiwillige – Palmarosa

23 Dez

Es gibt Menschen, die reden viel und tun wenig und andere, die tun viel und reden wenig darüber.

Auf der ganzen Welt verschenken täglich Men-schen ihre Energie und Zeit, um etwas Gutes für andere zu tun. Die stille Freude und Dankbarkeit ist ihnen Motivation genug.

Palmarosa ist der Inbegriff der freiwilligen Helferin, wenig beachtet vollbringt sie Heldentaten. Sie ist eine Heldin des Alltags im einfachen Gewand.  Sie ist zuverlässig, tatkräftig, effektiv und dabei so gewinnend freundlich, charmant und einfühlsam, dass man sich nur allzu gerne von ihr helfen lässt.

Das Geheimnis des Duftes liegt in seinem Fundament aus fließender Energie, der Beständigkeit des Wandels. Palmarosa ist leicht, hell, klar und blumig und erneuert sich immer wieder selbst. Im kontinuierlichen Prozess der Regeneration entsteht eine tiefe Form reiner, beinahe jungfräulicher Stabilität und ewiger Jugend. Die Kraft der Palmarosa ist frisch, die Energie immer neu, der Austausch von alt und neu in ständiger Bewegung.

Palmarosa ist eine Frei-Willige und  hautnah als unabhängige Dienerin zum Wohl der ihr Anvertrauten im Einsatz. Sie zelebriert die Nächstenliebe als hohe Kunst des Selbstbewusstseins.

Sie profiliert sich nicht selbst, um mit ihren guten Taten anderen zu gefallen (Stichwort Charity). Genauso wenig ist sie eine Märtyrerin, die sich für andere aufopfert und so Scham und Schuldgefühle im Gegenüber auslöst. Und sie verlangt vor allem keine Gegenleistung.

Palmarosa fördert den menschlichen (Haut-) Kontakt, sorgt für freundlichen und wohlwollenden Umgang und lässt über das zentrale Thema der Hilfeleistung und Hilfestellung  nachdenken. Auch die Kehrseite der Medaille kann mit Palmarosa aktuell werden, nämlich Überforderung, Selbstschädigung, Ausbeutung oder die Sucht zu Helfen (Helfersyndrom).

Damit man in seiner Kraft bleibt, muss man sich als Helfer ohne schlechtes Gewissen abgrenzen können. Das Auftanken der eigenen Ressourcen kann man als notwendigen Akt der Wartung betrachten. Nur wer voll bei sich und energiegeladen ist, kann authentisch Hilfe leisten.

„If you must say yes, say it with an open heart. If you must say no, say it without fear.“ Paulo Coelho

Palmarosa hilft, sich seiner Grenzen und Möglichkeiten bewusst zu werden und zu lernen, sich die Kraft zur Hilfeleistung einzuteilen, um dann mit offenen Armen und frohen Mutes seine reine Energie an andere zu verschenken.

Und das kann so einfach sein. Schon so manche spontane Umarmung, so manch nettes Wort oder ehrlich gemeintes Kompliment  hat einem (fremden) Menschen den Tag oder vielleicht sogar das Leben gerettet!

http://www.freehugscampaign.org/

Affirmation: „Ich umarme die Welt und lasse mich von ihr in die Arme schließen!“

Duft: Cymbopogon martinii, Nepal

Verwendeter Pflanzenteil: Blätter

Gewinnung: Destillation

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Los Dias de los Muertos

30 Okt

Catrinas 2In Mexiko werden zwischen dem 31. Oktober und dem 2. November „los Dias de los Muertos“ mit bunten Farben, wehenden Fahnen, Musik, Tanz und gutem Essen gefeiert.

Der Tod wird nach aztekischer Überlieferung als natürlicher Teil des Lebens angenommen und verdichtet sich symbolisch in der weiblichen (!) Figur der „Catrina“, der Gevatterin Tod.

Ursprünglich handelt es sich dabei um die Göttin Mictecacihuatl, die Herrin des Todes, die von den Azteken bereits seit über 500 Jahren in mehrwöchigen Feierlichkeiten verehrt wurde, bevor die spanischen Conquistadores in Mexiko eintrafen.

Nach altem aztekischem Glauben dürfen die Verstorbenen einmal im Jahr nach Hause zu ihren Verwandten zurückkehren und diese besuchen.

In der Nacht vom 31.Oktober auf den 1. November, dem Dia de los Angelitos, kehren die verstorbenen Kinder einer Familie heim, am darauffolgenden 2. November, dem Dia de los Muertos, kehren dann die erwachsenen verstorbenen Ahnen zurück.

Um die Ahnen gebührend zu empfangen, werden weder Kosten noch Mühen gescheut. Jede Familie errichtet einen Gedenk-Altar mit Fotos der Toten, mit Kerzen, Blumen und den Lieblingsspeisen der Verstorbenen, damit diese sich bei ihrer Ankunft daran laben und stärken können.

Außerdem ist der Altar auch immer mit kleinen Totenköpfen aus Zucker, mit süßen Gebäck-Totenköpfen und Statuen kleiner Skelette, die die Ahnen in alltäglichen Situationen zeigen, dekoriert, die an Ständen überall zum Verkauf angeboten werden.

Die Blumen auf dem Altar symbolisieren die Vergänglichkeit des Lebens. Eine besondere Rolle spielt hier eine Vorfahrin der bei uns wenig beachteten Tagetes oder Studentenblume, die Cempasuchil (Tagetes errecta Linnaeus), was übersetzt „Blume der 400 Blüten“ bedeutet.

In Form von Girlanden, Kränzen oder Kreuzen weist ihr Duft und ihre gelbe Farbe als Symbol der Sonne den Verstorbenen den Weg nach hause.

Auch in der Naturheilkunde findet die „Flor de Muertos“ bei Verdauungsstörungen, Magenschmerzen, Husten, Grippe, Fieber und Bronchitis in Form von Abkochungen und Salben Verwendung.

Im Zuge der Christianisierung wurden die Feierlichkeiten mit Allerheiligen und Allerseelen zusammen gelegt, jedoch die fröhliche und bunte Art mit der Skelettdame Catrina zu feiern, ihr zuzuprosten, mit ihr zu tanzen und zu lachen und dem Sterben und der Vergänglichkeit dadurch den Schrecken zu nehmen, hat sich nach alter vor-christlicher Tradition durchgesetzt. Zum Glück!

Denn 2003 wurden „Los Dias de los Muertos“ sogar von der UNESCO als immaterielles Kulturgut in die „Meisterwerke des immateriellen und mündlichen Erbes der Menschheit“ aufgenommen, um diese Feierlichkeiten als Kulturerbe zu schützen und zu ehren.

Die Mediatorin – Rosengeranie

19 Sep

Manchmal fliegen Kleinigkeiten wie Speer-spitzen durch den zwischenmenschlichen Raum und treffen genau da, wo es am meisten weh tut – mitten ins Herz.

Ein Witz unter Freunden oder Arbeitskollegen, ein unüberlegter Ausspruch oder ein abschätziger Blick, leider jedoch stets ein paar Millimeter unter der Gürtellinie.

Eigentlich sollte man ja über solchen Dingen stehen und um Gottes Willen doch bloß nicht so empfindlich sein, schließlich war es doch gar nicht so gemeint.

Trotz aller (eigenen) Beschwichtigungsversuche gehen die Gedanken und Gefühle im negativen Gefühlsspektrum vor Anker. Dies kann durch die Tagesform bedingt sein, kann aber auch eine durchaus angemessene Reaktion auf eine langfristige Belastung (z.B. Mobbing) sein.

Wenn man es nur schaffen könnte, diesen Unmut abzuschütteln. Aber die schlechte Laune erfasst einen wie eine starke Strömung und zieht einen nach unten. Manchmal auch für länger…

Schlechte Stimmung, dicke Luft, Launenhaftigkeit, Stimmungs-schwankungen, seelische Verletzungen, Konfliktpotenzial, Disharmonie, Ehe- oder Familienkrisen, das sind die bevorzugten Einsatzbereiche der Rosengeranie.

Die Rosengeranie nebelt einen mit ihrem rosa Dunst ein, macht alles weicher, sanfter und nimmt einem das gewetzte Messer aus der Hand. Sie schafft Waffenruhe und bewirkt, dass man seine Deckung sinken lässt und hinter den Barrikaden hervortritt, um sich aufrichtig zu begegnen – natürlich auch sich selbst.

Beim Einatmen des Duftes der Rosengeranie fühlt man sich von Sekunde zu Sekunde besser, sie packt einen am Schopf und zieht einen wieder nach oben, die Löcher der Souveränität schließen sich wieder, das Herz weitet sich, der Ärger verpufft. Die innere und äußere Harmonie stellt sich wieder her.

Trotzdem verwandelt man sich durch die Arbeit mit diesem Duft nicht in ein weich gespültes rosarotes Kaninchen – im Gegenteil.

Beziehungsarbeit wird möglich. Die gelassene Souveränität und die ärgerfreie Wahrnehmung führen im Idealfall zu gewaltloser Kommunikation als Grundlage für gegenseitiges Verständnis oder um sich gegebenenfalls mit Leichtigkeit abzugrenzen.

Dieser freundliche Duft muntert auf, baut Spannungen ab, gibt neuen Schwung, hilft den Alltagsstress hinter sich zu lassen, sorgt für Ausgleich, Gelassenheit und inneres Gleichgewicht. Anti-Stress pur.

Affirmation: „Gutes wie Schlechtes zieht vorüber wie die Wolken am Himmel!“

Duft: Pelargonium graveolens, Ägypten

Verwendeter Pflanzenteil: Blätter

Gewinnung: Destillation

Beltane – Fest der strahlenden Sonne

30 Apr

Der Winter und die dunkle Jahreszeit sind vorbei. Nun kommt der Sommer mit seinem herrlichen Licht. Im keltischen Kalender markiert der 1. Mai den Beginn des Sommerhalbjahres. In der Nacht vom 30. April auf den 1. Mai wurde die Ankunft des Lichtes mit einem Feuerfest gefeiert. Mit dem Licht wurde auch der Neubeginn begrüßt und ein Fest der Lebensfreude, der Fruchtbarkeit, der Kreativität und neuen frischen Energie gefeiert. Die aktive Zeit des Wachstums wurde begrüßt und Altes und Verbrauchtes hinter sich gelassen. Zu diesem Festtag gab und gibt es Maifeuer, Maibäume als Symbol des Lebensbaums und den auch heute noch bekannten Tanz in den Mai.

Den Aspekten der Fruchtbarkeit und der Vereinigung von Gott und Göttin galt besonderes Augenmerk.  Besonders verehrt wurde die Entstehung neuen Lebens. So blieb es natürlich auch nicht aus, die guten(Natur-) Geister herbei zu rufen und sie um Unterstützung für das nächste (Ernte-) Jahr zu bitten.

Passende Düfte für die heutigen Feierlichkeiten:

Rose – sie steht für die kosmische, hingebungsvolle Liebe und unterstützt die mystische Einheit

Angelikawurzel – Träger des Lichts, durchbricht die Dunkelheit, gleichzeitig  stärkt  die Erdverbundenheit die Lebenskraft

Zur Feier des Tages habe ich dieses alte keltische Gebet, das als „Sankt Patricks Brustplatte“ oder „der Schrei des Hirsches“ bekannt ist, herausgesucht:

Ich erhebe mich heute
Durch die Kraft des Himmels:
Licht der Sonne,
Strahlen des Mondes,
Herrlichkeit des Feuers,
Geschwindigkeit des Blitzes,
Schnelligkeit des Windes,
Tiefe der See,
Festigkeit der Erde,
Härte von Fels.
Ich erhebe mich heute
Durch Gottes Macht, mich zu führen.

Aus „Anam Cara“ von John O’Donohue

Ich wünsche allen ein schönes Beltane-Fest, bei uns auch bekannt als Walpurgisnacht!

Tanzt was das Zeug hält…dem Sommer entgegen!

Lesenswerter Link zu Beltane sowie weiteren keltischen Festtagen:

http://www.jahreskreis.info/files/beltane.html

Der Freund – Eichenmoos

29 Mrz

Beim Besuch im Wäldchen gefundenSein charakteristischer Duft strömt einem in seltenen glücklichen Fällen in romantischen Wäldchen, wo noch Efeu an den Bäumen hinauf klettert und Moos am Fuße der Baumstämme wächst, in die Nase. Eichenmoos ist eine jener Kreaturen, bei denen man sich unweigerlich fragt, von welchem Planeten sie überhaupt kommt. Es ist eine Flechtenart von graugrüner Farbe und ist von Natur aus ein Spezialist im Bilden von Netzwerken und im Zusammenleben mit anderen.

Nachdem ich zunächst sämtliche unangenehmen Erinnerungen an diverse mehr oder weniger bekannte Aftershafe-Träger (Eichenmoos  in meist unglücklichen Mischungen mit anderen Duftkomponenten)  beiseite geschoben hatte, konnte ich endlich meinen Blick auf die wahre Natur dieses Duftes lenken.

Dies ist ein Duft des Waldes und dort lebt er in perfekter Harmonie mit dem halb-schattigen Sonnenduft, den Moosen und Farnen, den Pilzen, den Blumen und Früchten des Waldes. Es ist ein in Symbiose lebender Organismus, den man nicht von seinen Freunden trennen sollte. Einer für alle, alle für einen!

Eichenmoos hat eine ruhige Ausstrahlung, zentriert, und versetzt mich in eine freudig-kontemplative Stimmung.  Im Laufe mehrerer Tage melden sich plötzlich einige Freunde, die ich schon ziemlich lange nicht mehr gesehen hatte und alle wollen am selben Wochenende zu Besuch kommen. Gleichzeitig finde ich über das Internet weitere Freunde wieder, die ich schon für verschollen hielt. Sogleich steigt  in mir die Lust, selbst noch mehr Leute zu kontaktieren, die ich gerne einmal wiedersehen möchte. Ich hatte plötzlich das Gefühl, als würde ich sehr deutlich das soziale Netzwerk in mir spüren, das um mich herum zum Teil seit vielen Jahren existiert. Es gibt  Menschen, die mich mögen und mit denen ich auf die eine oder andere Weise verbunden bin. Ich bin ein Teil von ihnen und sie sind ein Teil von mir, das nennt man Freundschaft.

Dies schenkt viel Kraft und Ruhe. Es ist die Erfahrung, in eine Gemeinschaft eingebunden zu sein, die uns Menschen schon seit Urzeiten begleitet. Insofern ist Eichenmoos ein Duft, der das Gemeinschaftsgefühl stärkt und hilft die eigenen sozialen Kontakte zu pflegen oder falls nicht vorhanden diese herzustellen.

In dem kleinen Wäldchen bette ich mich zur Ruhe im flauschig-kühlen Moos neben meinem Freund, dem Eichenmoos und bin heute einfach glücklich über das zufriedene Gefühl, nicht ganz allein auf der Welt zu sein. Danke Freunde!

Affirmation: „Meine Freunde kümmern sich um mich!“ „Ich werde gemocht!“

Duft: Evernia prunastri, Kroatien

Verwendete Pflanzenteile: Flechte

Gewinnung: Alkoholextraktion

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