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Mut zum Fühlen – Mandarine grün

6 Aug

Jeder Mensch hat die Gabe zu Fühlen und damit die Fähigkeit die innere und äußere Welt zu ertasten, sich zurecht zu finden und ein sanftes Band an die Erlebnisse zu knüpfen, die Leben bedeuten.

Unsere Gefühle sind  die Farben unseres Lebens. Als dynami-sches Navigationssystem bieten sie uns zuverlässig Orientierungshilfe in jeder Situation – vorausgesetzt man ist in der Lage seine Gefühle eindeutig zu erkennen und zu interpretieren.

Mit dem Duft von Mandarine grün steigt die Lust zu Fühlen in mir auf.

Es ist eine zarte, feine Ahnung, ein heller Ruf, ein betörender Gesang, bunte Bänder, die im Wind flattern.

Das Herz öffnet sehnsuchtsvoll seine Tore und lässt seine wärmsten Gefühle ausströmen.

Echtes Gefühl ist bedingungslos intensiv, kraftvoll, ungebremst und damit es sich ausdehnen kann, muss man im Stillen ja dazu sagen, den Mut zum Fühlen aufbringen.

Der Duft der noch unreifen Mandarine flüstert mir zärtlich zu, ich möge meinen Gefühlen Raum geben, ihnen eine Brücke bauen, so dass unter all den wunderbar farbigen Gefühlen auch die grauen und dunkelbraunen Gefühle aus dem Exil heimkehren und ihre Ruhe finden dürfen.

Zum vollen, farbigen, leuchtenden Leben ist es nur ein kleiner Schritt, eine innere Geste, eine Erlaubnis, ein Gedanke: Ja! Ja zu Ja!

Dies ist ein herrlicher Duft in der süßen, fruchtigen und lieblichen Sommerluft, eine Einladung, sich mit den eigenen Gefühlen zu verbinden, Augenblicke intensiv zu erleben und die Kraft der intuitiven Gefühlswelt voll auszuschöpfen. Ja zu Ja! Mut zum Fühlen!

Affirmation: „Geboren, um zu fühlen!“

Das Thema „Intensität des Lebensgefühls“ setzt sich im Duft von Mandarine rot fort…

Duft: Citrus reticulata

Verwendeter Pflanzenteil: grüne Schale der noch unreifen Frucht

Gewinnung: Kaltpressung

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Die Kraft der 1000 Sonnen – Tagetes

27 Apr

eine intensive und ein wenig fruchtige Würze strömt in mein Inneres und entfaltet dort  die geheimnisvolle Kraft der tausend Sonnen.

Es ist ein soghaftes Em-pfinden, dem man zwar Widerstand leisten könnte, es aber nicht möchte, denn das Charisma des Duftes ist überwältigend und über-rascht nach anfänglicher Nonchalance mit verführer-ischem Tiefgang.

Energisch, kraftvoll, ein wenig aufbrausend, lustvoll, euphorisierend – ein Sonnentanz.

Nicht im Geringsten hätte ich DAS diesem Duft nach dem ersten Geruchseindruck zugetraut und doch wollte ich wissen, was dahinter steckt.

Mit dem starken Duftimpuls von Tagetes beginnt sich die galaktische Kraft der Sonne in ihrer mächtigen Urform im Inneren auszubreiten. Im Gehirn fühlt es sich an wie eine Dopaminspritze, eine Neurotransmitterflut, ein gigantischer Energieschub wie eine Sonnenexplosion, die das eigene Universum mit einem überirdisch hellen Schein imprägniert und mich in die nächste Dimension katapultiert!

Vollkommen umgeben und versunken von und in diesem psychodelischen Sonnentanz beginnt man, seelisch immer durchlässiger zu werden. Die eigenen Konturen verbinden sich hingebungsvoll mit dem orange-gelben Sonnenteppich. Die Ich-Strukturen lockern sich und werden wie ein Biscuit von diesen mächtigen Löwenkräften durchtränkt.

Dies ist ein Duft, der eine intensive Euphorie erzeugen kann, der grenzüberschreitend ist und dabei gleichzeitig in einer Welle aus Hochgefühl die schöpferischen Kräfte erweckt. Während der Dufterfahrung scheint ein Teil in mir, der ohne Alter zu sein scheint, im Reigen der tausend pulsierenden Sonnen beleuchtet zu werden.

Die Tagetes-Erfahrung ist ein verrückter, hochenergetischer Trip, der die einzigartige Möglichkeit bietet, sich mit dem zentralen Lebensthema der Lust zu beschäftigen. Lust als Ergebnis von hoher Lebensenergie, gepaart mit Neugier, Durchlässigkeit und Hingabe an einen Menschen oder ein Thema. Der Duft vermittelt die Weisheit des Instinkts als Quelle der Inspiration und kann die kurzfristige Desintegration des Selbst zugunsten einer intensiven Eigenerfahrung bewirken.

Ich möchte an dieser Stelle zu bedenken geben, dass der Duftimpuls psychisch sehr hohe Wellen schlägt, wenn man sich voll darauf einlässt, und eine gewisse psychische Stabilität voraussetzt.

Affimation: „Ich tanze mit der Kraft der 1000 Sonnen!“

Duft: Tagetes minuta, Ägypten

Verwendeter Pflanzenteil: Kraut

Gewinnung: Destillation

Der Duft der Meerjungfrauen – Aromarezepte zum Baden

19 Dez

Meerjungfrau, Petra Jeckle, 2010 - weitere Infos siehe unten

Baden ist Reinigung, Zeremonie, Ritual und Luxus. Baden sollte jedesmal ein Fest sein!

In der Badewanne kann man den Alltag hinter sich und die Seele baumeln lassen, sich regenerieren und ver-wöhnen.

Oder für einige duf-tend- mystische Mo-mente ins Land der Meerjungfrauen reisen!

Ein heißes Bad im Winter soll vor allem Wärme und Geborgenheit schenken, die Haut mit Nährstoffen versorgen, das Immunsystem unterstützen und die Seele zum Träumen einladen.

Ein Aromabad erfüllt alle diese Kriterien und wenn die Aroma-Massage für mich die Königin der Aromatherapie ist so ist das Aromabad mit Sicherheit ihre Prinzessin.

Kaum eine andere Anwendung ist so wohltuend und gleichzeitig so intensiv wie das Baden mit ätherischen Ölen. Immerhin handelt es sich um eine Ganzkörper-Anwendung. Im warmen Badewasser öffnen sich die Hautporen und die ätherischen Öle können sehr gut in den Körper gelangen.

Wenn der duftende Wasserdampf das Badezimmer erfüllt und edle Öle und Zutaten die Haut umschmeicheln, dann beginnt die Reise ins Land der Meerjungfrauen!

Allgemeines zum Baden mit ätherischen Ölen

Bevor es nun zu den Aroma-Rezepten geht, sind wie immer einige einfache Regeln zu beachten.

1. Ätherische Öle müssen immer mit einem Emulgator gemischt werden, da sie selbst nicht wasserlöslich sind. Wird dies unterlassen, so schwimmen die Tröpfchen des ätherischen Öls oben auf dem Badewasser. Einige Düfte können in dieser kompakten und konzentrierten Form die Haut reizen.

2. Als Emulgator dienen fette pflanzliche Öle wie z.B. Mandelöl oder Olivenöl, fette Milch, Sahne oder als vegane Alternative Kokosmilch (alles mit möglichst hohem Fettgehalt), Meersalz, Honig und brauner Zucker.

Und weil sich das Nützliche mit dem Schönen verbinden lässt, kann man aus den verschiedenen Emulgatoren  sehr reizvolle Luxus-Duft-Kreationen zaubern. Grundsätzlich sollten die ätherischen Öle vollständig in den Trägerstoffen gelöst sein.

3. Zitrusdüfte sind ein Spezialfall, der in der Biochemie begründet liegt. Die sehr flüchtigen und leichten chemischen Verbindungen (Monoterpene) der Zitrusdüfte können im heißen Badewasser aufbrechen, wodurch dann Säuren entstehen, die wiederum die Haut reizen können. Es piekst und fühlt sich an wie kleine Nadelstiche. In so einem Fall sollte man sofort das Badewasser auslassen und sich gut abduschen.

Wer nicht auf Zitrusdüfte im Badewasser verzichten will, sollte den Zitrusduft zuerst mit anderen chemisch stabilen Düften und dann gut (!) mit dem Emulgator mischen. Auf diese Weise werden die sensiblen chemischen Strukturen in ein größeres Molekülnetz eingebettet.

Eine gute (Bade-) Partie ist die Bergamotte, da sie zu 50% aus den deutlich stabileren Estern besteht.

4. Die Dosierung sollte 10 Tropfen ätherisches Öl pro Vollbad nicht überschreiten, in der Regel reichen 4-7 Tropfen vollkommen aus, manchmal reicht schon ein einziger Tropfen wie z.B. bei der Rose. Weniger ist mehr!

5. Die Temperatur des Badewassers sollte 38 Grad betragen, Badedauer 15-20 Minuten.

6. Die Aromamischung in das eingelaufene Badewasser geben.

7. Bei einigen Mischungen kommt der Kreislauf ziemlich in Schwung ähnlich wie im Thermalbad. Von daher sollte man frühzeitig aus dem Bad steigen, wenn man das Gefühl hat, dass es „reicht“.

8. Nach dem Baden sollte man noch 10-15 Minuten unter einer warmen Decke nachruhen, vor allem wenn man eine Mischung zur Stärkung des Immunsystems bzw. gegen Erkältung verwendet hat.

Winterliche Aromarezepte für die Badewanne

Nachdem wir nun die Pflicht hinter uns haben, folgt nun die Kür. Hier kommen also meine liebsten Aroma-Rezepte für winterliche Badefreuden und natürlich habe ich sie alle vorher probegebadet.

Pflegende Grundmischung für Aromabäder

3 EL pflanzliches Öl
4-7 Tropfen ätherische Öle
250 ml fette Milch, Sahne oder Kokosmilch
 

Zuerst das pflanzliche Öl in einer Tasse mit den ätherischen Ölen gut mischen, dann die Milch/Sahne/Kokosmilch dazu geben und nochmals gut mischen.

Fettfreie Grundmischung für Aromabäder

300 g Meersalz
4-7 Tropfen  ätherische Öle
 

Die Hälfte des Meersalzes in ein großes Schraubglas geben, die ätherischen Öle hinzugeben. Dann den Deckel wieder aufschrauben und gut schütteln. Im Anschluss den Rest des Meersalzes dazu geben und nochmals gut schütteln.

Badesalze sind am besten, wenn man sie vor der Verwendung 1-2 Wochen durchziehen lässt. Das Badesalz kann entweder mit Lebensmittelfarbe eingefärbt oder mit Kräutern und Blüten optisch aufgepeppt werden.

 
 

Gesang der Meerjungfrauen                        Rescue Team 

[zum Abtauchen ins Traumland]                    [stärkt das Immunsystem]

3 EL Mandelöl, bio                                                   4 EL Honig, bio
200 ml Milch, bio oder Kokosmilch                   200 ml Milch, bio
3 Tr. Ylang Ylang komplett                                 100 g grobes Meersalz
2 Tr. Vanille                                                             4 Tr. Palmarosa
2 Tr. Mandarine rot                                               3 Tr. Ingwer                                  
                                              
 

Kokon-Nebel                                                        Tempelglocke

[schenkt Geborgenheit]                                       [für innere Ruhe]

3 EL Mandelöl, bio                                                   100 g grobes Meersalz
200 ml Sahne, bio                                                  500 ml Reiswasser*
2 EL brauner Zucker                                              3 Tr.  Zeder
3 Tr. Tonkabohne                                                  3 Tr.  Sandelholz
3 Tr. Vanille                                                             3 Tr.  Bergamotte
2 Tr. Benzoe Siam
 
 * 50 g Reis für 30 Min. in kaltem Wasser quellen lassen, dann abseihen
                                                                                   

Demeter Bad                                                        Manche mögen’s heiß

[für Erdverbundenheit]                                        [Wärmespender]

5 EL Mohnöl                                                              200 g grobes Meersalz
5 EL Weizenkeimöl                                                   5 EL gutes Olivenöl
5 EL Honig, bio                                                         2 Tr. Kardamom
2 Tropfen Myrrhe                                                    2 Tr. Pfeffer schwarz
3 Tr. Lavendel (Berg-)                                            2 Tr. Ingwer
1 Tr. Vetiver                                                              2 Tr. Petit Grain         
 

Das Aroma Journal wünscht gute Erholung in Neptuns Reich!

Vielen Dank an Petra Jeckle, deren tolle Meerjungfrau ich für diesen Eintrag mit freundlicher Genehmigung abbilden durfte.

Weitere Infos zur Künstlerin  http://www.petra-jeckle.de

                                                  
                                                                                          
                                          
 
 
 
 

Everybody’s Darling – Orange

19 Nov

Den Duft der Orange könnte ich stundenlang inhalieren und da bin ich sicher nicht die Einzige. Die Dufterfahrung ist auffordernd, warm, fruchtig, wie flüssiger Sonnenschein, jedoch von kurzer Dauer.

Kein anderer Duft stößt auf so große Akzeptanz. Die Orange ist Everybody’s Darling.

Kein Wunder, denn der Orangenduft transportiert ein elementares Lebensgefühl, hinter dem wohl alle her sind und für das Unternehmen bereit sind, Milliarden von Euro  für Werbung auszugeben.

Mit einer großen Welle aus Glücksgefühlen den Lebenshunger stillen, die Sehnsucht nach Wohlbefinden erfüllen, die schönen Dinge im Leben genießen und für einen kurzen Zeitraum alles, was nicht in das Positiv-Konzept der Orange passt, integral aus dem Bewusstsein löschen.

Viel Lachen,  die Sonne im Herzen, mal ausgelassen, mal innerlich glühend vor Genuss. Das Leben ist jetzt, es ist ein riesen Fest, also stürze ich mich hinein!

Die primären Themen der Orange sind die Lebensfreude, der Lebensgenuss, der Optimismus und die Lebenslust sowie die Süße des Lebens. Das Motto der Orange könnte lauten „Lebe lieber…“

Eigentlich ist es alles ganz einfach: Man freut sich im gegenwärtigen Augenblick, dass es ihn gibt, genießt ihn in vollen Zügen, man liebt sich selbst, man liebt die Liebsten, man liebt das Leben und hat Lust darauf, schöne Dinge zu erleben. Und all das geschieht ganz natürlich aus dem eigenen tiefsten Wesenskern heraus.

Und wenn nicht? Was wenn es nicht so recht gelingt, dieses Lebensgefühl zu empfinden, wenn es schwer fällt,  sich etwas zu gönnen oder man es nicht erträgt, dass Glücksmomente flüchtig sind wie die Düfte selbst? Was wenn die Lebensumstände einen gerade so überhaupt nicht zum Lachen bringen?

Für jemanden, der ständig mit Sorgen beschäftigt ist oder langfristig mit einer schwierigen Lebenssituation konfrontiert ist, kann der Orangenduft für ein paar Stunden eine Oase der guten Laune schaffen und den Betreffenden mit der sonnigen Smiley-Energie versorgen und voll aufladen.

Stark belastete oder trauernde Menschen kann der Orangenduft mit seiner guten Laune auch irritieren, da sie den Duft als unangemessen fröhlich für ihre individuelle Situation empfinden.

Die Grundenergie der Orange ist rund, gebend, füllend, strömend und aufrichtig gut. Sie nimmt nichts weg und löst auch die vorhandenen Probleme nicht. Es geht hier weniger um Trost oder Fürsorge, sondern mehr um das archaische, frühkindliche Schema der unmittelbaren Befriedigung von Bedürfnissen und um das Stillen von Lebenshunger und Sehnsucht.

Schnell geschieht es, dass materielle Platzhalter die eigenen Glückslücken auffüllen. Hier kann die Orange behilflich sein, das akute Verlangen zu besänftigen und die bittere Not des „Ich-will-haben“ (Craving) zu lindern.

Durch den Duft werden aber auch die Grundvoraussetzungen für einen liebevollen Umgang mit sich selbst geschaffen. Die Orange stärkt das Gefühl für sich selbst und den eigenen Körper und harmonisiert den Selbstwert und die Genussfähigkeit eines Menschen.

Die Orange ist der Inbegriff der positiven Schwingung und ist für jedes Gemüt ein Zugewinn. Sie öffnet ein Zeitfenster der Sorglosigkeit von einigen Stunden, ob zur Rehabilitation oder zum Akku-Auladen – man bekommt immer etwas geschenkt.

Affirmation: „Sing und schwing das Bein, lass die Sorgen Sorgen sein!“

Duft: Citrus sinensis, Italien

Verwendeter Pflanzenteil: Schalen

Gewinnung: Kaltpressung

Aromarezepte für die Sauna

10 Nov

Rosmarin Peeling & Neroli-Hydrolat-Eiswürfel

Wie im vorigen Beitrag über Sauna und Düfte angekündigt, kommen hier nun die passenden Aroma-Rezepte.

Mit einfachen Mitteln lassen sich hochwertige und gleichzeitig günstige Duftkreationen aus natürlichen Zutaten im Handumdrehen selbst herstellen.

Sauna-Aufgüsse

Hier zunächst nochmals das Grundrezept:

Geben Sie auf 1 Liter Quellwasser 6-8 Tropfen ätherisches Öl. Fertig.

Da sich ätherische Öle nicht mit Wasser mischen, sollte unmittelbar vor dem Aufguss die Mischung mit der Schöpfkelle gut verwirbelt werden, damit sich die ätherischen Öle gut verteilen.

Aroma-Mischungen für Saunaaufgüsse (Angaben jeweils für 1 Liter)

Happy Day: 4 Tropfen Orange, 2 Tropfen Grapefruit, 2 Tropfen Bergamotte

Detox: 4 Tropfen Zitrone, 2 Tropfen Wacholderbeere, 2 Tropfen Rosmarin verbenon

Topfit: 4 Tropfen Zitrone, 2 Tropfen Thymian linalool, 2 Tropfen Palmarosa

Atem-aktiv 1: 4 Tropfen Rosmarin cineol, 2 Tropfen Pfefferminze, 2 Tropfen Eukalyptus radiata

Atem-aktiv 2: 4 Tropfen Weißtanne, 4 Tropfen Waldkiefer

Relax 1: 6 Tropfen Lavendel extra, 2 Tropfen Sandelholz

Relax 2: 4 Tropfen Bergamotte, 2 Tropfen Muskatellersalbei  2 Tropfen Sandelholz

Sorgenfrei: 4 Tropfen Zitronenmyrte, 4 Tropfen Basilikum

Wem die Duftkonzentration zu gering ist, kann die Tropfenanzahl entsprechend der Gewichtungen in den Rezepturen auf bis zu 12 Tropfen je Liter erhöhen. Man sollte aber bedenken, dass sich die Düfte erst beim Verdampfen in der Sauna zu  ihrer vollen Intensität entfalten. Also lieber erst einmal mit geringerer Tropfenanzahl ausprobieren und die maximale Tropfenanzahl nicht überschreiten.

Warnhinweis: niemals das ätherische Öl pur in konzentrierter Form aus dem Fläschchen auf die heißen Steine träufeln, da ätherische Öle entzündlich sind und somit Brandgefahr besteht.

Aroma-Honig-Aufguss

Eine sehr schöne hautpflegende und  immunstärkende Anwendung ist das Aufbringen von Honig auf die Haut und zwar nachdem der Körper bereits ins Schwitzen gekommen ist. Durch die Wärme verflüssigt sich der Honig und kann in die Haut einziehen. Honig wirkt zudem entzündungshemmend und nährend und macht die Haut samtweich.

Da Honig ein hervorragender Trägerstoff für ätherische Öle ist, kann der Honig vor der Anwendung mit Einzeldüften oder Duftmischungen  aromatisiert werden. Im Vorfeld lassen sich auch verschiedene Honige zubereiten. Man kann übrigens auch Duftkräuter in Honig einlegen und mehrere Wochen ziehen lassen. Hierfür eignen sich z.B. Thymian und Lavendel sehr gut. Vor der ersten Anwendung sollten die Kräuter dann entnommen werden.

Rezept für eine Honig-Einreibung

Zubereitung: Hierzu gibt man 1-2 Tropfen ätherisches Öl auf einen Esslöffel Honig. Zur Hautpflege eignen sich z.B. gut Lavendel, Orange, Vetiver, Zeder, Sandelholz, Rosengeranie, Palmarosa, Ylang Ylang, Jasmin oder Neroli.

Anwendung: Nach dem Vorschwitzen oder nach dem ersten Aufguss auf die Haut auftragen. Nach dem Saunagang gut abduschen.

Hydrolat-Eis-Aufguss

Beim Eis-Aufguss werden dem Aufgusswasser Eiswürfel beigefügt. Außerdem werden dazu Eiswürfel zum Einreiben und Lutschen verteilt. Auch hier gibt es eine raffinierte Aroma-Variante:

Die Eiswürfel können anstatt aus Wasser aus duftenden Hydrolaten hergestellt werden. Beim Schmelzen verbreitet sich dann ein angenehmer Duft. Hier bieten sich die herrlichen Hydrolate von Rose, Neroli und Pfefferminze an. Die Hydrolate können auch verzehrt werden, jedoch schmecken die meisten Hydrolate lange nicht so gut wie sie riechen.

Rosmarin-Peeling (siehe Bild)

Ein herrlich belebendes und gleichzeitig pflegendes Peeling, ideal für den Abschluss eines Saunatages. Rosmarin macht wach, fördert die Durchblutung und macht den Kopf klar und frei.

Für eine Anwendung:

2 EL grobes Meersalz
2 EL brauner Zucker
2 EL getrocknete Rosmarinnadeln, zerkleinert (optional)
3 EL gutes Olivenöl
5 Tropfen Rosmarin cineol
1 Schraubglas, ca. 50 ml
 

Zubereitung: das Olivenöl in das Schraubglas geben, dann das ätherische Öl hinzufügen, dann die restlichen Zutaten untermischen und gut verrühren.

Anwendung: die Peelingmischung auf die feuchte Haut auftragen und den Körper von den Füßen aufwärts einreiben. Hierbei können einige der Salzkristalle auf den Boden fallen. Nach kurzer Einwirkzeit wird die Peelingmischung wieder abgeduscht. Vom Olivenöl bleibt ein Gefühl „wie eingecremt“ auf der Haut zurück.

Auch hier sind der Phantasie natürlich keine Grenzen gesetzt das Rezept mit anderen Düften und Kräutern herzustellen. Ich mag auch gerne die Mischung Limette-Basilikum, Mandarine-Lavendel oder Grapefruit-Zeder.

Viel Freude beim Ausprobieren wünscht das Aroma Journal!

Die Kraft des Kindes – Mandarine rot

25 Aug

Der Duft der Mandarine stimmt heiter, bisweilen übermütig und öffnet die Wahrnehmung für die großen Freuden an kleinen Dingen. Sie verkörpert die Kraft des Kindes.

Kinder haben ein reines Herz, sie sagen die Wahrheit, sind ganz sie selbst und können aus sich selbst heraus glücklich sein.

Sie können mühelos ihre Bedürfnisse und Befindlichkeiten erkennen, haben einen engen Kontakt zu ihrer Innenwelt und schöpfen reichlich aus ihrer Phantasie.

All dies macht das Leben eines Kindes unbeschwert, frei und aufrichtig und somit in höchstem Grade lebenswert. (Vorausgesetzt dem Kind wurde die Möglichkeit der freien Entfaltung im Elternhaus gegeben.)

Ein Ball, ein Eis an einem heißen Sommertag, im Schwimmbad die Wasserrutsche hinunter sausen und dann noch ein Eis, weil das erste so gut geschmeckt hat. La dolce Vita muss nicht viel kosten sondern ist mehr eine Frage der Zufriedenheit und Glückseligkeit im Augenblick.

Dieses Gefühl vermittelt die Mandarine, das unbeschwerte Leben in vollen Zügen genießen. Keine Verantwortung, keine Verpflichtung, keine Konflikte.

Trotz aller Heiterkeit hat der Duft der Mandarine auch eine ganz stille und beschauliche Seite. Sie kann auch eine sehr tiefe Entspannung herbei führen, die Aufmerksamkeit ganz zum inneren Kern lenken und einem das Gefühl vermitteln, dass alles gut ist wie es ist. Sie verbindet mit der Kraft des inneren Kindes, das in jedem Menschen wohnt.

Möglicherweise hat sich dieses Kind Dinge getraut oder gekonnt, derer man heute gar nicht mehr fähig zu sein scheint. Da tut es gut, sich zu erinnern, dass vieles nicht so kompliziert ist wie man vielleicht glaubt, sondern viel einfacher.

Im Ernst des Lebens, in einem Leben mit vollem Terminkalender, Meetings, Machtkämpfen um den ersten Platz, Verantwortung für sich und andere tut es bisweilen gut, sich die Kraft des Kindes zunutze zu machen. Eine Stunde voller Heiterkeit oder tiefer innerer Angstlosigkeit kann manchmal Wunder wirken.

Mandarine rot zaubert aus ihrem Hut das unangefochtene Selbstwertgefühl kindlicher Naivität gepaart mit dem Glauben, dass es auf der Welt nur Gutes gibt. Dieser Duft ist wie Urlaub!

Affirmation: „Ich blicke mit den Augen meines inneren Kindes in die Welt!“

Duft: Citrus reticulata, Italien

Verwendeter Pflanzenteil: Schale

Gewinnung: Kaltpressung

Der Seidenkokon – Benzoe Siam

22 Aug

Dieser Duft riecht wie ein Versprechen nach einem flauschig weichen Kokon aus Samt und Seide, nach einem Gefühl der Geborgen-heit, die aus einhüllender Weichheit besteht.

Genauer gesagt geht es um die weiche, sanfte Berührung und Zärtlichkeit, um das Gefühl der Zartheit wenn hauchdünner Stoff oder Fingerspitzen über nackte Haut gleiten.

Im weiteren Sinne geht es um Berührung, die nur zusammen mit aufrichtiger Zuneigung und Vertrauen ihre spezielle einzigartig zarte Qualität erlangt.

Nur wer vertraut, kann innerlich berührt werden. Nur wer aufrichtig ist, kann andere wirklich berühren.

Was für ein herrliches Gefühl, wenn in einem gemütlichen, liebevollen Zuhause, ein großen Sofa, ein Turm kuscheliger Decken  und unzählige Kissen auf einen warten.  Man muss nur noch Anlauf nehmen und hineinspringen, sich einkuscheln und das süße Gefühl der weich gebetteten Entspannung genießen. Dies ist in etwa mein inneres Bild für den Duft von Benzoe Siam. Es ist der Duft nach süßem Gebäck eines Sonntagnachmittags.

Auf zuversichtliche Weise fühlt man sich bewahrt und gehalten von abertausenden hauchdünnen Fäden, die zu einem rosa-lila Kokon verwoben sind. In Zärtlichkeit gehüllt, die feinen zarten Fäden, sie scheinen unverwüstlich.

Benzoe Siam weist auf die tiefe Sehnsucht nach Zärtlichkeit, Gehalten sein, Urvertrauen und inniger, aufrichtiger Nähe hin. Das Gefühl, durch zärtlichen Kontakt innerlich berührt zu werden ist ein tiefes menschliches Bedürfnis, ein Lebenselixier der kleinen Gesten der Menschlichkeit. Dies kann eine Umarmung, ein liebevoller Blick, Streicheln, Kuscheln oder im Arm halten sein.

Benzoe Siam lehrt Berührung als Kommunikationsmittel für sich (wieder neu) zu entdecken, sich bewusst der körperlichen Geste und Zeichensprache zu bedienen und Zartheit,Sanftheit, Zärtlichkeit und Fingerspitzengefühl für sich und seine Liebsten in das Leben einzuladen.

Affirmation: „Ich lade die Zärtlichkeit in mein Leben ein!“

Duft: Styrax tonkinensis, Laos

Verwendeter Pflanzenteil: Harz

Gewinnung: Alkoholextraktion

Flower Power – Ylang Ylang komplett

31 Jul

Dieser Duft besitzt eine charakter-istische Süße, die nicht zerfließt oder sich sofort im Raum verströmt, sondern kompakt und zielgerichtet ins Körperinnere bis tief in den Unterleib und  in den Hüftbereich auf Höhe des Sakralchakras geleitet wird.

Wie auf Knopfdruck setzt eine tiefe körperliche Entspannung ein, meine Augenlider werden schwer und meine Aufmerksamkeit wird sirenenhaft durch den Ruf des Duftes nach unten gezogen.

Ganz erfüllt vom Duft der Blume der Blumen spüre ich wie sich inmitten meiner tranceartigen Entspannung ein bunter Wirbel langsam und rhythmisch zu drehen beginnt. Während mein analytisches Bewusstsein ausgeschaltet ist, sammelt sich die Blütenkraft und dreht sich im bunten Reigen schneller bis sich ein Rad aus orangen, roten, rosa und lila Blüten daraus formt, um kurz darauf wieder zu einem großen bunten Blütenstrom zu verschmelzen.

Für einen Moment ist die Kraft dieser wunderbaren Blüte auf dem Höhepunkt ihrer Existenz spürbar, erfüllt mit der Kraft der charismatischen, strahlenden Schönheit. Das intensive Erleben des Erblühens ist ein einzigartiger Genuss.

Es ist so als stünde man im Zentrum der Blüte und würde sich mit jedem Blätterschlag der aufgehenden Blüte mit weit ausgebreiteten Armen vergnügt  im Kreis drehen.

Es ist deutlich spürbar, dass der Duft von Ylang Ylang versucht, eine freie Entfaltung der Emotionen zu gewährleisten und den Weg vom Herzen nach außen so weit wie möglich zu verkürzen. Die ganze Ausstrahlung wird weich, anziehend und farbenfroh.

Dies ist ein wunderbarer Duft zum Runterkommen und Relaxen, zum Beispiel nach einem Tag voller Missgeschicke, nach dem Empfang einer schlechten Nachricht oder wenn einen einmal die ganze Welt gern haben kann!

Die Kraft dieses Duftes verwandelt die Innenwelt im Nu in ein Meer aus Blüten und  dient so als Anti-Blockiersystem für innere und äußere Stressoren.

Wer sich auf einer tieferen Ebene auf den Duft einlassen möchte, kann den eigenen Bezug zu Themen wie Selbstentfaltung, Charisma, Phantasie, Leidenschaft und das freie Fließen der Emotionen erforschen.

Affirmation: „Ich entfalte mich zu voller Blüte!“

Duft: Cananga odorata, Madagaskar

Verwendeter Pflanzenteil: Blüten

Gewinnung: Destillation

Miss Mille Fiori – Jasmin sambac

7 Jun

Sie ist eine jener Duftpersönlichkeiten, die es versteht, die Sinne mit ihrer narkotischen Süßigkeit zu benebeln. In ihrer Art, zum Entspannen, zum Loslassen, zum Genuss zu verführen, ist sie unvergleichlich und unver-wechselbar.

Wer eben noch dachte, der Duft sei eigentlich ein wenig zu süß, wird dies bereits im nächsten Moment schon wieder vergessen haben und sich sogleich in den Augenblick der Wonne hineinstürzen.

Aber Achtung, Jasmin wirkt tief ein!

Der Duft fühlt sich im ersten Moment an wie ein Bett aus tausenden Blüten, wie ein fliegender Teppich, der sanft hin und her schaukelt. Man möchte sich einfach nur hineinlegen.

Doch die Blüten bilden ein intelligentes Netzwerk und ermitteln per Scan meinen Happiness-Quotienten. Ich habe den Eindruck, dass Wehmut und Schmerz aus dem emotionalen Körper ausgeschleust werden und durch die Süße der Blüten neutralisiert werden.

Dieser Duft birgt das Abenteuer, sich auf die Süße des Lebens und die Erfüllung der eigenen Sehnsüchte einzulassen. Oder sich auf die Suche zu begeben, worin die eigenen Sehnsüchte eigentlich bestehen.

Sehnsucht – man sucht das, wonach man sich sehnt. Und dafür braucht es eine intensive Verbindung mit der eigenen Gefühlswelt, eine Erschütterung der Gewohnheit, einen Weckruf der archaischen Kräfte, die irgendwo im Urgrund des menschlichen Seins darauf warten, freigesetzt zu werden. Da wo sich die tiefste Quelle des Glückes befindet, sitzt oft auch der tiefste Schmerz.

Wie herrlich, dass es diesen wogenden einladenden Blütenteppich gibt, der das ganze Sein mit seinen Höhen und Tiefen mit seinem Duft einhüllt.

Affirmation:  Ich werde vom Duft der Blüten getragen! Die Süße nimmt den Schmerz!

Duft: Jasminum sambac, Indien

Verwendeter Pflanzenteil: Blüte

Gewinnung: Hexanextraktion

Das Körperelixier – Champaca

19 Mai

Wahre Schönheit kommt von innen. Ein prominenter Satz, den man auch des Öfteren in den Hochglanz-Magazinen für Mode und Lifestyle findet. Auf der nächsten Seite kommt dann die Frühjahrskur, um die lästigen Pfunde für die Bikini-Mode auf der übernächsten Seite loszuwerden. Und ganz hinten bei den Kochrezepten mit dem Frankreich-Special kann man dann Petit Fours, Cannelés, Paris-Brests, Eclairs und andere Sauereien nachbacken, damit man für die Diät in der kommenden Ausgabe wieder ein paar Pfunde mehr auf den Hüften hat.

Die Kartographie des Körpers und die Vermessung diverser Umfänge hat zu einem entseelten und ferngesteuerten Körperbild samt gewinnbringender Vermarktung geführt. Im schlimmsten Fall wird der Körper als eine Hülle wahrgenommen, in der man eben steckt und die man eines Tages wieder verlassen wird. Der entseelte Körper als Einkaufstüte, in die man dann sein Selbstbild steckt? Muss nicht sein…

Mit dem Duft von Champaca erlebe ich eine besonders erfüllende Vitalität. Mein ganzer Körper fühlt sich mit einem Mal sehr lebendig und begehrenswert an. Man möchte sich gleich etwas Gutes tun und den Körper mit pflegenden, hoch energetischen Substanzen versorgen. Die innere Schönheit wird ganz deutlich als Leuchten und Strahlen spürbar und damit geht die selbstverständliche Akzeptanz und Aufmerksamkeit einher, die den Körper erst zu dem macht, was er ist – Wohnstatt und Tempel auf Erden, Erzeuger und Träger der Lebensenergie, die wir tagtäglich wieder ausgeben. Der Körper ist nicht getrennt vom eigenen Wesen sondern ein Teil der eigenen Identität.

Dieser Duft steht für ein selbstbestimmtes Körpergefühl. Der Fremdkörper wird zum Freundkörper egal in welchem Zustand sich der Körper gerade befinden mag. Und dieses „Sich-Selbst-Mögen“ ist die Grundvoraussetzung, sich mit dem eigenen Körper-Ich konstruktiv auseinanderzusetzen. Die Bedürfnisse des Körper-Ichs können gehört werden und somit kann Veränderung in einem liebevollen Prozess stattfinden. Der Körper gibt deutliche Zeichen, wenn er aus dem Gleichgewicht geraten ist und macht sogar konstruktive Vorschläge wie das Problem zu beheben ist.

Oft muss der Körper aber alle Lasten allein tragen. Von Kopf und Herz abgespaltene Gefühle, Erinnerungen, Gewohnheiten und Traumata können die Signale des Ungleichgewichts im Körper unterdrücken und dort ein zerstörerisches Eigenleben führen. Denn auch der Körper hat ein Gedächtnis.

Champaca ist eine Wohltat für alle, die mit ihrem Körper unzufrieden sind, die ihren Körper nicht gut wahrnehmen können oder die sich eine Körperrealität erschaffen haben, die sich vom natürlichen Körpergefühl entfernt hat.

Ganz tief im Inneren kennt jeder Mensch im Einklang mit Seele und Herz seinen individuellen idealen Körperzustand als Basis für die größtmögliche Lebensfreude, für Wohlbefinden und Zufriedenheit. Es ist  das freundliche, lächelnde und begehrenswerte Leuchten des Körpers, das wir Charisma nennen.

Affirmation: „Mein Körper – mein(e) Freund(in)!“

Duft: Michelia champaca, Indien

Verwendeter Pflanzenteil: Blüte

Gewinnung: Ölextraktion

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