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Mein Anti-Virus Programm – Sofortmaßnahmen mit ätherischen Ölen

25 Jan

lilasEs gibt Tage, da wacht man morgens auf und spürt so ein verdächtiges Kratzen im Hals, die Nase ist verstopft und der Kopf schmerzt. Mist, eine Erkältung ist am Kommen, mal wieder irgendwo angesteckt, ausgerechnet jetzt…

Erstaunlicherweise lässt sich eine Infektion in vielen Fällen noch recht gut mit ätherischen Ölen abwenden und am nächsten Tag ist alles wieder gut. Hierfür eignen sich ätherische Öle, die das Immunsystem pushen. Mit Hilfe der ätherischen Öle kann das Immunsystem dann wieder die Oberhand gewinnen und die Symptome verschwinden. So erkläre ich mir zumindest die Wirkung.

 In diesem Beitrag möchte ich mein Anti-Virus-Programm vorstellen, das mir schon oft sehr gut geholfen hat. Es gibt natürlich einige Düfte, die in Frage kommen.

Meine Favoriten sind Tulsi, Oregano, Thymian linalool & thymol, Palmarosa, Lavendel,  Zitrone, Rosmarin cineol, Kardamom, Angelikawurzel, Zimtrinde, Ingwer.

Folgenden Mischungen sind im Lauf der Zeit eher zufällig entstanden und ich habe persönlich sehr gute Erfahrungen damit gemacht.

Die erste Maßnahme ist die Inhalation von Thymian linalool und Zitrone. Hierzu gebe ich je 1 Tropfen auf ein Wattepad und atme den Duft tief ein. Mehrmals täglich.

Dann mische ich mir folgendes Öl, das sofort auf die Fußsohlen aufgetragen wird. Dies wiederhole ich noch 2-3 mal am Tag oder nach Gefühl auch öfter.

Push-up für das Immunsystem 

3 Tr. Tulsi
4 Tr. Thymian linalool
5 Tr. Zitrone
20 ml Mandelöl
 

Am Abend vor dem Schlafengehen nehme ich folgendes Aroma-Bad:

100g Meersalz
5 Tr. Palmarosa
3 Tr. Lavendel extra
2 Tr. Kardamom
 

Vor dem Schlafengehen reibe ich nochmals die Füße mit oben genannter Mischung ein.

Am nächsten Morgen sind die Symptome dann meistens weg. Natürlich klappt es nicht immer, aber öfter als man denkt.

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Durch das Feuer gehen – Aromatherapie bei Stress und Burnout

21 Sep

In der Sprache der Massai bedeutet Serengeti  „das endlose Land“.

Unter der heißen Sonne Afrikas brennen Jahr für Jahr ausgedehnte Lauffeuer die Vegetation der Savanne nieder, doch im Frühling blüht die Flora der Serengeti in üppiger Pracht wieder auf.

Das Element des Feuers ist auch im Menschen aktiv. Ständig erzeugen wir Wärme und Energie, wir „verbrennen“ Nahrung oder „brennen“ aus Leidenschaft, Begeisterung und Eifer. Auch die Stressreaktion mobilisiert kurzfristig große Energiereserven. Wenn diese nicht durch körperliche Betätigung verbraucht werden, verwandeln sie sich schnell vom Freund zum Feind.

Um den Energiespeicher wieder aufzufüllen ist das menschliche Ökosystem darauf ausgerichtet, ein Kräftegleichgewicht herzustellen. Auf Anspannung folgt Entspannung, auf Bewegung folgt Ruhe.

Wenn über einen langen Zeitraum mehr Energie verbrannt als aufgefrischt wird und der Wille die Bedürfnisse des Körpers dominiert, führt die anhaltende Anstrengung Schritt für Schritt in einen Zustand des Ungleichgewichts, der Erschöpfung und schließlich zum unkontrollierbaren Feuersturm – Burnout.

Mit Aromatherapie in die Balance zurückfinden 

Dufteindrücke werden über-wiegend unbewusst verarbeitet, ohne Verstand oder Willenskraft mit einzubeziehen.

Stattdessen werden neben dem emotionalen Erleben folgende physiologische Regelkreise des Körpers angesprochen:

  • Hormonausschüttung
  • Schlaf-Wachrhythmus
  • Blutdruck
  • Körpertemperatur

Aromatherapie dient der intuitiven Wiederherstellung der inneren Balance.

Das Feuer löschen – Aromatherapie bei Stress und Burnout

Körperliche und psychische Erschöpfung bauen sich über einen längeren Zeitraum auf, jedoch werden die Symptome mit der Zeit immer stärker und oft nicht rechtzeitig wahrgenommen. Körper und Psyche geben deutliche Signale, wenn sie Erholung brauchen.

Tun Sie es den Gräsern und Bäumen der Savanne gleich und füllen Sie rechtzeitig die unterirdischen Energiespeicher auf!

  • Bei Stress bieten sich entspannende, regenerierende, geistig beruhigende, entkrampfende, entzündungshemmende, entgiftende, zentrierende und stimmungsaufhellende Düfte an.
  • Bei Burnout helfen zusätzlich stark sedierende und erdende Düfte, die eine tiefgreifende Regeneration ermöglichen, in Kombination mit psychisch stark aufbauenden und emotional stabilisierenden Düften.

Nach einer ersten Erholungsphase kann dann langsam mit aktivierenden und motivierenden Düften gearbeitet und mit einer Neugestaltung der Lebensgewohnheiten begonnen werden. Burnout ist immer eine Aufforderung seine Sicht der Dinge, Lebensweise oder Gewohnheiten zu verändern.

Grundsätzlich braucht Heilung Zeit und Geduld. Die Stressregulierung mit Düften ist ein Prozess, an dessen Beginn der Wunsch nach Veränderung steht.  Mögliche Stationen auf dem Weg der Heilung könnten sein…

Ruhe finden und Regenerieren – Loslassen und Reinigen – Körper und Seele stärken – Gewohnheiten hinterfragen und ändern  – Neubeginn wagen

Am besten schlagen ätherische Öle an, wenn sie individuell für einen Menschen in seiner aktuellen Situation ausgesucht werden, denn die Auslöser für Stress und die individuellen Bedürfnisse können stark variieren. Entsprechend der gewünschten Wirkung müssen die ätherischen Öle immer neu gewählt  werden.

Überblick ätherischer Öle bei Stress und Burnout

  • (tiefen-)entspannend: Lavendel extra, Muskatellersalbei, Römische Kamille, Neroli, Ylang Ylang, Petit Grain Bigaradier, Rosengeranie
  • stark sedierend: Vetiver, Zeder, Narde, Jasmin, Vanille, Patchouli, Sandelholz, Weihrauch
  • geistig klärend/beruhigend: Zitrone, Grapefruit, Zypresse, Niauli, Eukalyptus
  • angstlösend: Basilikum, Kardamom, Rose, Jasmin, Bergamotte, Angelikawurzel, Zitronenmelisse
  • stimmungsaufhellend: Palmarosa, Orange, Rosengeranie, Grapefruit, Zitronenmyrte

Aroma-Rezepte:

Für Stress und Burnout ist der Abend eine sehr gute Zeit, um folgende Mischungen anzuwenden und zwar entweder als Fußmassage oder als Aromabad.

Sorgenfrei                                                       Tiefenentspannung

2 EL Mandelöl bio                                                              2 EL Mandelöl bio
1 Tr. Bergamotte                                                                1 Tr. Jasmin sambac
1 Tr. Lavendel extra                                                           1 Tr. Atlaszeder
1 Tr. Sandelholz                                                                 1 Tr. Vetiver
 

Regelmäßige Aroma-Massage bei einer/einem fachkundigen Aromatherapeut(in) können in relativ kurzer Zeit zu einer deutlichen Verbesserung der Lebensqualität beitragen!

Die Serengeti lebt

Das Element Feuer ist verzehrend aber auch reinigend. Die Asche auf dem Boden der Serengeti macht die Savanne zu einem fruchtbaren Land, sobald der Regen fällt. Das „endlose Land“ ist leere Weite und ein Raum des Neubeginns. Die Düfte sind zuverlässige Begleiter auf dem Weg in einen neuen Lebensabschnitt.

Ceridwen’s Kessel – echter Salbei

30 Mai

Windstille des Herzens gepaart mit großer Achtsamkeit und Vitalität der Gedanken lassen mich in eine heilsame Höhle eintreten. Dort hängt der große, geheimnisvoll blubbernde Kessel Ceridwen’s über dem Feuer.

Einer keltischen Sage nach braute Ceridwen in ihrem magischen Kessel einen Trank, der ihren Sohn zum weisesten aller Wesen machen sollte.

Das Bild des nährenden Kessels, der Weisheit, Inspiration und Nahrung für die Seele schenkt, wird durch das ätherische Salbeiöl sehr schön aufgegriffen.

Der Geist ist angeregt, jedoch nicht aufgeregt, das Herz schlägt gleichmäßig und ist deutlich in der Mitte des Brustkorbs wahrnehmbar. Gedanken, Herzschlag und Atmung bilden eine starke, zentrierende Achse, eine Allianz der wachen Ruhe.

Im Salbeiöl sehe ich eine reife Frauengestalt, eine Heilerin und eine gute, wenn auch strenge und konsequente Lehrerin. Sie verkörpert das alte alchemistische Prinzip Solve et coagula – löse und binde!

Darunter verstehe ich die Analyse, Trennung und Auflösung einer Eigenschaft und das anschließende Zusammenfügen der einzelnen Teile zugunsten eines besseren Ergebnisses.

Im Spiegel höchster Konzentration kommt es zu einem inneren Klärungs- und Reinigungsprozess und zu einem ehrlichen Blick auf das eigene Spiegelbild. Salbei lässt keine Selbsttäuschung zu. Was man bekommt, ist die Wahrheit über sich selbst.

Negative Seelenzustände werden gelöst und erlöst, positive Seelenzustände werden anerkannt und eingeladen zu bleiben. Mit diesem Reifungsprozess stellt sich ein autarkes Gefühl der Souveränität, Authentizität und der inneren Stärke ein.

Mit Salbei lernt man, von sich selbst zu lernen und die eigene Wahrheit, die wie alles im Universum  stetiger Veränderung unterworfen ist, immer wieder im eigenen Spiegelbild zu erkennen.

Salbei ist ein Duft wie ein Fels in der Brandung mit einer sehr starken Duftpersönlichkeit. Nur ein einziger Tropfen reicht für ein ganzes Königreich der Inspiration.

Es ist kein Duft für den Alltag, sondern eher für bestimmte Momente und Phasen der Veränderung und des Lernens, in denen es nötig ist, die eigene Identität zu stärken und sich selbst zu erkennen und wiederzufinden.

Ebenso hilft der Duft, alte Narben endgültig zu heilen und zu erkennen, dass  mit bestimmten (schmerzhaften) Lebenserfahrungen eine Einladung zur Veränderung oder Umkehr ausgesprochen wird.

Der einschränkende, klärende und reduzierende Effekt von Salbei kann wohltuenden Durchblick bei unkontrollierbaren Gedanken- und Gefühlswellen bringen.

Affirmation: „Ich trinke aus der Quelle innerer Weisheit!“

Duft: Salvia officinalis, Portugal

Verwendeter Pflanzenteil: Kraut

Gewinnung: Destillation

Hinweise:

Obwohl ich die Eigenschaften von Salvia officinalis sehr schätze, muss auch ich an dieser Stelle zur Achtsamkeit im Umgang mit dem Duft mahnen. Der sehr hohe Monoterpenketongehalt (überwiegend Thujon) regt die Nerventätigkeit stark an und ist für Epileptiker, Kinder und Schwangere tabu.

Sogar und gerade in einer sehr geringen Dosierung (0.5%) kann Salbei seine wohltuenden und erkenntnisfördernden Eigenschaften vollkommen entfalten. In dieser geringen Dosierung sind keine Nebenwirkungen für gesunde Erwachsene bekannt.

Die Warnhinweise sind natürlich berechtigt, trotzdem finde ich es schade, dass dieser wundervolle Duft aufgrund einer undifferenzierten Betrachtungsweise vielerorts gar nicht zur Anwendung kommt.

Die gelbe Schlange – Lemongrass

11 Mai

In Sieben-Meilen-Stiefeln der Ver-änderung in die Arme laufen und mit jedem Schritt den Wünschen näher kommen, die durch einen Mangel an Flexibilität oder durch eine Blockade aus unverdautem (psychosomati-schem) Material noch auf ihre Erfüllung warten lassen – das ist mein Gefühl mit Lemongrass.

Unbestritten besitzt dieser Duft einen Hang zur Provokation und prüft gerne, was sich unter der Oberfläche befindet.

Mit Vorliebe widmet sich Lemongrass dem Magen-Darm-Trakt und es ist nicht ungewöhnlich, dass einem hier und da etwas mulmig im Magen wird oder darüber hinaus…

Mit bemerkenswerter Radikalität spürt Lemongrass Ballast und Unverdautes im Verdauungssystem des Körpers, im Bindegewebe und in der Psyche auf, lockert bestehende Blockaden auf und befördert den ganzen Abfall über die Ausscheidungsfunktionen des Körpers nach draußen.

Während dieser Vorgänge, denen man sich nur schwer entziehen kann, wenn sie erst einmal in Gang gesetzt sind, kommt mit der Reinigung die Leichtigkeit und die Fähigkeit, sich in alle Richtungen geschmeidig bewegen zu können.

Ähnlich wie bei  Tulsi vor einiger Zeit tritt mit Lemongrass erstmalig wieder die Schlangengestalt in Erscheinung, diesmal als gelbe Schlange. Eine Schlange hat die Fähigkeit, enorm große Brocken in Rekordzeit zu verdauen, da sie ihre Beute komplett verschlingt. Zunächst bekommt die Schlange einen sogenannten Freßbuckel, der dann immer weiter verschwindet bis das Beutetier komplett durch Salzsäure zu Nahrungsbrei zersetzt wurde. Es handelt sich hier um eine Art Turbo-Verdauung, bei der sich Leber und Dünndarm bis auf das Dreifache vergrößern. ( Beitrag: Das Innenleben der Schlange, arte Archiv).

Die Schlange verkörpert die Kraft der Erneuerung und in diesem speziellen Fall die besondere Fähigkeit der Verarbeitung/Verdauung extrem großer Brocken in sehr kurzer Zeit. Ob man dies nun will oder muss, in beiden Fällen bedeutet dies eine durch Höchstleistung erreichte Veränderung.

Durch Zufall bin ich auf den Artikel über das „Innenleben der Schlange“ gestoßen und die Beschreibung der Schlangenverdauung ist sinnbildlich für das Erleben des Lemongrass-Duftes. Ich hätte dafür kein besseres Bild finden können.

Lemongrass arbeitet im Inneren, stößt Verkrustungen ab und deckt Themen und Wünsche auf, die unter der Oberfläche der bewussten Wahrnehmung liegen, wie etwa die eigenen Bewältigungsstrategien, die Leidensbereitschaft und die damit verbundenen Grenzen. Wie viel vertrage ich? Wie groß sind die Bissen, die ich verdauen kann?

Wenn sich bereits Unverdauliches im Inneren angesammelt hat, möge dies tatsächlich den körperlichen Stoffwechsel oder im übertragenen Sinne Erfahrungen, mit denen man nicht fertig geworden ist, betreffen, dann gibt Lemongrass die Initialzündung für eine tiefgreifende Bearbeitung, jedoch in Form einer extremen Verstoffwechselung, der man auch gewachsen sein muss!

Der kompromisslose Eingriff von Lemongras unterstützt radikale Entscheidungen, wenn diese zur Erhaltung der eigenen Gesundheit nötig sind und hilft, den Mut aufzubringen, Blockaden „in Salzsäure aufzulösen“ und sich an den resultierenden Veränderungen zu nähren und zu wachsen.

Affirmation: „Ich lasse tiefgreifende Veränderungen geschehen!“

Duft: Cymbopogon flexuosus, Nepal

Verwendeter Pflanzenteil: Kraut

Gewinnung: Destillation

Hüterin des Seelenkerns – Tuberose

20 Apr

Wenn sich die weißen Blüten der Nachthyazinthe öffnen, entströmt ihnen ein narkotischer, süßer und leicht würziger Duft mit einem Hauch von Zimt.

Die Tuberose agiert ähnlich wie Jasmin im Verborgenen, in der Nacht, im Urgrund der Seele. Mit ihr senkt sich der Schleier des narkotischen, tiefen Schlafes und geleitet die Seele durch die archaische Traumlandschaft – auch am Tag.

Mit Bestimmtheit dringt sie bis tief ins Innere vor bis an Orte, die man selbst nur selten besucht hat. Leise, geschmeidig, gleitend.

Über eine Woche hat der Duft der Tuberose Material aus meinen Seelentiefen geborgen und hat mir Zugang verschafft zu meinem emotionalen Gedächtnis. Sie hat eine Schleuse vom Herzen her geöffnet und verschiedene bedeutsame mit Herzblut vermischte Erinnerungen offenbart.

Im Beisein der Tuberose erinnert sich das Herz: gespeicherte Gefühle, die (noch immer) aus dem Unbewussten heraus das Leben im Hier und Jetzt zu beeinflussen wagen, werden aufgegriffen und gezeigt. Interessanterweise werden neben den größten Verlusten  und Enttäuschungen auch die größten Triumphe und Glücksmomente aus dem Seelenleben akquiriert. Die Süße neutralisiert die Bitterkeit!

Nach einigen Traumnächten mit Tuberose fühlt sich mein Unbewusstes plötzlich viel plastischer und vielschichtiger an. Es scheint als seien unter der normalen Traumlandschaft oder dem, was ich normalerweise als Unbewusstes wahrnehme, noch weitere, tiefere Schichten. Während ich tiefer sinke, glätten sich gleichzeitig die Wellen meiner emotionalen Seelenwelt, ein merkwürdiger Vorgang der Abstraktion setzt sich in Gang.

Es ist ein Schwellenbereich in mir, an dem die konkrete Wahrnehmung des Selbst ins Abstrakte übergeht, die Mündung, an der das Seelenschiff aufs offene Meer segelt, um in die unendliche Weite der Schöpfung einzutauchen.

Um mich herum wird es leer und leise, das ICH fühlt sich an wie eine kompakte pulsierende Kugel – mein Seelenkern. Dort spiegelt sich das eigene menschliche Sein in seiner hellsten und reinsten Form. Hüllenlos, bedingungslos, makellos, mühelos, unantastbar.

In den tiefsten Tiefen des Herzens glüht ein geheimer, ewiger Lebensfunke als Urform der eigenen Identität. Die Botschaft der Tuberose ist der Energieerhaltungssatz der Seele: alle Energie bleibt erhalten, nichts geht je verloren, alles wandelt sich und nimmt andere Formen an.

In der Duftlandschaft der Tuberose mag man sich verlieren, um sich am Ende wiederzufinden. Die als verloren geglaubten Splitter der Seele, können im neuem Gewand erkannt und wiedergefunden werden und das ist die zutiefst heilsame Erfahrung mit der Hüterin des Seelenkerns.

The pain of yesterday is the strength of today. Paulo Coelho

Affirmation: „Nichts geht je verloren, alles wandelt sich!“

Duft: Polianthes tuberosa, Indien

Verwendeter Pflanzenteil: Blüte

Gewinnung: Ölextraktion

Aller Sinne mächtig – Myrte türkisch

26 Mrz

Die fünf Sinne, Hans Makart

Um sich in der Umwelt zu orientieren und zurecht zu finden ist der Mensch von Natur aus mit Sinnesor-ganen und einem sehr feinen Spürsinn ausge-stattet.

Sehen, Hören, Tasten, Riechen und Schmecken sind bereits ein mehr als großzügiges Geschenk der Götter, aber damit nicht genug.

Zusätzlich verfügt der Mensch über Wärme- und Kälterezeptoren, Druck- und Schmerzrezeptoren, über den sogenannten Gleichgewichtssinn und über eine gewisse Tiefensensibilität, die zur Eigenwahrnehmung im Körperinneren dient. Rezeptoren in Gelenken, Muskeln und Sehnen geben Auskunft über die Stellung des Körpers im Raum, über die Spannkraft der Körpermuskulatur und  über die Bewegungsrichtung.

Zudem haben wir Menschen ein angeborenes System zur Produktion und Entschlüsselung von Affekten (Freude, Wut, Ekel, Furcht, Verachtung, Trauer und Überraschung), ein genaues Gefühl für Privatssphäre und neben unserem großen Gehirn im Kopf noch ein Bauchhirn, das Befindlichkeiten und die Energie, von der wir umgeben sind, wahrnimmt.

Bei all dieser sensorischen Luxus-Ausstattung frage ich mich, warum der moderne und zivilisierte Mensch seinen Sinnen oftmals nicht traut – sozusagen von Sinnen ist – und den Ratschlägen und Meinungen Dritter einen erheblich höheren Stellenwert beimisst und Manipulation und Einfluss von außen nicht nur duldet, sondern auch gut heißt.

Mit dem Duft der Myrte werde ich auf den Reichtum an Wahrnehmungen hingewiesen und wie von selbst fahren sich zahlreiche feine Antennen aus. Als multisensorisches Wesen bin ich nun in der Lage mit meinen fein getunten Sinneseindrücke zu jonglieren und damit ändert sich meine Wahrnehmung der Welt komplett.

Der Myrtenduft hält mir die Schönheit der Welt vor Augen, die Sonne scheint bis in unter die Haut und wärmt den Körper und alle seine Organe von innen.

Mühelos gelange ich vom Groben zum Feinen und die eigene Sensibilität für das Unsichtbare erwacht. Ich entdecke Klarheit und Reinheit in den Zwischenräumen des subtilen Raums meines Energiekörpers.

Die wohl größte Leistung des Myrtenduftes ist es, die hauchzarten Schleier verbrauchter Energie zu entfernen und so einem negativen Seelenzustand vorzubeugen.

Beinahe habe ich den Eindruck, den Regenbogen zu sehen noch ehe das Licht gebrochen ist. Die Myrte zelebriert das vielschichtige Feine, das Zwischen-Menschliche und alles, was zwischen den Zeilen steht, scheint plötzlich leicht wahrnehmbar.

Diese Dufterfahrung zergeht wie ein Mille-Feuille auf der Zunge.  Es geht um Fingerspitzengefühl und Spürsinn, um die intensive Wahrnehmung und das Sich-an-Situationen-herantasten.

Einerseits kommt es zu einer energetischen Reinigung und der damit verbundenen Klarheit, andererseits aber auch zu einer Fülle an schwingenden, leichten, weißen Erkenntnissen.

Die daraus resultierenden Gefühle von Reichtum, Intensivierung des Lebensgefühls, Urvertrauen in das eigene Urteil und die eigenen Wahrnehmungen führen zu innerer Heilung und einer gesteigerten Lust, die Welt mit all ihren subtilen Schwingungen erleben zu wollen.

Affirmation: „Ich bin aller Sinne mächtig!“ „Ich vertraue auf meine Wahrnehmung!“

Duft: Myrtus communis, Türkei

Verwendeter Pflanzenteil: Zweige

Gewinnung: Destillation

Heilerin der blauen Stunde – Schafgarbe

20 Mrz

Das tiefblaue Öl der Schafgarbe sieht aus wie ein Zauberelixier aus einer weit entfernten Galaxie, während der Geruch an den vertrauten Duft einer Wildkräuterwiese erinnert.

Der erste Dufteindruck ist sehr stark krautig und anhaltend. Erst nach einiger Zeit lässt der Aufforderungs-charakter nach und wird zunehmend sanfter und offener.

Ich folge dem Impuls, einen Tropfen des Öls in meine Handinnenfläche zu tropfen und entlang meiner Lebens-linien sickert der blaue Duft bis in die feinsten Falten meiner Handinnen-fläche ein bis sich schemenhaft eine Figur abzeichnet – eine archetypisch weibliche Erscheinung, eine blaue Göttin oder Schutzpatronin.

Auf jeden Fall ist diese in sich ruhende Duftpersönlichkeit respekteinflößend und hinterlässt einen sehr starken Eindruck. Aufgrund ihrer Souveränität und Unerschütterlichkeit wirkt sie beinahe überirdisch, wie eine Botschafterin aus göttlichen Sphären.

Der uralte Name für die Schafgarbe ist „Heil aller Schäden“, denn sie weiß wie man Wunden heilt. Bereits Achilles soll seine verletzte Ferse mit Schafgarbe versorgt haben. Ihm folgten abertausende Soldaten auf verschiedenen Schlachtfeldern dieser Erde nach und versorgten auch ihre Wunden mit dem blauen Öl.

Während die Schafgarbe einerseits den Verwundeten und Leidenden unter ihrem Schutzmantel Obdach gewährt, gibt es da noch eine andere, transformierende Kraft, die einen antreibt, auf die Suche zu gehen. Dies geschieht, sobald nach Verletzung und Niederschlag wieder die ersten Kräfte mobilisiert werden.

Trotz aller Güte und wohlwollender Versorgung ist die Schafgarbe eine weise Duftgöttin, die den Weg der Konfrontation sucht. Es kommt zu einer Gegenüberstellung mit den eigenen Grauzonen, mit Fehlern, die nicht gemacht werden wollten, mit Gefühlen, die nicht gelebt werden wollten und mit Lebensaufgaben, die nicht angenommen werden wollten.

Dieser blaue Duft ermöglicht den übermenschlichen Schritt über Schwellen hinweg und durch die Tore der Selbsterkenntnis hindurch zu gehen und den prüfenden Blick der Sphinx zu überstehen.

Veränderung kann nur durch die Wahrnehmung der inneren Stimme geschehen.

Die Schafgarbe scheint zu sagen: „Vergiss deine Ratschläge und Meinungen und die der anderen, blende das Getöse der wirren und zweifelnden Gedanken aus deinem Bewusstsein aus und werde achtsam für das leise Flüstern deiner inneren Stimme, die bereits seit Urzeiten den richtigen Weg kennt.“

Im Seelenleben gibt es die blaue Stunde, die Zeit der Dämmerung bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang, die Zeit, um das Licht des Neuen zu begrüßen oder sich in die Dunkelheit zu wagen.

Vor Anbruch dieser blauen Seelenstunde hat man meist selbst schon eine Ahnung, dass es Zeit ist, an sich zu arbeiten, sich auseinanderzusetzen und den eigenen Weg zum Urgrund fortzusetzen. Der Duft der Schafgarbe sorgt dafür, diese Veränderung als nährend und heilend zu erfahren!

Die heilende, weibliche und schützende Kraft spiegelt sich auch in der Marienverehrung (Schutzmantelmadonna) wieder. In vorchristlicher Zeit war Brigid die keltische Göttin des Herdfeuers, auch die Strahlende, die Helle oder die Streiterin. Anbei ein altes Gebet ihr zu Ehren:

Brigid vom Mantel, umgib uns.
Herrin der Lampe, beschütz uns.
Hüterin des Herdes, entzünde uns.
Unter dem Mantel vereine uns
und gib uns dem Gedächtnis wieder.
Mütter unserer Mütter, Vormütter stark,
führt mit eurer Hand die unsrige,
erinnert uns, das Herdfeuer zu entfachen,
es leuchtend hell zu halten, die Flamme zu hüten.
Eure Hände sind unsere, Tag und Nacht.
Brigids Mantel um uns
Brigids Gedächtnis in uns,
Brigids Schutz, uns vor Schaden zu bewahren,
vor Unwissenheit, vor Herzlosigkeit,
diesen Tag und diese Nacht,
vom Morgengrauen bis zum Dunkel,
vom Dunkel bis zum Morgengrauen.

Affirmation: „Ich setze meinen Seelenweg fort!“ „Ich durchschreite die Tore!“

Duft: Achillea millefolium

Verwendeter Pflanzenteil: Blüte

Gewinnung: Destillation

Fastenzeit – Detox Kur mit ätherischen Ölen

29 Feb

Fasten bedeutet Leben ohne Nahrung. Wer sich schon einmal auf dieses Abenteuer eingelassen hat, weiß, dass es beim Fasten nicht ums Abnehmen geht, sondern um einen Lösungsprozess, um Entgiftung und Reini-gung und um die Aus-einandersetzung mit sich selbst.

Durch das Überangebot an Nahrung nehmen wir häufig mehr zu uns als unser Körper eigentlich verarbeiten kann. Zudem gerät der Säure-Basen-Haushalt durch den Genuss von Nahrungsmitteln, die bei der Verdauung Säuren im Körper freisetzen, sowie durch Stress und mangelnde Bewegung schnell  ins Ungleichgewicht.

Die Folgen der Übersäuerung sind z.B. Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Muskelverspannungen, Bindegewebsschwäche oder empfindliche Haut.

Während des Fastens  dürfen die Leber, die Nieren, die Lungen, der Dickdarm und die Haut Urlaub machen. Mit der körperlichen Entgiftung geht meist auch ein psychischer Lösungsvorgang einher. Die durch das Fasten freigesetzte Energie kann dazu genutzt werden, die eigenen Gewohnheiten zu hinterfragen und zu neuen Ufern aufzubrechen.

Dr. Hellmut Lützner beschreibt das Fasten in seinem Buch „Wie neugeboren durch Fasten“ so:

  • Fasten ist eine naturgegebene Form menschlichen Lebens
  • Fasten bedeutet, dass der Organismus durch innere Ernährung und Eigensteuerung aus sich selbst leben kann
  • Fasten betrifft den ganzen Menschen, jede einzelne seiner Körperzellen, aber auch seine Seele und seinen Geist
  • Fasten ist ein starker Impuls, die eigene Lebensweise zu ändern, falls dies nötig ist

Die Anwendung ätherischer Öle während der Fastenzeit kann die Entgiftungsprozesse im Körper effektiv unterstützen und dabei helfen, den Körper von Stoffwechselprodukten zu befreien und den Kreislauf zu stabilisieren.

Außerdem können ätherische Öle psychisch kräftigend wirken, neuen Schwung geben und Veränderungsprozesse einleiten.  Auch in Meditation und Innenschau können Düfte interessante Einsichten zu Tage fördern.

Meine Detox-Düfte

Zitrone: klärend, tonisierend, mental strukturierend, unterstützt die Leberfunktion, Wachmacher, vermittelt ein Gefühl von Sauberkeit Die Kunst der Subtraktion – Zitrone

Grapefruit: verbindet mit dem eigenen Energiefluss, tonisierend, fördert die Fettverbrennung, belebend und aufmunternd Flow – Grapefruit

Koriander: unterstützt alle Stoffwechselvorgänge und leitet Gifte aus, stärkt die Verdauungsorgane  Detox Agent – Koriander

Rosmarin verbenon: unterstützt die Leberfunktion, kurbelt die Fettverbrennung an, wirkt blutreinigend, vitalisierend, ausgleichend, hilft das richtige Maß zu finden Die perfekte Welle – Rosmarin verbenon

Rosmarin cineol: atemstimulierend, entgiftet die Lunge, belebend, kreislaufanregend, hebt den Blutdruck, wachmachend, steigert das Durchhaltevermögen

Wacholder: durchblutungsfördernd, stabilisierend, unterstützt bei psychischer Bewältigung von Detox-Prozessen, Verarbeitung negativer Gefühlszustände Wächter der Nacht – Wacholder

Lavendel: hilft bei Unruhezuständen, Kopfschmerzen und bringt den Lymphfluss in Gang, unterstützt die Hautfunktion,  schlaffördernd und entspannend Blue Angel – Lavendel (Berg-)

Angelikawurzel: immunstärkend, blutreinigend, belebend, herzstärkend, durchblutungsfördernd, innerlich aufrichtend, angstlösend, psychisch stabilisierend Krieger des Lichts – Angelikawurzel

Bevor man sich für eine Fastenkur entscheidet, sollte man mit seinem Hausarzt Rücksprache halten, ob diese Methode für einen selbst geeignet ist. Außerdem ist es empfehlenswert, sich an einem strukturierten Leitfaden zu orientieren, da vor und nach dem eigentlichen Fasten Entlastungs- und Aufbautage und insgesamt eine gewisse Planung nötig ist.

Buchtipps:

Wie neugeboren durch Fasten, Dr. med. Hellmut Lützner

Säure-Basen-Balance, Prof. Dr. Jürgen Vormann

Das Säure-Basen-Kochbuch, Monika Lohmann

Fortsetzung folgt….Detox – Aroma-Rezepte für die Fastenzeit

Detox Agent – Koriander

17 Jan

Heiß und fettig – und davon viel zu viel. Ein schädlicher Einfluss hat dich erwischt, du hast einen Brocken zu verdauen, der dir schwer im Magen liegt. Es sind Dinge in dich hinein geraten, die dir übel zusetzen, sei es über die Nahrung oder  im zwischenmenschlichen Bereich, dann ist der Koriander genau der richtige Detox Partner.

Sein Motto ist nämlich ganz einfach und bodenständig. Ärmel hoch krempeln, raus mit der Sch…. und das am besten sofort.

Entgiftung tut immer gut und führt zur Leichtigkeit des Körpers und zur Freiheit des Geistes. Koriander leitet Gifte und Rückstände sehr effektiv auf allen Ebenen der menschlichen Existenz aus.

Vom Schwermetall, über die Bakterie bis hin zu Ekelgefühlen und biographischem Abfall: Koriander steckt sie alle in den Sack und setzt sie vor die Tür.

Der Korianderduft raubt nach neueren Ergebnissen selbst antibiotikaresistenten Bakterienstämmen den Atem und zerstört die Zellmembran der Bakterie, was schließlich im Handumdrehen zum Zelltod führt. Daher kommt das Korianderöl auch zur Ausleitung toxischer Keime bei Lebensmittelvergiftungen zur Anwendung.

Obwohl als sekundäre Wirkung der Geist klar wird und das Herz zentriert und leicht ist die große Stärke dieses Duftes die gründliche Reinigung des Körpers durch die Ausscheidung von Giftstoffen über den Darm und die Haut.

Koriander eignet sich hervorragend als Begleitung zu einer Ernährungsumstellung oder einer Fastenkur, da das ätherische Öl die Tätigkeit der Darmflora positiv unterstützt.

Koriander ist ein Verjüngungsmittel und unterstützt den Körper in allen seinen verdauenden und ausscheidenden Tätigkeiten. Wenn der Körper sich regenerieren und verjüngen kann, so führt dies zu mehr Vitalität, Tatkraft und Lebensfreude.

Müdigkeit, Niedergeschlagenheit, Schlafstörungen, Stimmungs-schwankungen oder Melancholie und Depressionen haben häufig einen überforderten, verschlackten Körper als Ursache, der nicht mehr mit dem Abbau von Toxinen fertig wird.

Mens sana in corpore sano.   Juvenal

(ein gesunder Geist in einem gesunden Körper)

Der Korianderduft lenkt die Aufmerksamkeit auf den Körper und die Arbeit, die er täglich für uns leistet. Wenn du dich durch den Koriander angezogen fühlst, ist es wahrscheinlich an der Zeit, den Körper durch bewusste Entgiftungsmaßnahmen zu entlasten.

Affirmation: „Ich werfe allen Ballast von Bord!“ „Mein Körper ist leicht und frei!“

Duft: Coriandrum sativum, Frankreich

Verwendeter Pflanzenteil: Samen

Gewinnung: Destillation

Antioxidantien in ätherischen Ölen

26 Sep

In den Mitochondrien, den Kraftwerken der menschlichen Zellen, enstehen bei der Zellatmung als Neben-produkt sogenannte reak-tive Sauerstoffspezies (reactive oxygen species ROS,).

Dies sind hochreaktive und für den Organismus schädliche Formen des Sauerstoffs. Als formal ungenaue Bezeichnung existiert auch der Begriff Sauerstoffradikale oder freie Radikale.

Diese werden vermehrt gebildet durch…

  • psychischen und körperlichen Stress
  • durch Entzündungen (um Viren und Bakterien zu schädigen)
  • UV-Strahlung
  • Bestrahlung
  • Umweltgifte
  • Zigarettenrauch
  • Übersäuerung (z.B. zu viel Fleisch oder Käse)

Durch Proteinoxidation und Lipidperoxidation entstehen Zellschädigungen, die eine Behinderung des Stoffwechsels nach sich ziehen.

Deshalb hält der Körper Stoffe bereit, um die ROS zu neutralisieren, nämlich die Antioxidantien. Diese Radikalfänger entgiften den Körper von Stoffwechselschlacken und garantieren das reibungslose Funktionieren der Zellen.

Wenn der Körper es nicht mehr schafft, alle reaktiven Sauerstoffspezies zu neutralisieren und somit die Prozesse der Zellschädigung nicht stoppen kann, spricht man von oxidativem Stress.

Ein Übermaß freier Sauerstoffspezies  beschleunigt Alterungsprozesse, begünstigt die Entwicklung von Herz-Kreislauferkrankungen, sowie neurodegenerativen Erkrankungen wie z.B. Morbus Parkinson.

Oxidativer Stress muss nicht unbedingt mit einer Krankheit enden, vermindert jedoch das Aktionspotenzial der Zellen, schwächt das Immunsystem und beschädigt Zellgewebe.

Außerdem wird oxidativer Stress als Mitauslöser für die Entstehung von Tumoren (z.B. Krebs), Arteriosklerose, koronarer Herzkrankheit und Diabetes mellitus 2 verantwortlich gemacht.

Während synthetische Antioxidantien nicht die gewünschte neutralisierende Wirkung entfalten, wird empfohlen, auf Antioxidantien aus natürlichen Quellen zurück zu greifen und diese über die Ernährung aufzunehmen. Dies sind z.B.  Vitamin C, Vitamin E, polyphenolische Antioxidantien (z.B. Wein, Kaffee, Kakao), Carnosol und Carnosolsäure als Inhaltsstoffe von Rosmarin und Salbei.

Auch in ätherischen Ölen sind eine Reihe hochwirksamer Antioxidantien enthalten, und zwar in deutlich höherer Konzentration als in Lebensmitteln.

Eugenol (Phenol): besitzt sehr starke antioxidative Eigenschaften, hemmt die Lipidperoxidation und wirkt so zellschützend, in ÄÖ von Nelke, Zimtblatt, Bay, Tulsi.

Carvacrol (Phenol): starke antioxidative Eigenschaften, hilft der Leber Toxine abzubauen, antikanzerös, in ÄÖ von Bergbohnenkraut, Oregano, Thymian carvacrol

Terpinen-4-ol (Alkohol): leitet programmierten Zelltod beschädigter Zellen ein (Apoptose), anti-kanzerös, in ÄÖ von Teebaum, Eukalyptus globulus.

γ-Terpinen (Terpen): unterbricht die Kettenreaktion der Lipidperoxidation und verzögert die späte Proteinoxidation, zellstabilisierend, schützend. In Zitrone, Limette, Mandarine, Koriandersamen, Majoran

Die chemischen Einzelkomponenten wirken immer synergistisch mit meist vielen anderen Bestandteilen in ätherischen Ölen zusammen. Inzwischen gibt es eine Vielzahl an Studien, die die Wirkung von Einzelkomponenten ätherischer Öle untersucht haben als auch ätherische Öle in ihrer Gesamtzusammensetzung. Dabei betonen die Autoren immer wieder, dass die größte Wirksamkeit immer dann erzielt wurde, wenn die Einzelkomponenten im ätherischen Öl in ihrem natürlichen Zustand belassen wurden.

Weil antioxidative Stoffe in unterschiedlicher Konzentration in allen ätherischen Ölen enthalten sind, verlängert die Beigabe ätherischer Öle zu fetten Ölen automatisch deren Haltbarkeit.

Zum Teebaumöl: Es enthält Komponenten starker Antioxidantien und neigt aufgrund seiner Reaktivität mit Sauerstoff bei unsachgemäßer Lagerung selbst zur Oxidation, d.h. die antioxidative Wirkung ist nur gegeben solange, das Teebaumöl frisch ist.

Quellen:

  1. Antioxidative Wirkungen, in Aromatherapie – Wirkprinzipien – Praxis, D. Wabner, Auszug
  2. Mögliche Wirkmechanismen für antientzündliche Wirkung, Artikel
  3. Antioxidative Eigenschaften etherischer Öle, Johanna Graßmann, Auszug
  4. Antioxidant activity of eugenol in vitro and in vivo. Artikel
  5. Cytotoxic effect of Carvacrol on human cervical cancer cells, Artikel
  6. Anticarcinogenic and antiplatelet effects of carvacrol, Artikel
  7. Antioxidant actions of thymol, carvacrol, 6-gingerol, zingerone and hydroxytyrosol, Abstract
  8. Evaluation of Antioxidant Activity of Australian Tea Tree (Melaleuca alternifolia) Oil and Its Components, Artikel
  9. Antioxidant properties of essential oils from lemon, grapefruit, coriander, clove, and their mixtures, Abstract
  10. Terpinen-4-ol Induces Apoptosis in Human Nonsmall Cell Lung Cancer In Vitro and In Vivo, Artikel
  11. Antioxidant activities of volatile components isolated from Eucalyptus species, Abstract
 
 
 
 
 
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