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Die Silberperlen Sensation – Wintergrün

15 Dez

Silberperlen ArtistWintergrün ist als Duft eigenartig, intensiv und expansiv und hat die Farbe Vintage-Rosa.

Seit einiger Zeit trage ich das Fläschchen in meiner Handtasche mit herum, in der Wintergrün dann ungefragt diverse Zeitschriften und andere Objekte dezent beduftet hat und überdies hinaus immer wieder aus der Tasche „heraus roch“. Und das alles bei geschlossenem Deckel.

Diese sehr gerade und zielstrebige Art auf sich aufmerksam zu machen, spiegelt sich auch in der körperlichen Wirkung wieder, die ich immer wieder ähnlich erlebt habe.

Einfach ausgedrückt nimmt Wintergrün den Schmerz, beseitigt Müdigkeit und Erschöpfung und lässt die Last, die man gerade zu tragen hat, irgendwie leichter erscheinen als zuvor. Oder umgekehrt lässt es erkennen, dass eine Last da war, die man selbst gar nicht so wahrgenommen hat. Schultern und Nacken waren tatsächlich auch die intuitiv gewählten Körperbereiche, die ich mit dem Wintergrünöl behandelt habe.

Wenn das Öl beginnt, durch die Hautschichten zu wandern, fühlt sich dies an wie kühles Silber.  Beim Hineinspüren in meinen Körper hatte ich den Eindruck von Silberperlen, die  langsam in geraden Bahnen kühlend und prickelnd durch die Schichten im Gewebe gleiten und eine prickelnde Gänsehaut- Sensation auslösen.

Es sind Mikroimpulse, die im Gewebe einiges in Bewegung bringen, die im ganz Kleinen verhärtete Strukturen aufbrechen und sich Platz machen, um weiter in die Tiefe zu gleiten. Die Silberperlen sind glatt und geschmeidig und sind von hellem Mondschein umgeben.

So fühlt sich also die berühmte schmerzlindernde Wirkung dieses Duftes an. Eine aufputschende Wirkung konnte ich persönlich nicht feststellen. Auch die Anwendung vor dem Einschlafen habe ich als sehr angenehm empfunden.

Wintergrün ist in meiner Wahrnehmung wie ein schattiger Platz in der Hitze des Hochsommers, wie ein Bad im sanften Licht des Mondes oder das Eintauchen in die Silberperlen-Sensation. Kraftvoll und sanftmütig zugleich.

Hinweis: Da das Öl sehr kühlend wirkt, ist es nichts für Leute, die schnell frieren. Auch bei  Salicylat-Unverträglichkeit unbedingt meiden. Obwohl die Pflanze Wintergrün heißt ist sie vielleicht eher etwas für den Sommer.

Affirmation: „Wohltuende Kühle durchströmt mich!“

Duft: Gaultheria fragrantissima

Verwendeter Pflanzenteil: Blätter

Gewinnung: Wasserdampfdestillation

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Feenstaub und Engelskuss – Neroli Hydrolat

29 Nov

Leicht, süß und engelhaft rieselt der feine Nebel aus Orangenblüten auf mich nieder.

Wenn Feenstaub einen Duft hätte, dann wäre es bestimmt dieser und sein Klang wäre hell, klar und sphärisch wie Glöckchen, eine Harfe oder ein Xylophon.

Neroli ist ein sehr tröstlicher, heller Duft, als Hydrolat ist es an wohlwollender, einhüllender Zärtlichkeit kaum zu übertreffen – wie der Kuss eines Engels.

Mit dem Einatmen des Duftes entstehen Bilder einer friedvollen Atmosphäre, ein glitzernder, funkelnder, leuchtender feiner Nebel, der einen umgibt – ein Kleid aus lichtdurchfluteter Luft.

Mit dem wohlriechenden Neroli-Hydrolat geht alles ein bisschen leichter und die Welt sieht ein bisschen heller aus.

Es fühlt sich an, als bekäme man aus dem feinen hellen Nichts eine Hand gereicht, man legt die seine hinein und für einen Moment ist man eingehüllt und tröstlich gehalten in frei schwebender Leichtigkeit.

Am Ende bleibt das Gefühl zurück, dass alles gut ist wie es ist. Sehr einfach, sehr hell, fröhlich und konsequent wohltätig.

Das Engelhafte an diesem Duft ist womöglich die Erkenntnis, dass die unsichtbare Hilfe, die schützende Hand und die wohlwollende Zärtlichkeit aus dem eigenen Selbst herausströmen, einfach so.

Zum Weiterlesen hier der Beitrag zum ätherischen Öl Neroli

Affirmation: „Alles ist gut!“

Duft: Citrus aurantium amara, Hydrolat

Verwendeter Pflanzenteil: Blüten

Gewinnung: Wasserdampfdestillation

Der Nomade – Wilde Pistazie

25 Okt

Wie einzelne Perlen reihen sich die Dufteindrücke aneinander, holzig, regennass, pfeffrig, würzig, herb und vieles wofür ich keinen Namen finde.

Den herben Duft tief durch die Nase einzuatmen, kostet etwas Mut, doch dann ist es auch schon geschehen.

Die Aufmerksamkeit richtet sich unmittelbar nach innen, so als würde ich in mich selbst hineinsehen. Der Blick nach außen ist durch einen feinen Schleier verhüllt.

Die Stirn ist angenehm kühl, meine Arme und Beine sind strömend warm, ebenso der Nacken und die Wangen. Wenig später spüre ich meinen Körper in wohlige Wärme gehüllt.

Ich spüre wie mein Körper beginnt, zu sortieren. Alles, was er nicht braucht, verliert seine Wichtigkeit und alles, was er braucht gewinnt an Bedeutung. Aufbruch, Leichtigkeit, Lösung.

Ein Nomade nimmt nie mehr mit als das, was er zum Leben braucht und ein paar Annehmlichkeiten, die das Herz erfreuen. Die Bedeutung der Dinge wandelt sich, wenn man alles mit sich herum tragen muss – immer.  Im Sinne dieses Duftes ist Loslassen etwas Schönes, eine Erleichterung.

Der Duft der wilden Pistazie bringt den Stein ins rollen und macht Lust auf Weniger, auf Freiraum, Leichtigkeit, Beweglichkeit. Reise mit leichtem Gepäck und offenen Armen.

Wenn die Anhäufung von Materie vom schönen Gefühl, etwas Kostbares zu besitzen in das erstickende Gefühl der Bedrängnis umschlägt, ist es Zeit Platz zu schaffen.

Dies ist der ideale Duft zum Aufbruch in einen neuen Lebensabschnitt, wenn man bewusst etwas hinter sich lassen, etwas verlieren, lösen oder loslassen möchte.

Vor allem empfinde ich den Duft der wilden Pistazie als eine Wohltat und Verjüngungskur für den Körper. Neben der entspannenden und lockernden Wirkung auf die Muskulatur („federleichte Arme“), wird der Kreislauf und der Lymphfluss angeregt. Die Sensibilität für den eigenen Körper und seine Bedürfnisse wird gesteigert. Der Körper kann sich regenerieren und darf sich von überflüssiger Materie trennen.

Die wilde Pistazie ist für mich ein nomadischer Duft. Die Nomaden finden immer wieder zur rechten Zeit am rechten Ort was sie zum Leben brauchen.

Affirmation:“Ich fühle mich leicht und frei!“

Duft: Pistacia lentiscus

Verwendeter Pflanzenteil: Zweige und Blätter

Gewinnung: Destillation

Regenbogenland – Frangipani

10 Jul

Mit Frangipani erstrahlt die normale  alltägliche Welt in einem wunderschönen und gleichzeitig subtilen Glanz. Es ist so, als würden sich die Parameter der Lichtbrechung mit einem Mal verändern.

Die Wahrnehmung der Welt ist durchzogen mit feinen Fäden aus Diamanten und Perlen, die funkeln, flimmern, brillieren, oszillieren.

Es ist einfach ein wunderschönes, erhebendes Gefühl sich im Raum der Imagination in dieses flirrende Netz aus bunt-leuchtenden, schillernden Fäden sinken zu lassen und gemeinsam mit dem Duft von Frangipani in das Regenbogenland einzutreten.

Wie kleine Windräder drehen sich die  Frangipaniblüten und erzeugen die energiegeladene, helle und glitzernde Atmosphäre, die sich wie ein feines, transparentes Netz über die Grautöne des Alltags legt.

Entgegen meiner Erwartung erlebe ich Frangipani als einen Duft, der trotz seiner flirrenden, leichten Energie  die eigenen Kräfte zentrierend zur Mitte hin spürbar macht. In der Leichtigkeit Stabilität finden, im Regenbogennetz aus gebrochenem Licht gehalten sein.

Was dumpf und grau war, wird lebendig, rhythmisch, glitzernd und bunt.  Frangipani leistet Hilfe zur Selbsthilfe, indem es den inneren Raum mit seinem inspirierenden Glanz erfüllt. Glamour pur für die Seele!

Die Angst vor der inneren Leere, vor dem Nichts und vor allem die Angst vor dem, was diese innere Leere ausfüllen könnte, wenn man sie nur zuließe, löst sich im Licht des Regenbogens auf. Damit ebnet Frangipani auch den Weg zu sich selbst und hilft, tiefe Entspannung  zuzulassen.

Alles, was blass, farblos, grau, ausgelaugt und kraftlos erscheint, findet zu rhythmischer Beweglichkeit zurück.

Die physikalische Wirklichkeit jenseits des Regenbogenlandes pulsiert. Dinge, die normalerweise stillstehen, vibrieren in einem so gleichmäßigen Rhythmus, dass der Eindruck von Stille und Ruhe entsteht.

Noch lange bleibt der Geruch von Frangipani auf meiner Haut. Und ebenso lange bleibt die Bewunderung für diese glitzernde, schillernde Kraft. Diese Eindrücke hallen in meinem Innenraum noch lange nach wie der Klang einer „duftenden“ Tempelglocke. Jetzt verstehe ich auch, warum Frangipani auch Tempelbaum genannt wird.

Affirmation: „Im Licht des Regenbogens bin ich hell und geborgen!““ Meine Welt erstrahlt in neuem Glanz!“

Duft: Plumeria acutifolia

Verwendeter Pflanzenteil: Blüte

Gewinnung: Alkoholextraktion

Die gelbe Schlange – Lemongrass

11 Mai

In Sieben-Meilen-Stiefeln der Ver-änderung in die Arme laufen und mit jedem Schritt den Wünschen näher kommen, die durch einen Mangel an Flexibilität oder durch eine Blockade aus unverdautem (psychosomati-schem) Material noch auf ihre Erfüllung warten lassen – das ist mein Gefühl mit Lemongrass.

Unbestritten besitzt dieser Duft einen Hang zur Provokation und prüft gerne, was sich unter der Oberfläche befindet.

Mit Vorliebe widmet sich Lemongrass dem Magen-Darm-Trakt und es ist nicht ungewöhnlich, dass einem hier und da etwas mulmig im Magen wird oder darüber hinaus…

Mit bemerkenswerter Radikalität spürt Lemongrass Ballast und Unverdautes im Verdauungssystem des Körpers, im Bindegewebe und in der Psyche auf, lockert bestehende Blockaden auf und befördert den ganzen Abfall über die Ausscheidungsfunktionen des Körpers nach draußen.

Während dieser Vorgänge, denen man sich nur schwer entziehen kann, wenn sie erst einmal in Gang gesetzt sind, kommt mit der Reinigung die Leichtigkeit und die Fähigkeit, sich in alle Richtungen geschmeidig bewegen zu können.

Ähnlich wie bei  Tulsi vor einiger Zeit tritt mit Lemongrass erstmalig wieder die Schlangengestalt in Erscheinung, diesmal als gelbe Schlange. Eine Schlange hat die Fähigkeit, enorm große Brocken in Rekordzeit zu verdauen, da sie ihre Beute komplett verschlingt. Zunächst bekommt die Schlange einen sogenannten Freßbuckel, der dann immer weiter verschwindet bis das Beutetier komplett durch Salzsäure zu Nahrungsbrei zersetzt wurde. Es handelt sich hier um eine Art Turbo-Verdauung, bei der sich Leber und Dünndarm bis auf das Dreifache vergrößern. ( Beitrag: Das Innenleben der Schlange, arte Archiv).

Die Schlange verkörpert die Kraft der Erneuerung und in diesem speziellen Fall die besondere Fähigkeit der Verarbeitung/Verdauung extrem großer Brocken in sehr kurzer Zeit. Ob man dies nun will oder muss, in beiden Fällen bedeutet dies eine durch Höchstleistung erreichte Veränderung.

Durch Zufall bin ich auf den Artikel über das „Innenleben der Schlange“ gestoßen und die Beschreibung der Schlangenverdauung ist sinnbildlich für das Erleben des Lemongrass-Duftes. Ich hätte dafür kein besseres Bild finden können.

Lemongrass arbeitet im Inneren, stößt Verkrustungen ab und deckt Themen und Wünsche auf, die unter der Oberfläche der bewussten Wahrnehmung liegen, wie etwa die eigenen Bewältigungsstrategien, die Leidensbereitschaft und die damit verbundenen Grenzen. Wie viel vertrage ich? Wie groß sind die Bissen, die ich verdauen kann?

Wenn sich bereits Unverdauliches im Inneren angesammelt hat, möge dies tatsächlich den körperlichen Stoffwechsel oder im übertragenen Sinne Erfahrungen, mit denen man nicht fertig geworden ist, betreffen, dann gibt Lemongrass die Initialzündung für eine tiefgreifende Bearbeitung, jedoch in Form einer extremen Verstoffwechselung, der man auch gewachsen sein muss!

Der kompromisslose Eingriff von Lemongras unterstützt radikale Entscheidungen, wenn diese zur Erhaltung der eigenen Gesundheit nötig sind und hilft, den Mut aufzubringen, Blockaden „in Salzsäure aufzulösen“ und sich an den resultierenden Veränderungen zu nähren und zu wachsen.

Affirmation: „Ich lasse tiefgreifende Veränderungen geschehen!“

Duft: Cymbopogon flexuosus, Nepal

Verwendeter Pflanzenteil: Kraut

Gewinnung: Destillation

Feuer und Eis – Pfefferminze

23 Apr

Wer dem Ruf der Pfefferminze folgt, befindet sich in einem Spannungsfeld irgendwo zwischen Feuer und Eis.

Die Pfefferminze kühlt den Kopf und wärmt den Bauch. Sie trägt die gegensätzlichen Energien von Hitze und Kälte in sich und vereint diese integrativ in ihrer Mitte. Die mühelose Bewegung zwischen den Extremen verbindet, was eigentlich nicht zu-sammen gehören will.

Die minzige Komponente des Duftes sorgt für eine gesteigerte Wachsamkeit und gleichzeitig für eine gewisse Entspanntheit der Gedanken und eignet sich daher bestens bei Ideenflaute, Kopfzerbrechen und krampfhaftem Festhalten an einer bestimmten Gedankenstruktur.

Mit dem Pfefferminzduft gelingt es, sich gedanklich frei zu machen und den Fluss der Gedanken an sich vorüber ziehen zu lassen. Die Reduktion der geistigen Anspannung wirkt wie eine Art Anti-Blockiersystem, falls die gedankliche Handbremse sich einfach nicht lösen will.

Im heiß-kalten Wechselbad der Gefühle ist man meist zwischen widersprüchlichen Gefühlen hin und her gerissen und konflikthafte Spannungen lassen sich nicht mehr vollständig abbauen. Im emotionalen Bereich agiert die Pfefferminze wie ein Blitzableiter und ist hervorragend für psychosomatische Symptome wie Spannungskopfschmerzen, Magenkrämpfe und Verdauungs-störungen geeignet. Ihr großes Verdienst ist es, die gesamte negative Anspannung auf sich zu ziehen und diese zu neutralisieren.

Die Pfefferminze ist ein Duft der Geistesgegenwart und verbindet einen kühlen Kopf mit einem warmen und wohligen Bauchgefühl. Daher eignet sich der Duft auch sehr gut um in Extremsituationen angemessen zu reagieren und die Sinne beisammen zu halten, sowie bei Ohnmacht wieder das Bewusstsein zu erlangen.

Die Pfefferminze breitet sich sehr gerne in ihrem Wachstum aus. Durch unterirdische Wurzelausläufer sucht sie im Verborgenem immer wieder nach neuen Wegen, um im Leben weiter zu kommen. Frohen Mutes die Fühler auszustrecken und sich in alle Richtungen vorzutasten begünstigt die persönliche Entwicklung und ist zugleich Quelle der Inspiration.

Gegensätze und Widersprüchliches können auf einer höheren Ebene als Aufgaben verstanden werden, die es zu lösen gilt. Die Steine, die auf meinem Lebensweg liegen, sind schließlich dazu da, etwas aufzubauen!

Affirmation: „Alle Anspannung fällt von mir ab!“ „Ich umarme meine Gegensätze!“

Duft: Mentha piperita, Italien

Verwendeter Pflanzenteil: Blätter

Gewinnung: Destillation

Aller Sinne mächtig – Myrte türkisch

26 Mrz

Die fünf Sinne, Hans Makart

Um sich in der Umwelt zu orientieren und zurecht zu finden ist der Mensch von Natur aus mit Sinnesor-ganen und einem sehr feinen Spürsinn ausge-stattet.

Sehen, Hören, Tasten, Riechen und Schmecken sind bereits ein mehr als großzügiges Geschenk der Götter, aber damit nicht genug.

Zusätzlich verfügt der Mensch über Wärme- und Kälterezeptoren, Druck- und Schmerzrezeptoren, über den sogenannten Gleichgewichtssinn und über eine gewisse Tiefensensibilität, die zur Eigenwahrnehmung im Körperinneren dient. Rezeptoren in Gelenken, Muskeln und Sehnen geben Auskunft über die Stellung des Körpers im Raum, über die Spannkraft der Körpermuskulatur und  über die Bewegungsrichtung.

Zudem haben wir Menschen ein angeborenes System zur Produktion und Entschlüsselung von Affekten (Freude, Wut, Ekel, Furcht, Verachtung, Trauer und Überraschung), ein genaues Gefühl für Privatssphäre und neben unserem großen Gehirn im Kopf noch ein Bauchhirn, das Befindlichkeiten und die Energie, von der wir umgeben sind, wahrnimmt.

Bei all dieser sensorischen Luxus-Ausstattung frage ich mich, warum der moderne und zivilisierte Mensch seinen Sinnen oftmals nicht traut – sozusagen von Sinnen ist – und den Ratschlägen und Meinungen Dritter einen erheblich höheren Stellenwert beimisst und Manipulation und Einfluss von außen nicht nur duldet, sondern auch gut heißt.

Mit dem Duft der Myrte werde ich auf den Reichtum an Wahrnehmungen hingewiesen und wie von selbst fahren sich zahlreiche feine Antennen aus. Als multisensorisches Wesen bin ich nun in der Lage mit meinen fein getunten Sinneseindrücke zu jonglieren und damit ändert sich meine Wahrnehmung der Welt komplett.

Der Myrtenduft hält mir die Schönheit der Welt vor Augen, die Sonne scheint bis in unter die Haut und wärmt den Körper und alle seine Organe von innen.

Mühelos gelange ich vom Groben zum Feinen und die eigene Sensibilität für das Unsichtbare erwacht. Ich entdecke Klarheit und Reinheit in den Zwischenräumen des subtilen Raums meines Energiekörpers.

Die wohl größte Leistung des Myrtenduftes ist es, die hauchzarten Schleier verbrauchter Energie zu entfernen und so einem negativen Seelenzustand vorzubeugen.

Beinahe habe ich den Eindruck, den Regenbogen zu sehen noch ehe das Licht gebrochen ist. Die Myrte zelebriert das vielschichtige Feine, das Zwischen-Menschliche und alles, was zwischen den Zeilen steht, scheint plötzlich leicht wahrnehmbar.

Diese Dufterfahrung zergeht wie ein Mille-Feuille auf der Zunge.  Es geht um Fingerspitzengefühl und Spürsinn, um die intensive Wahrnehmung und das Sich-an-Situationen-herantasten.

Einerseits kommt es zu einer energetischen Reinigung und der damit verbundenen Klarheit, andererseits aber auch zu einer Fülle an schwingenden, leichten, weißen Erkenntnissen.

Die daraus resultierenden Gefühle von Reichtum, Intensivierung des Lebensgefühls, Urvertrauen in das eigene Urteil und die eigenen Wahrnehmungen führen zu innerer Heilung und einer gesteigerten Lust, die Welt mit all ihren subtilen Schwingungen erleben zu wollen.

Affirmation: „Ich bin aller Sinne mächtig!“ „Ich vertraue auf meine Wahrnehmung!“

Duft: Myrtus communis, Türkei

Verwendeter Pflanzenteil: Zweige

Gewinnung: Destillation

Fastenzeit – Detox Kur mit ätherischen Ölen

29 Feb

Fasten bedeutet Leben ohne Nahrung. Wer sich schon einmal auf dieses Abenteuer eingelassen hat, weiß, dass es beim Fasten nicht ums Abnehmen geht, sondern um einen Lösungsprozess, um Entgiftung und Reini-gung und um die Aus-einandersetzung mit sich selbst.

Durch das Überangebot an Nahrung nehmen wir häufig mehr zu uns als unser Körper eigentlich verarbeiten kann. Zudem gerät der Säure-Basen-Haushalt durch den Genuss von Nahrungsmitteln, die bei der Verdauung Säuren im Körper freisetzen, sowie durch Stress und mangelnde Bewegung schnell  ins Ungleichgewicht.

Die Folgen der Übersäuerung sind z.B. Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Muskelverspannungen, Bindegewebsschwäche oder empfindliche Haut.

Während des Fastens  dürfen die Leber, die Nieren, die Lungen, der Dickdarm und die Haut Urlaub machen. Mit der körperlichen Entgiftung geht meist auch ein psychischer Lösungsvorgang einher. Die durch das Fasten freigesetzte Energie kann dazu genutzt werden, die eigenen Gewohnheiten zu hinterfragen und zu neuen Ufern aufzubrechen.

Dr. Hellmut Lützner beschreibt das Fasten in seinem Buch „Wie neugeboren durch Fasten“ so:

  • Fasten ist eine naturgegebene Form menschlichen Lebens
  • Fasten bedeutet, dass der Organismus durch innere Ernährung und Eigensteuerung aus sich selbst leben kann
  • Fasten betrifft den ganzen Menschen, jede einzelne seiner Körperzellen, aber auch seine Seele und seinen Geist
  • Fasten ist ein starker Impuls, die eigene Lebensweise zu ändern, falls dies nötig ist

Die Anwendung ätherischer Öle während der Fastenzeit kann die Entgiftungsprozesse im Körper effektiv unterstützen und dabei helfen, den Körper von Stoffwechselprodukten zu befreien und den Kreislauf zu stabilisieren.

Außerdem können ätherische Öle psychisch kräftigend wirken, neuen Schwung geben und Veränderungsprozesse einleiten.  Auch in Meditation und Innenschau können Düfte interessante Einsichten zu Tage fördern.

Meine Detox-Düfte

Zitrone: klärend, tonisierend, mental strukturierend, unterstützt die Leberfunktion, Wachmacher, vermittelt ein Gefühl von Sauberkeit Die Kunst der Subtraktion – Zitrone

Grapefruit: verbindet mit dem eigenen Energiefluss, tonisierend, fördert die Fettverbrennung, belebend und aufmunternd Flow – Grapefruit

Koriander: unterstützt alle Stoffwechselvorgänge und leitet Gifte aus, stärkt die Verdauungsorgane  Detox Agent – Koriander

Rosmarin verbenon: unterstützt die Leberfunktion, kurbelt die Fettverbrennung an, wirkt blutreinigend, vitalisierend, ausgleichend, hilft das richtige Maß zu finden Die perfekte Welle – Rosmarin verbenon

Rosmarin cineol: atemstimulierend, entgiftet die Lunge, belebend, kreislaufanregend, hebt den Blutdruck, wachmachend, steigert das Durchhaltevermögen

Wacholder: durchblutungsfördernd, stabilisierend, unterstützt bei psychischer Bewältigung von Detox-Prozessen, Verarbeitung negativer Gefühlszustände Wächter der Nacht – Wacholder

Lavendel: hilft bei Unruhezuständen, Kopfschmerzen und bringt den Lymphfluss in Gang, unterstützt die Hautfunktion,  schlaffördernd und entspannend Blue Angel – Lavendel (Berg-)

Angelikawurzel: immunstärkend, blutreinigend, belebend, herzstärkend, durchblutungsfördernd, innerlich aufrichtend, angstlösend, psychisch stabilisierend Krieger des Lichts – Angelikawurzel

Bevor man sich für eine Fastenkur entscheidet, sollte man mit seinem Hausarzt Rücksprache halten, ob diese Methode für einen selbst geeignet ist. Außerdem ist es empfehlenswert, sich an einem strukturierten Leitfaden zu orientieren, da vor und nach dem eigentlichen Fasten Entlastungs- und Aufbautage und insgesamt eine gewisse Planung nötig ist.

Buchtipps:

Wie neugeboren durch Fasten, Dr. med. Hellmut Lützner

Säure-Basen-Balance, Prof. Dr. Jürgen Vormann

Das Säure-Basen-Kochbuch, Monika Lohmann

Fortsetzung folgt….Detox – Aroma-Rezepte für die Fastenzeit

Flow – Grapefruit

29 Jan

Wenn es Glück regnen könnte, dann wäre die Glückseligkeit der Grape-fruit ein sanfter  Regen-schauer voller weicher Regentropfen, der in Windeseile zu einem kräftig sprudelnden klaren Fluss anschwellen würde.

Die fließende Kraft der Grapefruit, ihre geschmei-dige Beweglichkeit und Flexibilität hat eine unwiderstehliche Sogwirkung. Man möchte Teil dieser Frische und Reinheit werden, möchte sich Hals über Kopf in die Fluten stürzen.

Man spürt, wie sich das Bewusstsein mit einer positiven, leicht euphorischen Energie anfüllt und der Wasserhaushalt des Körpers in Schwung kommt.

Grapefruit katapultiert dich in den Flow, in einen fließenden, glücklichen Zustand. Du vergisst die Zeit und alles um dich herum.

Im Flow gelingt alles mühelos. Erfüllt von Neugier und Freude kann man sich einer Sache oder Aufgabe uneingeschränkt und mit aller Kraft widmen.

Leicht gerät man in einen energetisierten, fokussierten Zustand, in das Herzstück der eigenen Fähigkeiten und Inspirationen. Diese schöpferische Erfahrung hat Belohnungscharakter, stärkt das Selbstwertgefühl und macht zufrieden.

Man überwindet die realistisch gesteckten Grenzen und fühlt sich daher außergewöhnlich und somit wird auch ein Teil des Selbst außergewöhnlich.

Die Grapefruit hält eine ganz besondere Einsicht für uns bereit, nämlich dass das Glück zum Anfassen ist und oftmals ein Produkt der eigenen Einschätzung und der Bewertung einer Situation oder Lebenslage ist.

Die Kraft der Grapefruit hilft, einen von außen unveränderlichen Zustand innerlich durch eine Änderung der Einstellung positiv zu transformieren.

Wie wir uns fühlen, die Freude, die wir dem Leben abgewinnen, hängt letztendlich davon ab, wie der Verstand die tagtäglichen Erfahrungen filtert und deutet. Ob wir glücklich sind, hängt von innerer Harmonie ab, nicht von der Kontrolle, die wir über die großen Kräfte des Universums ausüben können.

Mihaly Csikszentmihalyi, Flow – das Geheimnis des Glücks

Affirmation: Ich bin im Flow!

Duft: Citrus paradisi, Israel

Verwendeter Pflanzenteil: Schale

Gewinnung: Kaltpressung

Detox Agent – Koriander

17 Jan

Heiß und fettig – und davon viel zu viel. Ein schädlicher Einfluss hat dich erwischt, du hast einen Brocken zu verdauen, der dir schwer im Magen liegt. Es sind Dinge in dich hinein geraten, die dir übel zusetzen, sei es über die Nahrung oder  im zwischenmenschlichen Bereich, dann ist der Koriander genau der richtige Detox Partner.

Sein Motto ist nämlich ganz einfach und bodenständig. Ärmel hoch krempeln, raus mit der Sch…. und das am besten sofort.

Entgiftung tut immer gut und führt zur Leichtigkeit des Körpers und zur Freiheit des Geistes. Koriander leitet Gifte und Rückstände sehr effektiv auf allen Ebenen der menschlichen Existenz aus.

Vom Schwermetall, über die Bakterie bis hin zu Ekelgefühlen und biographischem Abfall: Koriander steckt sie alle in den Sack und setzt sie vor die Tür.

Der Korianderduft raubt nach neueren Ergebnissen selbst antibiotikaresistenten Bakterienstämmen den Atem und zerstört die Zellmembran der Bakterie, was schließlich im Handumdrehen zum Zelltod führt. Daher kommt das Korianderöl auch zur Ausleitung toxischer Keime bei Lebensmittelvergiftungen zur Anwendung.

Obwohl als sekundäre Wirkung der Geist klar wird und das Herz zentriert und leicht ist die große Stärke dieses Duftes die gründliche Reinigung des Körpers durch die Ausscheidung von Giftstoffen über den Darm und die Haut.

Koriander eignet sich hervorragend als Begleitung zu einer Ernährungsumstellung oder einer Fastenkur, da das ätherische Öl die Tätigkeit der Darmflora positiv unterstützt.

Koriander ist ein Verjüngungsmittel und unterstützt den Körper in allen seinen verdauenden und ausscheidenden Tätigkeiten. Wenn der Körper sich regenerieren und verjüngen kann, so führt dies zu mehr Vitalität, Tatkraft und Lebensfreude.

Müdigkeit, Niedergeschlagenheit, Schlafstörungen, Stimmungs-schwankungen oder Melancholie und Depressionen haben häufig einen überforderten, verschlackten Körper als Ursache, der nicht mehr mit dem Abbau von Toxinen fertig wird.

Mens sana in corpore sano.   Juvenal

(ein gesunder Geist in einem gesunden Körper)

Der Korianderduft lenkt die Aufmerksamkeit auf den Körper und die Arbeit, die er täglich für uns leistet. Wenn du dich durch den Koriander angezogen fühlst, ist es wahrscheinlich an der Zeit, den Körper durch bewusste Entgiftungsmaßnahmen zu entlasten.

Affirmation: „Ich werfe allen Ballast von Bord!“ „Mein Körper ist leicht und frei!“

Duft: Coriandrum sativum, Frankreich

Verwendeter Pflanzenteil: Samen

Gewinnung: Destillation

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