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Holy Smokes – Dufterfahrung zwischen Himmel und Erde

15 Jan

Räucher_zeremonieVom Duft durchdrungen, sichtbar, fühlbar, mit Haut und Haar, duftender Rauch im Raum. Die Atmosphäre füllt sich schnell mit meandernden, tanzenden Nebelschwaden.

Die Fingerspitzen riechen noch ein wenig nach Kohlestaub, während der Blick den tanzenden Mustern des Rauches folgt und der Geist sich in der Atmosphäre niederlässt.

Eine Räucherzeremonie ist eine sehr sinnliche Erfahrung. Der Duft wird sichtbar als Rauch, der nach oben steigt, der sich im Raum ausbreitet oder aus dem offenen Fenster in die kalte Winterluft entweicht.

Und in diesen Rauch und seine Bewegung lässt sich alles Mögliche hinein projizieren. Er wird zum Träger meiner Wünsche, meiner Gedanken und meiner Gefühle. Vielleicht lenkt er mich auch einfach vom Alltäglichen ab, vielleicht schaue ich ihm einfach nach und mache nichts.

Schon das Bereitstellen sämtlicher Utensilien und das Aufstellen meines kleinen Räucherkessels, die Auswahl des Räucherstoffes, das Entzünden der Kohle versetzt mich in eine feierliche Stimmung. Es markiert den Moment, in dem ich meine normale Form verlassen darf.

Ich blicke den Rauchkringeln hinterher und nutze die Symbolkraft des Rauches, mit dessen Hilfe ich mir Unsichtbares vor Augen führen kann und durch die sinnliche Berührung besser verstehen kann.

Das Symbol des duftenden Rauches hilft mir persönlich sehr gut bei folgenden Themen:

  • Wünsche formulieren
  • seelische Reinigung
  • Entspannung 
  • Loslassen und Abschied nehmen
  • Feste feiern

 Die Bedeutung erhält der Rauch durch das, was man selbst hinein gibt und was man sich dabei vorstellt. Daher macht es Sinn, sich für einen bestimmten Anlass sein eigenes Räucherritual auszudenken.

Die einen lieben es, die anderen hassen es. Eine Räucherung hat ihren ganz eigenen Charme. Ich persönlich liebe es, in dicken duftenden Nebelschwaden Verbindung zu jenem archaischen Ur-Menschen in mir aufzunehmen. Immerhin ist das Räuchern eine der ältesten Freizeitbeschäftigungen der Menschheit.

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Vision Quest – Wacholderbeere

5 Okt

Es ist die Zeit der fallenden Blätter und im Duft der Wacholderbeere erwartet mich ein herb-holziges Ur-Wesen, das mich sodann in die Tiefen meiner Seelen-Landschaft eintreten lässt.

Die Imaginationen sind sehr plastisch und dabei klar, auf das Wesentliche reduziert.

Ich befinde mich auf einer weiten Ebene. Kein Mensch, kein Haus, kein Weg.

Mein Blick gleitet bis zum Horizont und in die Unendlichkeit dahinter. Ich stehe einfach nur da, auf einem Acker und werde gewahr, dass unter mir viele Schichten der Erde aus verschiedenen Zeitaltern liegen und dass vor meiner Zeit andere Menschen hier standen, um das Land fruchtbar zu machen.

Dieser Duft lässt im Inneren eine ganz eigene Melodie, einen fremdartigen Urgesang erklingen, der ein Ur-Wesen in mir anspricht, meine Seele.

Auf dieser weiten Ebene sind die Gefühle klar, gesammelt, windstill, reduziert und auf merkwürdige Weise abstrahiert, so als hätte ich sie am Rastplatz mit all dem anderen Reisegepäck zurück gelassen, wo sie auf mich warten, bis ich wieder komme.

Es gibt diese Momente der Wahrhaftigkeit, in denen man spürt, dass es kein Ausweichen gibt, keinen Aufschub,  kein Warten mehr.

Momente, in denen sich der Schritt verlangsamt bis man es endlich wagt in mutiger, gefasster Geistesgegenwart stehen zu bleiben, sich umzudrehen und dem eigenen Schatten ins Gesicht zu sehen. Stehenbleiben, weil man weiß, dass alles andere keinen Sinn mehr machen würde.

Dies ist das Feld der Desillusion. Ich kam hierher, um die Dinge ins rechte Licht zu rücken. Die weite Ebene dient mir als Spiegel. Einige Tage lang sah ich vor meinem inneren Auge mich selbst auf dieser weiten Ebene in der Begegnung  mit dem eigenen Schatten.

Beim Malen dieser Szene, entstand ganz entgegen meiner Intention eine Figur mit Flügeln auf dem Feld und in dem Moment wurde mir klar, dass die Schatten, die ich im Moment der Wahrhaftigkeit erlebt hatte, selbst die Illusion waren.

Die Dufterfahrung hatte in mir zunächst die Illusion der Schatten erweckt, um mir dann zu zeigen,  dass es eine weite Ebene gibt, auf der nur ich mit mir selbst zurück bleibe. Kein Mensch, kein Haus, kein Weg. Dafür ein paar Flügel – geschenkt.

Vom Duft der Wacholderbeere habe ich gelernt, dass der Meander-Weg der Seele über Illusionen und  Umwege führen kann, dass das, was man für wahr hält ebenfalls eine Illusion sein kann und man daran so lange festhalten darf wie man sie braucht. Jedoch in dem Wissen, dass die Wahrheit nur im Spiegel der individuellen Entwicklung existiert.

Ansonsten ist die Wahrheit eine weite Ebene, ohne Mensch, ohne Haus und ohne Weg. Dafür ein paar Flügel – geschenkt.

Affirmation: „Ich bleibe bei meiner Wahrheit nur so lange ich sie brauche!“ „Die Wahrheit ist eine weite Ebene!“

Duft: Juniperus communis, Bosnien

Verwendeter Pflanzenteil: Frucht

Gewinnung: Destillation

Die Wandersfrau – Myrte Anden

29 Jun

Von Myrte Anden geht ein angenehmes tiefes Aroma von herben Waldbeeren und dürren Ästen  aus. Dieser Duft behält seine tiefsten Geheimnisse für sich aber gerade deswegen fühlt man sich darin so geborgen, angekommen, fast beheimatet.

Immer wieder tauchen ganze Bildsequenzen vor meinem inneren Auge auf, in denen ich mich auf Wanderschaft befinde und gerade in dem Moment, in dem ich nicht mehr genau weiß wo ich hin muss, begegne ich auf dem Weg immer wieder einer leuchtenden Frauengestalt im bunten Gewand.

Ich frage sie nach dem Weg und immer wieder erhalte ich dieselbe Antwort:“Wenn du nicht mehr weiter weißt, dann kehre um und gehe bis zu dem Punkt, an dem du dich wieder auskennst. So wie man in das Labyrinth hineingeht, findet man auch wieder hinaus!“

Eine ganze Weile haben mich diese Sätze beschäftigt und ich denke das Thema von Myrte Anden ist die Umkehr, das Aufsuchen eines vertrauensvollen Zustandes bzw. der Rückzug zum Kern des Urvertauens, von dem aus man achtsam einen Schritt vor den anderen setzt. Ich glaube, die geheimnisvolle Wandersfrau am Wegesrand repräsentiert eine wegweisende Kraft, die der inneren Stimme Gestalt verleiht.

Manchmal gerät man ja trotz bester Vorsätze auf einen Weg, den man eigentlich gar nicht einschlagen wollte. Einige Wege führen auch in eine Sackgasse und viele Wege gehen wir trotz besseren Wissens weiter und zwar bis zum bitteren Ende. Dabei ist Myrte Anden nicht nur ein Duft für größere Irrfahrten, sondern auch für die kleineren Irrungen und Wirrungen der täglichen Kommunikation.

Myrte Anden schenkt der inneren Stimme einen klaren, lauten und suggestiven Klang, so dass man ihrem Ruf nicht widerstehen kann. Die Myrten-Frau am Wegesrand schenkt den Mut zur rechtzeitigen Umkehr, wenn man sich einmal verirrt hat oder auf einen unguten Pfad geraten ist. Umkehren, hört sich ganz einfach an: anhalten, umdrehen, zurück gehen und das, was gerade noch vor einem lag hinter sich lassen.

Tatsächlich ist ein Labyrinth im eigentlichen Sinn ein verschlungener Weg ohne Verzweigungen, der unter regelmäßigem Richtungswechsel zum Mittelpunkt führt. Es gibt nur einen einzigen Weg, auf dem man entweder vor oder zurück gehen kann, nur verlaufen kann man sich nicht.

Myrte Anden führt immer wieder zurück zur eigenen Mitte, erinnert an die eigene klare Linie und daran, dass der Weg zurück manchmal der bessere ist!

Affirmation: „So wie ich hinein gefunden habe, so finde ich auch wieder heraus!“

Duft: Myrtus communis, Peru

Verwendeter Pflanzenteil: Zweige

Gewinnung: Destillation

Ceridwen’s Kessel – echter Salbei

30 Mai

Windstille des Herzens gepaart mit großer Achtsamkeit und Vitalität der Gedanken lassen mich in eine heilsame Höhle eintreten. Dort hängt der große, geheimnisvoll blubbernde Kessel Ceridwen’s über dem Feuer.

Einer keltischen Sage nach braute Ceridwen in ihrem magischen Kessel einen Trank, der ihren Sohn zum weisesten aller Wesen machen sollte.

Das Bild des nährenden Kessels, der Weisheit, Inspiration und Nahrung für die Seele schenkt, wird durch das ätherische Salbeiöl sehr schön aufgegriffen.

Der Geist ist angeregt, jedoch nicht aufgeregt, das Herz schlägt gleichmäßig und ist deutlich in der Mitte des Brustkorbs wahrnehmbar. Gedanken, Herzschlag und Atmung bilden eine starke, zentrierende Achse, eine Allianz der wachen Ruhe.

Im Salbeiöl sehe ich eine reife Frauengestalt, eine Heilerin und eine gute, wenn auch strenge und konsequente Lehrerin. Sie verkörpert das alte alchemistische Prinzip Solve et coagula – löse und binde!

Darunter verstehe ich die Analyse, Trennung und Auflösung einer Eigenschaft und das anschließende Zusammenfügen der einzelnen Teile zugunsten eines besseren Ergebnisses.

Im Spiegel höchster Konzentration kommt es zu einem inneren Klärungs- und Reinigungsprozess und zu einem ehrlichen Blick auf das eigene Spiegelbild. Salbei lässt keine Selbsttäuschung zu. Was man bekommt, ist die Wahrheit über sich selbst.

Negative Seelenzustände werden gelöst und erlöst, positive Seelenzustände werden anerkannt und eingeladen zu bleiben. Mit diesem Reifungsprozess stellt sich ein autarkes Gefühl der Souveränität, Authentizität und der inneren Stärke ein.

Mit Salbei lernt man, von sich selbst zu lernen und die eigene Wahrheit, die wie alles im Universum  stetiger Veränderung unterworfen ist, immer wieder im eigenen Spiegelbild zu erkennen.

Salbei ist ein Duft wie ein Fels in der Brandung mit einer sehr starken Duftpersönlichkeit. Nur ein einziger Tropfen reicht für ein ganzes Königreich der Inspiration.

Es ist kein Duft für den Alltag, sondern eher für bestimmte Momente und Phasen der Veränderung und des Lernens, in denen es nötig ist, die eigene Identität zu stärken und sich selbst zu erkennen und wiederzufinden.

Ebenso hilft der Duft, alte Narben endgültig zu heilen und zu erkennen, dass  mit bestimmten (schmerzhaften) Lebenserfahrungen eine Einladung zur Veränderung oder Umkehr ausgesprochen wird.

Der einschränkende, klärende und reduzierende Effekt von Salbei kann wohltuenden Durchblick bei unkontrollierbaren Gedanken- und Gefühlswellen bringen.

Affirmation: „Ich trinke aus der Quelle innerer Weisheit!“

Duft: Salvia officinalis, Portugal

Verwendeter Pflanzenteil: Kraut

Gewinnung: Destillation

Hinweise:

Obwohl ich die Eigenschaften von Salvia officinalis sehr schätze, muss auch ich an dieser Stelle zur Achtsamkeit im Umgang mit dem Duft mahnen. Der sehr hohe Monoterpenketongehalt (überwiegend Thujon) regt die Nerventätigkeit stark an und ist für Epileptiker, Kinder und Schwangere tabu.

Sogar und gerade in einer sehr geringen Dosierung (0.5%) kann Salbei seine wohltuenden und erkenntnisfördernden Eigenschaften vollkommen entfalten. In dieser geringen Dosierung sind keine Nebenwirkungen für gesunde Erwachsene bekannt.

Die Warnhinweise sind natürlich berechtigt, trotzdem finde ich es schade, dass dieser wundervolle Duft aufgrund einer undifferenzierten Betrachtungsweise vielerorts gar nicht zur Anwendung kommt.

Fleurs de Sel – Duftende Peelings mit Meersalz

16 Mai

Peelings von links nach rechts, hintere Reihe Mystery (lila), Waldzauber (grün), Happy Hour (Orange). Vorne Kickstart (gelb).

Eine der wundervollsten Anwendungen mit ätheri-schen Ölen sind für mich die Peelings.

Die Vielfalt der Rezepturen ist grenzenlos, die Her-stellung simpel und die erzielten Effekte reichen von A wie atemberaubend bis Z wie zarte Haut.

Peelings sind erfrischend, erneuernd und belebend. Ideal für den frühen Mor-gen oder für den frühen Abend nach einem anstrengenden Tag, für Reinigungsrituale und zur Hautpflege. Je nach Stimmung lässt sich eine passende Duftmischung zaubern.

Ich persönlich liebe die klärende Kraft des Meersalzes in Kombination mit pflegenden, pflanzlichen Ölen als Körperpeeling. Für ein Gesichtspeeling eignet sich brauner Zucker sehr gut.

Als weitere Zutaten eignen sich Honig, Heilerde, im Mörser pulverisierte Blätter von Duftpflanzen, Weizenkleie, Haferschrot, Kichererbsenmehl uvm.

Als pflanzliche Öle eignen sich Mandelöl, leichtes Olivenöl, Jojobaöl, Sonnenblumenöl

Aber wie gesagt, der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt…

Rezepte für duftende Meersalzpeelings

Grundrezept: je 1 EL Meersalz und 1 EL pflanzliches Öl.

Nach der Herstellung in Gläser abfüllen. Die Peelingmischungen halten sich mehrere Wochen.

Happy Hour            

stimmungsaufhellend, energetisierend, durchblutungsfördernd                        

  • 6 EL Meersalz
  • 6 EL Olivenöl
  • 4 Tr. Ingwer
  • 12 Tr. Orange
  • Lebensmittelfarbe gelb und rot

Herstellung: Das Meersalz in eine Schüssel geben, dann das pflanzliche Öl zugeben und gut mischen. Dann die Düfte zugeben und gut mischen. Zum Färben Lebensmittelfarbe nach Belieben zugeben.

  Kickstart

von 0 auf 100

  • 6 EL Meersalz
  • 6 EL Olivenöl
  • 3 Tr. Lorbeer
  • 3 Tr. Rosmarin cineol
  • 8 Tr. Zitrone

Herstellung: Das Meersalz in eine Schüssel geben, dann das pflanzliche Öl zugeben und gut mischen. Dann die Düfte zugeben und gut mischen.

Waldzauber

erfrischend, wie ein Waldspaziergang

  • 6 EL Meersalz
  • 6 EL Olivenöl
  • 11 Tr. Waldkiefer
  •  3 Tr. Sibirische Fichte
  • 7 Tr. Grapefruit
  • Lebensmittelfarbe grün

Herstellung: Das Meersalz in eine Schüssel geben, dann das pflanzliche Öl zugeben und gut mischen. Dann die Düfte zugeben und gut mischen. Zum Färben Lebensmittelfarbe nach Belieben zugeben.

Mystery

beruhigend, einhüllend, geheimnisvoll

  • 6 EL Meersalz
  • 6 EL Olivenöl
  • 3 Tr. Sandelholz
  • 4 Tr. Tolubalsam
  • 1 Tr. Vetiver
  • Lebensmittelfarbe blau und rot

Herstellung: Das Meersalz in eine Schüssel geben, dann das pflanzliche Öl zugeben und gut mischen. Dann die Düfte zugeben und gut mischen. Zum Färben Lebensmittelfarbe nach Belieben zugeben.

Wie wird das fertige Peeling verwendet?

Die Haut kurz abduschen. Das Peeling auf die nasse Haut auftragen und einmassieren, dann alles gut abduschen und nach dem Duschen gut abtrocknen. Durch das beigefügte Pflanzenöl bleibt ein rundum gepflegtes Gefühl auf der Haut zurück.

Das Aroma Journal wünscht viel Freude bei der Zubereitung und viel Spaß bei der Anwendung!

Die gelbe Schlange – Lemongrass

11 Mai

In Sieben-Meilen-Stiefeln der Ver-änderung in die Arme laufen und mit jedem Schritt den Wünschen näher kommen, die durch einen Mangel an Flexibilität oder durch eine Blockade aus unverdautem (psychosomati-schem) Material noch auf ihre Erfüllung warten lassen – das ist mein Gefühl mit Lemongrass.

Unbestritten besitzt dieser Duft einen Hang zur Provokation und prüft gerne, was sich unter der Oberfläche befindet.

Mit Vorliebe widmet sich Lemongrass dem Magen-Darm-Trakt und es ist nicht ungewöhnlich, dass einem hier und da etwas mulmig im Magen wird oder darüber hinaus…

Mit bemerkenswerter Radikalität spürt Lemongrass Ballast und Unverdautes im Verdauungssystem des Körpers, im Bindegewebe und in der Psyche auf, lockert bestehende Blockaden auf und befördert den ganzen Abfall über die Ausscheidungsfunktionen des Körpers nach draußen.

Während dieser Vorgänge, denen man sich nur schwer entziehen kann, wenn sie erst einmal in Gang gesetzt sind, kommt mit der Reinigung die Leichtigkeit und die Fähigkeit, sich in alle Richtungen geschmeidig bewegen zu können.

Ähnlich wie bei  Tulsi vor einiger Zeit tritt mit Lemongrass erstmalig wieder die Schlangengestalt in Erscheinung, diesmal als gelbe Schlange. Eine Schlange hat die Fähigkeit, enorm große Brocken in Rekordzeit zu verdauen, da sie ihre Beute komplett verschlingt. Zunächst bekommt die Schlange einen sogenannten Freßbuckel, der dann immer weiter verschwindet bis das Beutetier komplett durch Salzsäure zu Nahrungsbrei zersetzt wurde. Es handelt sich hier um eine Art Turbo-Verdauung, bei der sich Leber und Dünndarm bis auf das Dreifache vergrößern. ( Beitrag: Das Innenleben der Schlange, arte Archiv).

Die Schlange verkörpert die Kraft der Erneuerung und in diesem speziellen Fall die besondere Fähigkeit der Verarbeitung/Verdauung extrem großer Brocken in sehr kurzer Zeit. Ob man dies nun will oder muss, in beiden Fällen bedeutet dies eine durch Höchstleistung erreichte Veränderung.

Durch Zufall bin ich auf den Artikel über das „Innenleben der Schlange“ gestoßen und die Beschreibung der Schlangenverdauung ist sinnbildlich für das Erleben des Lemongrass-Duftes. Ich hätte dafür kein besseres Bild finden können.

Lemongrass arbeitet im Inneren, stößt Verkrustungen ab und deckt Themen und Wünsche auf, die unter der Oberfläche der bewussten Wahrnehmung liegen, wie etwa die eigenen Bewältigungsstrategien, die Leidensbereitschaft und die damit verbundenen Grenzen. Wie viel vertrage ich? Wie groß sind die Bissen, die ich verdauen kann?

Wenn sich bereits Unverdauliches im Inneren angesammelt hat, möge dies tatsächlich den körperlichen Stoffwechsel oder im übertragenen Sinne Erfahrungen, mit denen man nicht fertig geworden ist, betreffen, dann gibt Lemongrass die Initialzündung für eine tiefgreifende Bearbeitung, jedoch in Form einer extremen Verstoffwechselung, der man auch gewachsen sein muss!

Der kompromisslose Eingriff von Lemongras unterstützt radikale Entscheidungen, wenn diese zur Erhaltung der eigenen Gesundheit nötig sind und hilft, den Mut aufzubringen, Blockaden „in Salzsäure aufzulösen“ und sich an den resultierenden Veränderungen zu nähren und zu wachsen.

Affirmation: „Ich lasse tiefgreifende Veränderungen geschehen!“

Duft: Cymbopogon flexuosus, Nepal

Verwendeter Pflanzenteil: Kraut

Gewinnung: Destillation

Chakra Master – Niauli

7 Apr

Jeden Menschen umgibt ein ihm eigenes Energiefeld, das sich aus den inneren Kraftressourcen und der Gefühlslage speist.

In der Regel ist dieses elektro-magnetische Feld unsichtbar aber spürbar, sobald man beginnt, seine Aufmerksamkeit darauf zu lenken.

Dieses Kraftfeld ist wie ein trans-portabler Raum um uns herum, den wir immer mit uns mittragen.

Die eigene Privatsphäre wird normaler-weise nur durchbrochen, wenn man es selbst erlaubt und ist gesellschaftlich durch Begrüßungs- und Abschiedsrituale wie Küsschen geben und Händeschütteln geregelt (Höflichkeitsabstand).

Mit Niauli wird der eigene Energiekörper deutlich besser spürbar und die Eigenwahrnehmung endet in diesem Fall circa einen Meter außerhalb der Körpergrenze.

Immer wieder hatte ich die Imagination einer transparenten Regenbogenhaut aus kräftig leuchtenden Farben, die meinen Energiekörper von Kopf bis Fuß einhüllt, und mit jedem Mal etwas dicker und fester wurde, obwohl das Material nur aus buntem Lufthauch gewebt war.

Vor meinem inneren Auge erschienen wunderschöne rote, orange, gelbe, grüne, blaue, violette und weiße Chakra-Blüten . Mit ihnen kam die Information, wie es um mein Energiesystem bestellt ist.

Niauli, mein Chakra Master, geleitete mich geduldig überall dort hin, wo die Lebensenergie nicht mehr so unbeschwert fließen wollte, oder wo sich eine Energieblockade bereits auf der körperlichen Ebene in Form von Muskelverspannungen manifestiert hatte.

Das Besondere an dem sehr milden Niauli Öl ist, dass es die natürliche energetische Schutzhülle, die um den leiblichen Körper herum existiert von innen heraus aufbaut, gelegentlich sogar aufplustert, bis die eigene Ausstrahlung wieder richtig gesättigt ist.

Interessanterweise wird Niauli auch erfolgreich vor der Bestrahlung der Haut in der Krebstherapie eingesetzt, um die Strahlungsschäden zu mindern und dient also auch hier als Schutzanzug. Auf der körperlichen Ebene reinigt Niauli das Immunsystem und fördert eine gelassene Atmung und eignet sich sehr gut für eine Fußmassage vor dem Einschlafen.

Die Energie von Niauli ist sehr angenehm, mild und atemstimulierend, verfeinert die eigene Wahrnehmung und fördert den Bezug zum eigenen Energiekörper. Es eignet sich somit hervorragend für Imaginationsreisen durch den eigenen Körper. Der Chakra Master Niauli verbindet die Energiezentren im Körper miteinander und sorgt für ein feinstoffliches Wohlgefühl.

Begriffsklärung  Chakra

Affirmation: „Ich nehme meinen Energiefluss wahr!“

Duft: Melaleuca viridiflora,Madagaskar

Verwendeter Pflanzenteil:Zweige

Gewinnung: Destillation

Aller Sinne mächtig – Myrte türkisch

26 Mrz

Die fünf Sinne, Hans Makart

Um sich in der Umwelt zu orientieren und zurecht zu finden ist der Mensch von Natur aus mit Sinnesor-ganen und einem sehr feinen Spürsinn ausge-stattet.

Sehen, Hören, Tasten, Riechen und Schmecken sind bereits ein mehr als großzügiges Geschenk der Götter, aber damit nicht genug.

Zusätzlich verfügt der Mensch über Wärme- und Kälterezeptoren, Druck- und Schmerzrezeptoren, über den sogenannten Gleichgewichtssinn und über eine gewisse Tiefensensibilität, die zur Eigenwahrnehmung im Körperinneren dient. Rezeptoren in Gelenken, Muskeln und Sehnen geben Auskunft über die Stellung des Körpers im Raum, über die Spannkraft der Körpermuskulatur und  über die Bewegungsrichtung.

Zudem haben wir Menschen ein angeborenes System zur Produktion und Entschlüsselung von Affekten (Freude, Wut, Ekel, Furcht, Verachtung, Trauer und Überraschung), ein genaues Gefühl für Privatssphäre und neben unserem großen Gehirn im Kopf noch ein Bauchhirn, das Befindlichkeiten und die Energie, von der wir umgeben sind, wahrnimmt.

Bei all dieser sensorischen Luxus-Ausstattung frage ich mich, warum der moderne und zivilisierte Mensch seinen Sinnen oftmals nicht traut – sozusagen von Sinnen ist – und den Ratschlägen und Meinungen Dritter einen erheblich höheren Stellenwert beimisst und Manipulation und Einfluss von außen nicht nur duldet, sondern auch gut heißt.

Mit dem Duft der Myrte werde ich auf den Reichtum an Wahrnehmungen hingewiesen und wie von selbst fahren sich zahlreiche feine Antennen aus. Als multisensorisches Wesen bin ich nun in der Lage mit meinen fein getunten Sinneseindrücke zu jonglieren und damit ändert sich meine Wahrnehmung der Welt komplett.

Der Myrtenduft hält mir die Schönheit der Welt vor Augen, die Sonne scheint bis in unter die Haut und wärmt den Körper und alle seine Organe von innen.

Mühelos gelange ich vom Groben zum Feinen und die eigene Sensibilität für das Unsichtbare erwacht. Ich entdecke Klarheit und Reinheit in den Zwischenräumen des subtilen Raums meines Energiekörpers.

Die wohl größte Leistung des Myrtenduftes ist es, die hauchzarten Schleier verbrauchter Energie zu entfernen und so einem negativen Seelenzustand vorzubeugen.

Beinahe habe ich den Eindruck, den Regenbogen zu sehen noch ehe das Licht gebrochen ist. Die Myrte zelebriert das vielschichtige Feine, das Zwischen-Menschliche und alles, was zwischen den Zeilen steht, scheint plötzlich leicht wahrnehmbar.

Diese Dufterfahrung zergeht wie ein Mille-Feuille auf der Zunge.  Es geht um Fingerspitzengefühl und Spürsinn, um die intensive Wahrnehmung und das Sich-an-Situationen-herantasten.

Einerseits kommt es zu einer energetischen Reinigung und der damit verbundenen Klarheit, andererseits aber auch zu einer Fülle an schwingenden, leichten, weißen Erkenntnissen.

Die daraus resultierenden Gefühle von Reichtum, Intensivierung des Lebensgefühls, Urvertrauen in das eigene Urteil und die eigenen Wahrnehmungen führen zu innerer Heilung und einer gesteigerten Lust, die Welt mit all ihren subtilen Schwingungen erleben zu wollen.

Affirmation: „Ich bin aller Sinne mächtig!“ „Ich vertraue auf meine Wahrnehmung!“

Duft: Myrtus communis, Türkei

Verwendeter Pflanzenteil: Zweige

Gewinnung: Destillation

Die Kunst der Subtraktion – Zitrone

7 Mrz

Die Kunst der Subtraktion ist das Metier der Zitrone. Das erklärte Ziel unter diesem Dufteindruck ist die Gedankenfreiheit.

Zum einen geht es darum, eingesperrte Gedanken frei zu lassen wie einen Vogel aus dem Käfig.

Zum anderen geht es darum, die Gedanken zu ordnen, damit man wieder frei denken kann. Die Gedanken fliegen alle an ihren Platz zurück. Die Wahrnehmung der Ordnung wirkt beruhigend.

Die Zitrone agiert anti-chaotisch, sie reduziert und schränkt ein.

Durch ihre cleane Sachlichkeit und Konsequenz gehört die Zitrone zu den wenigen Düften, die den Überfluss regulieren können. Sie stellt sich der Flut von Gedanken und den sich wellenartig aufbäumenden Emotionen in den Weg.

Im ununterbrochenen Strom aus Informationen, Wahrnehmungen, Social Networks und Werbung ist die Zitrone der Fels, an dem all dies zerschellt.

Wundersamerweise erkennt man in diesem Moment, dass eine Reduktion oder ein Verzicht etwas Großartiges sein kann. Die Zitrone trägt ein großes Minuszeichen vor sich her und macht Lust das Wesentliche, die Grundstruktur, die eigene Ordnung zu entdecken. Der Verlust wird als Gewinn, manchmal auch als Triumph erlebt.

Die Zitrone fördert die Harmonie der bewusst wahrgenommenen Gedankenwelt, sie ist wie ein Rhetoriktraining für die innere Stimme, nur substanziell Wichtiges wird in innere Worte verpackt. First things first!

Sich zu lösen, wegzulassen und abzugeben macht das Leben so viel einfacher, klarer und übersichtlicher. Der Duft der Zitrone reinigt nicht nur die Welt der Gedanken, sondern hilft auch den Körper zu entgiften.

Dies ist ein toller Duft, um auszusortieren, das Wichtige vom Unwichtigen zu trennen und sich bewusst einzuschränken, um das Wenige zu zelebrieren. Die Zitrone öffnet einen reinen, ordentlichen Raum für die eigenen Gedanken, in dem alles seinen Platz hat und wo es nichts doppelt gibt.

Wenn man das Gefühl hat, keinen klaren Gedanken mehr fassen zu können, sich verwirrt fühlt, vergeblich versucht, vom Gedankenkarussell abzuspringen oder vor dem Einschlafen von quälenden Gedanken heimgesucht wird, dann ist die Zitrone die Rettung vor der gedanklichen  und emotionalen Sintflut – die Arche Noah der Gedanken!

Affirmation: „Ich besinne mich auf das Wesentliche!“ „Mein Geist ist klar und frei!“

Duft: Citrus limon, Italien

Verwendeter Pflanzenteil: Schale

Gewinnung: Kaltpressung

Fastenzeit – Detox Kur mit ätherischen Ölen

29 Feb

Fasten bedeutet Leben ohne Nahrung. Wer sich schon einmal auf dieses Abenteuer eingelassen hat, weiß, dass es beim Fasten nicht ums Abnehmen geht, sondern um einen Lösungsprozess, um Entgiftung und Reini-gung und um die Aus-einandersetzung mit sich selbst.

Durch das Überangebot an Nahrung nehmen wir häufig mehr zu uns als unser Körper eigentlich verarbeiten kann. Zudem gerät der Säure-Basen-Haushalt durch den Genuss von Nahrungsmitteln, die bei der Verdauung Säuren im Körper freisetzen, sowie durch Stress und mangelnde Bewegung schnell  ins Ungleichgewicht.

Die Folgen der Übersäuerung sind z.B. Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Muskelverspannungen, Bindegewebsschwäche oder empfindliche Haut.

Während des Fastens  dürfen die Leber, die Nieren, die Lungen, der Dickdarm und die Haut Urlaub machen. Mit der körperlichen Entgiftung geht meist auch ein psychischer Lösungsvorgang einher. Die durch das Fasten freigesetzte Energie kann dazu genutzt werden, die eigenen Gewohnheiten zu hinterfragen und zu neuen Ufern aufzubrechen.

Dr. Hellmut Lützner beschreibt das Fasten in seinem Buch „Wie neugeboren durch Fasten“ so:

  • Fasten ist eine naturgegebene Form menschlichen Lebens
  • Fasten bedeutet, dass der Organismus durch innere Ernährung und Eigensteuerung aus sich selbst leben kann
  • Fasten betrifft den ganzen Menschen, jede einzelne seiner Körperzellen, aber auch seine Seele und seinen Geist
  • Fasten ist ein starker Impuls, die eigene Lebensweise zu ändern, falls dies nötig ist

Die Anwendung ätherischer Öle während der Fastenzeit kann die Entgiftungsprozesse im Körper effektiv unterstützen und dabei helfen, den Körper von Stoffwechselprodukten zu befreien und den Kreislauf zu stabilisieren.

Außerdem können ätherische Öle psychisch kräftigend wirken, neuen Schwung geben und Veränderungsprozesse einleiten.  Auch in Meditation und Innenschau können Düfte interessante Einsichten zu Tage fördern.

Meine Detox-Düfte

Zitrone: klärend, tonisierend, mental strukturierend, unterstützt die Leberfunktion, Wachmacher, vermittelt ein Gefühl von Sauberkeit Die Kunst der Subtraktion – Zitrone

Grapefruit: verbindet mit dem eigenen Energiefluss, tonisierend, fördert die Fettverbrennung, belebend und aufmunternd Flow – Grapefruit

Koriander: unterstützt alle Stoffwechselvorgänge und leitet Gifte aus, stärkt die Verdauungsorgane  Detox Agent – Koriander

Rosmarin verbenon: unterstützt die Leberfunktion, kurbelt die Fettverbrennung an, wirkt blutreinigend, vitalisierend, ausgleichend, hilft das richtige Maß zu finden Die perfekte Welle – Rosmarin verbenon

Rosmarin cineol: atemstimulierend, entgiftet die Lunge, belebend, kreislaufanregend, hebt den Blutdruck, wachmachend, steigert das Durchhaltevermögen

Wacholder: durchblutungsfördernd, stabilisierend, unterstützt bei psychischer Bewältigung von Detox-Prozessen, Verarbeitung negativer Gefühlszustände Wächter der Nacht – Wacholder

Lavendel: hilft bei Unruhezuständen, Kopfschmerzen und bringt den Lymphfluss in Gang, unterstützt die Hautfunktion,  schlaffördernd und entspannend Blue Angel – Lavendel (Berg-)

Angelikawurzel: immunstärkend, blutreinigend, belebend, herzstärkend, durchblutungsfördernd, innerlich aufrichtend, angstlösend, psychisch stabilisierend Krieger des Lichts – Angelikawurzel

Bevor man sich für eine Fastenkur entscheidet, sollte man mit seinem Hausarzt Rücksprache halten, ob diese Methode für einen selbst geeignet ist. Außerdem ist es empfehlenswert, sich an einem strukturierten Leitfaden zu orientieren, da vor und nach dem eigentlichen Fasten Entlastungs- und Aufbautage und insgesamt eine gewisse Planung nötig ist.

Buchtipps:

Wie neugeboren durch Fasten, Dr. med. Hellmut Lützner

Säure-Basen-Balance, Prof. Dr. Jürgen Vormann

Das Säure-Basen-Kochbuch, Monika Lohmann

Fortsetzung folgt….Detox – Aroma-Rezepte für die Fastenzeit

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