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Mein Anti-Virus Programm – Sofortmaßnahmen mit ätherischen Ölen

25 Jan

lilasEs gibt Tage, da wacht man morgens auf und spürt so ein verdächtiges Kratzen im Hals, die Nase ist verstopft und der Kopf schmerzt. Mist, eine Erkältung ist am Kommen, mal wieder irgendwo angesteckt, ausgerechnet jetzt…

Erstaunlicherweise lässt sich eine Infektion in vielen Fällen noch recht gut mit ätherischen Ölen abwenden und am nächsten Tag ist alles wieder gut. Hierfür eignen sich ätherische Öle, die das Immunsystem pushen. Mit Hilfe der ätherischen Öle kann das Immunsystem dann wieder die Oberhand gewinnen und die Symptome verschwinden. So erkläre ich mir zumindest die Wirkung.

 In diesem Beitrag möchte ich mein Anti-Virus-Programm vorstellen, das mir schon oft sehr gut geholfen hat. Es gibt natürlich einige Düfte, die in Frage kommen.

Meine Favoriten sind Tulsi, Oregano, Thymian linalool & thymol, Palmarosa, Lavendel,  Zitrone, Rosmarin cineol, Kardamom, Angelikawurzel, Zimtrinde, Ingwer.

Folgenden Mischungen sind im Lauf der Zeit eher zufällig entstanden und ich habe persönlich sehr gute Erfahrungen damit gemacht.

Die erste Maßnahme ist die Inhalation von Thymian linalool und Zitrone. Hierzu gebe ich je 1 Tropfen auf ein Wattepad und atme den Duft tief ein. Mehrmals täglich.

Dann mische ich mir folgendes Öl, das sofort auf die Fußsohlen aufgetragen wird. Dies wiederhole ich noch 2-3 mal am Tag oder nach Gefühl auch öfter.

Push-up für das Immunsystem 

3 Tr. Tulsi
4 Tr. Thymian linalool
5 Tr. Zitrone
20 ml Mandelöl
 

Am Abend vor dem Schlafengehen nehme ich folgendes Aroma-Bad:

100g Meersalz
5 Tr. Palmarosa
3 Tr. Lavendel extra
2 Tr. Kardamom
 

Vor dem Schlafengehen reibe ich nochmals die Füße mit oben genannter Mischung ein.

Am nächsten Morgen sind die Symptome dann meistens weg. Natürlich klappt es nicht immer, aber öfter als man denkt.

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Detox Agent – Koriander

17 Jan

Heiß und fettig – und davon viel zu viel. Ein schädlicher Einfluss hat dich erwischt, du hast einen Brocken zu verdauen, der dir schwer im Magen liegt. Es sind Dinge in dich hinein geraten, die dir übel zusetzen, sei es über die Nahrung oder  im zwischenmenschlichen Bereich, dann ist der Koriander genau der richtige Detox Partner.

Sein Motto ist nämlich ganz einfach und bodenständig. Ärmel hoch krempeln, raus mit der Sch…. und das am besten sofort.

Entgiftung tut immer gut und führt zur Leichtigkeit des Körpers und zur Freiheit des Geistes. Koriander leitet Gifte und Rückstände sehr effektiv auf allen Ebenen der menschlichen Existenz aus.

Vom Schwermetall, über die Bakterie bis hin zu Ekelgefühlen und biographischem Abfall: Koriander steckt sie alle in den Sack und setzt sie vor die Tür.

Der Korianderduft raubt nach neueren Ergebnissen selbst antibiotikaresistenten Bakterienstämmen den Atem und zerstört die Zellmembran der Bakterie, was schließlich im Handumdrehen zum Zelltod führt. Daher kommt das Korianderöl auch zur Ausleitung toxischer Keime bei Lebensmittelvergiftungen zur Anwendung.

Obwohl als sekundäre Wirkung der Geist klar wird und das Herz zentriert und leicht ist die große Stärke dieses Duftes die gründliche Reinigung des Körpers durch die Ausscheidung von Giftstoffen über den Darm und die Haut.

Koriander eignet sich hervorragend als Begleitung zu einer Ernährungsumstellung oder einer Fastenkur, da das ätherische Öl die Tätigkeit der Darmflora positiv unterstützt.

Koriander ist ein Verjüngungsmittel und unterstützt den Körper in allen seinen verdauenden und ausscheidenden Tätigkeiten. Wenn der Körper sich regenerieren und verjüngen kann, so führt dies zu mehr Vitalität, Tatkraft und Lebensfreude.

Müdigkeit, Niedergeschlagenheit, Schlafstörungen, Stimmungs-schwankungen oder Melancholie und Depressionen haben häufig einen überforderten, verschlackten Körper als Ursache, der nicht mehr mit dem Abbau von Toxinen fertig wird.

Mens sana in corpore sano.   Juvenal

(ein gesunder Geist in einem gesunden Körper)

Der Korianderduft lenkt die Aufmerksamkeit auf den Körper und die Arbeit, die er täglich für uns leistet. Wenn du dich durch den Koriander angezogen fühlst, ist es wahrscheinlich an der Zeit, den Körper durch bewusste Entgiftungsmaßnahmen zu entlasten.

Affirmation: „Ich werfe allen Ballast von Bord!“ „Mein Körper ist leicht und frei!“

Duft: Coriandrum sativum, Frankreich

Verwendeter Pflanzenteil: Samen

Gewinnung: Destillation

Better safe than sorry – Insektenschutz mit ätherischen Ölen

19 Jun

Wie herrlich eine laue, von Düften erfüllte Sommer-nacht doch ist. Aber mit Einbruch der Dämmerung sind auch allerhand summende geflügelte Wesen unterwegs und die Natur hat es so eingerichtet, dass diese sich ausge-rechnet von Menschenblut ernähren.

So eine kleine Mücke hat schon so manchem den Schlaf geraubt und soll vereinzelt sogar Individuen an den Rande des Nervenzusammenbruchs gebracht haben.

Mit ätherischen Ölen lassen sich schnell und einfach wirkungsvolle und wohlriechende Anti-Mücken-Sprays und Lotionen herstellen. Und was für uns Menschen gut riecht, ist für die Mücke eine echte Zumutung.

Denn Duftpflanzen produzieren ätherische Öle unter anderem deswegen, um Schädlinge fernzuhalten. Deswegen werden oft Lavendel, Thymian und andere Duftkräuter dicht neben die stets für Schädlinge anfälligen Rosen als natürlicher Insektenschutz gepflanzt. Des einen Freud ist eben des anderen Leid.

Meine Top 5 zur Insektenabwehr sind:

Lavendel (Lavandula angustifolia) – entzündungshemmend, Juckreiz stillend, antibakteriell, entgiftend

Thymian (Thymus vulgaris ct. linalool) – desinfizierend, tonisierend, immunstärkend

Pfefferminze (Mentha piperita) – kühlend, abschwellend, schmerzstillend, Juckreiz stillend

Lemongras (Cymbopogon flexuosus) – insektenabweisend, antibakteriell, desodorierend

Citronella (Cymbopogon nardus)  – insektenabweisend, antibakteriell, antiinfektiös, desodorierend

Lavendel, Thymian und Pfefferminze eignen sich gut in einer Lotion zum Auftragen auf der Haut. Lemongras und Citronella im Prinzip auch, sie sollten aber nicht in allzu hoher Dosis in einer Hautlotion enthalten sein, da sie dann sensible Haut  reizen können. Alle oben genannten Düfte können auch einzeln verwendet werden, in der Anwendung hat sich folgende synergistische Mischung sehr gut bewährt.

Anti-Mücken-Grundmischung von Valerie Ann Worwood:

Diese Düfte kann man sich im angegebenen Verhältnis auf Vorrat im Braunglasfläschchen mischen und bei Bedarf anwenden.

Thymian linalool  4 Tropfen
Lavendel                  4Torpfen
Pfefferminze           4 Torpfen
Lemongras             8 Torpfen
 

Anwendungsmöglichkeiten:

Als Insekten-Schreck: 2 Tropfen der Mischung auf einen Wattebausch geben und auf das Nachtkästchen legen.

Als Türsteher: 4-5 Tropfen in eine Schale mit heißem Wasser geben und vor das offene Fenster stellen. Die Mücke wird es sich dann zweimal überlegen, ob sie hereinfliegen wird.

Als Lotion: 2 Tropfen auf 1 EL pflanzliches Öl von guter Qualität geben und auf die Haut auftragen.

Als Raumspray: 50 ml Wasser,  1 EL hochprozentigen Alkohol (z,B, Vodka) und 10 Tr. der Grundmischung in einem Pumpzerstäuber mischen.

Erste Hilfe mit Lavendel:

Wieder ist der gute alte Lavendel die erste Wahl, wenn man gestochen wurde. Hierzu einen Tropfen Lavendelöl pur auf die betroffene  Hautstelle geben. Im Abstand von mehreren Minuten bis zu 5 Mal wiederholen, sobald das ätherische Öle von der Haut absorbiert wurde.

Falls größere Hautflächen betroffen sind:

Den Saft von 2 Zitronen oder 100 ml Apfelessig mit 10 Tropfen Lavendel mischen und auf die Hautpartie auftragen. Diese saure Mischung neutralisiert den alkalischen Insektenbiss und desinfiziert die Haut.

Anwendung für Kinder: Lavendel (L. angustifolia) kann wie oben beschrieben auch für Kleinkinder und Babys angewendet werden, damit ist man immer auf der sicheren Seite. Pfefferminze ist in geringer Dosierung erst für Kinder ab 3 Jahre geeignet. Beim Thymian ist nur der Chemotyp linalool für Kinder ab 3 Jahre geeignet, bitte Finger weg von den anderen Chemotypen (thymol, thujanol). Lemongras und Citronella werden von Kindern ab 3 Jahre in geringer Dosierung im Raumspray oder der Duftlampe im Allgemeinen gut vertragen, jedoch würde ich vom Auftragen auf die sensible Kinderhaut absehen.

Bitte beachten Sie meinen Hinweis in eigener Sache.

Let’s fly away – Aromatherapie im Flugzeug

30 Mai

Wenn der Mensch wie ein Vogel sein will, muss er sich bei Flugreisen etwas einfallen lassen, um das Defizit der Flügellosigkeit auszugleichen.

Das Resultat ist eine Maschine, die wir heute gemeinhin als Flugzeug oder Flieger bezeichnen, wo wir Menschen uns dann in großer Anzahl hineinsetzen und ganz schnell ganz weit weg fliegen können. Mit dem aristokratischen Flug des Adlers oder des Falken hoch in den Lüften hat dies aber leider wenig zu tun. Der menschliche Körper ist nämlich eigentlich nicht fürs Fliegen gemacht!

Stattdessen muss sich unser Körper je nach Flughöhe an schwankende Luftdruckverhältnisse in der Flugkabine, an geringere Sauerstoff-zufuhr, an mangelnde Beinfreiheit und Unbeweglichkeit (sog. Economy Class Syndrom) sowie an deutlich herabgesetzte Luftfeuchtigkeit im Inneren des Flugzeugs anpassen.

Die Atem- und Pulsfrequenz wird während des Flugs erhöht. Außerdem kommt es bei Langstreckenflügen zu einer Störung des Biorhythmus, da der Körper die Zeitverschiebung nicht so schnell verarbeiten kann wie das Flugzeug fliegt.

Am Ankunftsort kann dies für 12-24 Stunden zu einem allgemeinen Unbehagen, zu Müdigkeit, Gereiztheit und Kopfschmerzen sowie zu Stimmungs-schwankungen führen, was als Jet Lag bezeichnet wird.

Dies alles bedeutet Stress für das Immunsystem. Zudem herrscht in der Flugkabine meist eine annähernd keimfreie Atmosphäre (abgesehen von Keimen, die Mitreisende mitbringen), so dass das irritierte Immunsystem in den Engergiesparmodus umschaltet. Wenn es dann mit fremdartigen Keimen am Ankunftsort in Kontakt kommt, ist nicht selten eine Infektion die Folge.

Zudem leiden immer mehr Menschen an Flugangst.  Diese äußert sich z.B. in Panikattacken, Katastrophenfantasien, Kontrollverlust, Platzangst oder Höhenangst.

Mit ein paar einfachen Tricks und Tipps aus der Aromatischen Hausapotheke lässt sich glücklicherweise für viele dieser Unbequemlichkeiten eine angenehme Linderung erzielen.

Geschwollene Knöchel und Beine:

Bereiten Sie vor der Abreise eine Aroma-Kompresse wie folgt zu:

Ein kleines Baumwolltuch oder einen Waschlappen mit heißem Wasser tränken, auswringen und mit je einem Tropfen von Lavendel und Zypresse beduften.

Das kleine Handtuch in einer verschließbare Plastiktüte verstauen und im Handgepäck mitnehmen. Bei Bedarf Knöcheln und Waden (in Herzrichtung) mit der warmen Kompresse unter leichtem Druck frottieren. Dies ist erfrischend und regt den Lymphfluß an.

Versuchen Sie so viel wie möglich Wasser zu trinken und vermeiden Sie Alkohol und Kaffee.

In der Apotheke kann man außerdem Reisestrümpfe bzw. Thrombosestrümpfe besorgen, die man während des Flugs trägt. Diese unterstützen die Blutzirkulation in den Beinen und beugen so einer Thrombose vor.

Trockene Haut: 

Bereiten Sie vor der Abreise ein Gesichtsöl wie folgt zu:

In einem 10 ml Braunglasfläschchen mischen Sie 10 ml Bio-Mandelöl mit  1 Tr. Rose und 2 Tr. Rosengeranie. Bei Spannungsgefühlen der Haut von Zeit zu Zeit auf Gesicht und Hals auftragen.

Oder wenden Sie eine Kompresse wie oben beschrieben mit 1-2 Tr. Rosengeranie oder Lavendel an. Diese müsste dann auch vor der Abreise zubereitet werden.

Flugangst:

1-2 Tropfen Lavendel oder Rosengeranie auf ein Taschentuch geben und in einer verschließbaren Plastiktüte griffbereit aufbewahren. Bei Bedarf  ein paar tiefe Atemzüge nehmen und die Platiktüte dann wieder gut verschließen. Lehnen Sie sich zurück, atmen Sie so tief und regelmäßig wie möglich.

Jet Lag:

Legen Sie sich nach der Ankunft auf keinen Fall schlafen, sonst werden Sie mitten in der Nacht wieder wach. Zum Wachbleiben/Aufwachen geben Sie 1-2 Tropfen ätherisches Rosmarinöl (Typ Cineol) auf einen nassen Waschlappen und reiben Sie den Körper von Fuß bis Kopf mit kräftigen Massagebewegungen immer zum Herzen hin ab.

Vor dem Schlafengehen eignet sich ein Bad mit 3-5 Tropfen Lavendel. Hierzu das ätherische Öl mit einem fetten Emulgator wie Milch oder pflanzlichem Öl mischen, oder das ätherische Öl vorher mit Zucker oder Salz mischen und es dann in das Badewasser geben. Ätherische Öle sind nämlich nicht wasserlöslich.

Natürlich eignen sich auch noch viele andere ätherische Öle, jedoch habe ich auf eine begrenzte Anzahl an Ölen geachtet, da die Aroma-Flugapotheke ja auch wenig Platz einnehmen soll. Die ausgwählten Düfte sind wahre Allrounder und können noch für viele weitere Beschwerden eingesetzt werden. Dies würde aber nun den Rahmen dieses Artikels sprengen.

Für die oben genannten Anregungen brauchen Sie:

  • ätherisches Lavendelöl (Lavandula angustifolia, am besten Berglavendel bzw. Lavendel extra)
  • ätherisches Rosengeranienöl (Pelargonium graveolens)
  • ätherisches Rosenöl (Rosa damascena) Dies können Sie aus Preisgründen auch durch Rosengeranie oder Lavendel ersetzen.
  • ätherisches Rosmarinöl des Chemotyps Cineol (Rosmarinus officinalis var. cineol)
  • ätherisches Zypressenöl (Cupressus sempervirens)
  • Bio Mandelöl 10 ml
  • für Kompressen kleine Baumwolltücher oder Waschlappen
  • Plastiktüten zur Aufbewahrung der Kompressen
  • 1 Braunglasfläschchen 10 ml
Das Aroma Journal wünscht eine angenehme Reise!

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