Archiv | Souveränität RSS feed for this section

Düfte am Arbeitsplatz – Sommer Special

17 Jul

IMG_0309Es ist Sommer, die Laune ist gut, die Getränke sind schon kühl gestellt und voller Vorfreude denken wir an den Feierabend, an eine laue Sommernacht, in der man noch lange draußen sitzen kann und die freie Zeit genießen kann.

Jedoch verbringen viele Leute die meiste Zeit des Tages in der Arbeit. Einige denken nach Feierabend noch immer an die Aufgaben, die sie zu erledigen haben und für andere ist das Arbeitsleben gleichzeitig der Mittelpunkt des Lebens.

Warum sollte man sich also das Leben im Büro nicht etwas schöner machen?

Ätherische Öle können in vielfältiger Weise hilfreich sein. Daher ist im Aroma Journal nun eine ganze Artikelreihe als Sommer Special vorgesehen und zwar mit folgenden Themen:

  • Die richtige Arbeitsatmosphäre schaffen – bewährte Düfte und Duftmischungen für verschiedene Stimmungslagen vor Arbeitsantritt
  • Mach mal ne Pause – Düfte für die Mittagspause, Power-Nap und Tiefenentspannung
  • Hitzefrei im Büro – Kleine Duftanwendungen für zwischendurch, die für Abkühlung sorgen
  • Düfte für konzentriertes Arbeiten
  • Digital Detox – den Kopf frei kriegen
  • Kommunikation am Arbeitsplatz – Düfte für Besprechungen, Diskussionsrunden und Brainstorming
  • Start in den Feierabend –  Kleine Duftrituale zum Abschalten
  • Mobbing und Stress am Arbeitsplatz – wie man mit Düften bei sich selbst bleibt
  • Frei vor Publikum sprechen – Duftanwendungen für Präsentation, Prüfungen und wichtige Gespräche

Die Artikel werden in den nächsten Wochen nach und nach im Aroma Journal zu lesen sein.

Advertisements

Wildniswissen – Kreuzkümmel

10 Jul
Foto

Jeanswerbung Dr. Denim

Wer hat der zivilisierten Welt nur beigebracht so ängstlich und gleichzeitig so brav zu sein? Warum können wir nicht etwas wilder sein, die Schuhe ausziehen und einfach barfuß weitergehen, und im Kühlschrank nur das Essen für den nächsten Tag einlagern?

Vielleicht weil wir unser wildes Erbe, unser Wildniswissen vergessen haben. Im Grunde des Herzens oder vielleicht sogar darunter ist mit dem Duft des Kreuzkümmels ganz deutlich die wilde, animalische Natur des Menschseins zu spüren.

Die Reise zum wilden Teil scheint mir rückblickend wie ein langer Weg, den ich in kleinen Schritten zurücklegen musste. In dem Augenblick, als ich den Kreuzkümmel zum ersten Mal roch, machte sich in meinem Unbewussten ein Fährtensucher auf den Weg, um zu meiner Wildnis zu gelangen. Und im selben Moment dachte ich: „Oh mein Gott, das riecht wie Schweiß!“

Einmal ist es mir passiert, dass dieser Duft chamäleonartig seine Duftnoten geändert hat. Zuerst schwülstig schmalzig und sehr intensiv würzig, wenig später entströmte eine leichte Kirsch-Note, hin zu einer kompletten Wandlung zu kräftiger Minze gefolgt vom medizinischen Duft der Myrrhe.

Ich habe erlebt wie der Duft bis tief in die Gedärme vorgedrungen ist und vor dem inneren Auge ein lebhaftes Bild sich bewegender Darmwindungen des Dickdarms und Dünndarms entstanden ist. Der Geruch ist schwer auszuhalten, ein Anflug von Übelkeit streift die Wahrnehmung, im Kopf steigen sanfte Nebel auf. Benommen und übel, na toll.

Es war wie ein Verdauungsprozess, der in die Zeit hineinragte und mich Stück um Stück zum wilden Teil meiner selbst brachte, zu jenem Stück Garten, das man nie besucht und wo Gestrüpp und Unkraut das Regiment übernommen haben.

Die Wildnis hat ihre eigene Architektur und ihre eigenen Gesetze.

Wild zu sein bedeutet nicht, die Kontrolle zu verlieren. Nein, es bedeutet intuitiv kraftvoll zu sein und diese Kraft wird gespeist von dem Wissen, innere Ressourcen zu mobilisieren, von denen man bisher vermutet hat, dass sie da sind, aber es eben nicht genau wusste.

Es bedeutet mehr Bodenhaftung zu haben, mehr Mut, mehr Souveränität, mehr Fülle, mehr Vertrauen darin, sich zu helfen zu wissen.

Es ist das Wissen, dass wir einen Sinn für das Überleben haben, den wir zwar nicht mehr nutzen, weil es uns einfach in diesem Teil der Welt  so gut geht und wir so viele Annehmlichkeiten in unserem Leben haben, dass wir nie dazu kommen, es auszuprobieren. Dass wir nie wissen, was wir alles überleben können und infolgedessen haben wir Angst, es könnte uns etwas zustoßen.

An und für sich bin ich kein besonders ängstlicher und auch kein besonders angepasster Mensch, und doch, im Angesicht dieses Duftes kommt so etwas wie Wagemut hervor, die Lust, sich zu widersetzen, die Streitaxt auszupacken, wenn es notwendig ist. Und auch die Lust, die wilde Seele zu nähren, ein Feuer zu entzünden, Räucherwerk zu verbrennen, sich die Hände schmutzig zu machen, barfuß zu gehen, mit den Wölfen zu heulen, zu tanzen und aus voller Inbrunst zu lachen und noch so einiges anderes…

Inzwischen finde ich zwar immer noch, dass der Kreuzkümmel etwas Schwülstig-Schweißiges hat, aber die wilde und animalische Seite in mir wird mir dadurch jedes mal wieder stark bewusst. Die wilde, ungebremste, bodennahe Kraft, die dann zu spüren ist,  fühlt sich an als ob man von einer sehr langen Reise endlich Heim kommt – zum ältesten Ort, der in einem selbst existiert.

Affirmation: „Gute Mädchen/Jungs kommen in den Himmel, wilde Mädchen/Jungs kommen überall hin!“

Duft: Cuminum cyminum, Ägypten

Verwendeter Pflanzenteil: Samen

Gewinnung: Destillation

Oh Captain, mein Captain – Moschuskörner

19 Jan

moschus

Im Leben gibt es viele Wege –  zu Wasser, zu Lande oder in der Luft.

Wir bewegen uns auf diesen Wegen fort, mal schneller, mal langsamer, über Berg und Tal, über Umwege und Irrwege und kommen dann doch irgendwann wieder an einen Ort, der uns bekannt vorkommt, an einen Punkt, an dem wir vielleicht schon einmal waren oder es kommt uns nur so vor. Oder wir finden in der Fremde ein neues Zuhause, wo sich die Seele gerne niederlässt.

Sicher ist, dass man niemals dieselbe oder derselbe bleibt. Das Leben ist eine Reise und mit dem Duft der Moschuskörner gehe ich auf Entdeckung.

Sogleich entsteht in meiner Imagination das Bild eines Schiffes, dessen Segel aus Federn besteht, die zart im Wind flattern. Mein Schiff schwebt schwerelos auf hohen Wellen und in der Ferne sehe ich einen Fixpunkt in den Farben des Federkleides meiner gehissten Segel.

Mir wird klar, dass wir, mein Federboot und ich, dorthin in die Ferne segeln werden und dass dies auch ohne mein Zutun geschehen wird.

Ich weiß vielleicht nicht genau, wohin mein Schiff fährt, aber ich weiß ganz sicher, dass ich der Kapitän bin. Oh Captain, mein Captain!

Der Kapitän ist ein Symbol für den inneren Kompass, nun spüre ich ihn ganz deutlich. Eine trockene Note im Duft lässt immer wieder das Bild von trockenem Treibholz, das an einen paradiesischen Strand angespült wurde, entstehen. Mag sein, dass das Boot, zu dem das Treibholz gehörte, Schiffbruch erlitten hat oder es im Sturm an einem Felsen zerschellt ist. Aber dieses eine  Stück hat es doch bis ins Paradies geschafft.

Vielleicht ist es besser ein Stück Treibholz im Paradies zu sein, als ein ganzes Schiff im sicheren Hafen? Zahlreiche Gedanken zum Thema „Lebenswege“ gehen mir durch den Kopf. Der Duft hat auch etwas Fruchtig-Exotisches an sich und schenkt Mut, auch die ungewöhnlichen, speziellen, von der Norm abweichenden Lebensabschnitte zu würdigen.

Es wird immer Leute geben, die den eigenen Lebensweg nicht verstehen, die Zweifel säen oder versuchen, einem ihr eigenes Lebenskonzept überstülpen zu wollen. Da rascheln die Federn meines Zauberschiffes leise im Wind und flüstern: Oh Captain, mein Captain!

Und ja, ganz tief in mir selbst hallt das Echo dieser Worte nach und bringt etwas zum Schwingen. Es ist die Freiheit, den eigenen Weg zu wählen, Schritt für Schritt. Ich selbst kenne mich am besten und deswegen weiß ich auch am besten, wohin ich will.

Lebenswege gibt es viele, nicht nur einen einzigen. Und außerdem segelt mein Schiff sowieso ganz von allein meinem Fixstern entgegen. Ich konzentriere mich auf das Flüstern der bunten Federn im Wind….und lausche dem Echo tief im Inneren….und weiß, dass dies das Einzige ist, was zu tun ist.

Affirmation: „Oh Captain, mein Captain!“

Duft: Hibiscus abelmoschus

Verwendeter Pflanzenteil: Samen

Gewinnung: Wasserdampfdestillation

Tor zur neuen Welt – Limette

27 Jul

Der frisch-herbe Duft der Limette kündigt Neubeginn und Aufbruch an und weckt die natürliche Neugier –  Gier auf Neues.

Die Limette verbindet Forscherdrang und Wis-sensdurst mit sachlicher Wachheit. Hinzu kommt noch eine Prise Aben-teuerlust, nämlich dann wenn die Lust zu entdecken und Neues zu erfahren, so groß ist, dass man dafür bereit ist, ein Risiko einzugehen.

Dieses Gefühl muss auch die Forscher, Seefahrer und Entdecker angetrieben haben, die sich auf eine lange Reise ins Ungewisse machten,  um jene neue Welt zu erkunden, die sie nur als Mythos kannten.

Deutlich spürbar ist die frische Kraft des Tagesanbruchs, der  eigene Geist scheint benetzt vom Morgentau, der Blick streift in der Ferne den Horizont.

Die Gefühlswelt ist von der Gewissheit erfüllt, dass man sich auf sein Wissen und Können verlassen kann, um jede erdenkliche, unvorhergesehene Situation zu bewältigen.

Genial, dass der Limettenduft für Frohsinn sorgt und die nötige Energie mobilisiert, um die Aufmerksamkeit auf Neuartiges zu lenken. Bewusstsein kostet Kraft und gerade die intellektuellen, musischen Fähigkeiten blühen auf.

Die Limette ist ein idealer Duft, wenn sich Langeweile, Lethargie und Gewohnheit im Leben breit machen. Mit dem Duft der Limette schärft sich die Wahrnehmung für neue Möglichkeiten. Die Bereitschaft, neue Wege einzuschlagen, steigt.

Die Limette weckt Interesse und Neugier, öffnet den Geist für Neuartiges und Unbekanntes und unterstützt dabei, die eigene Zukunftsvision zu erdenken und schließlich die Tore in der neuen Welt zu durchschreiten!

Affirmation: „Frohen Mutes durchschreite ich das Tor zur neuen Welt!“

Duft: Citrus aurantiifolia, Brasilien

Verwendeter Pflanzenteil: Schale

Gewinnung: Kaltpressung

Ceridwen’s Kessel – echter Salbei

30 Mai

Windstille des Herzens gepaart mit großer Achtsamkeit und Vitalität der Gedanken lassen mich in eine heilsame Höhle eintreten. Dort hängt der große, geheimnisvoll blubbernde Kessel Ceridwen’s über dem Feuer.

Einer keltischen Sage nach braute Ceridwen in ihrem magischen Kessel einen Trank, der ihren Sohn zum weisesten aller Wesen machen sollte.

Das Bild des nährenden Kessels, der Weisheit, Inspiration und Nahrung für die Seele schenkt, wird durch das ätherische Salbeiöl sehr schön aufgegriffen.

Der Geist ist angeregt, jedoch nicht aufgeregt, das Herz schlägt gleichmäßig und ist deutlich in der Mitte des Brustkorbs wahrnehmbar. Gedanken, Herzschlag und Atmung bilden eine starke, zentrierende Achse, eine Allianz der wachen Ruhe.

Im Salbeiöl sehe ich eine reife Frauengestalt, eine Heilerin und eine gute, wenn auch strenge und konsequente Lehrerin. Sie verkörpert das alte alchemistische Prinzip Solve et coagula – löse und binde!

Darunter verstehe ich die Analyse, Trennung und Auflösung einer Eigenschaft und das anschließende Zusammenfügen der einzelnen Teile zugunsten eines besseren Ergebnisses.

Im Spiegel höchster Konzentration kommt es zu einem inneren Klärungs- und Reinigungsprozess und zu einem ehrlichen Blick auf das eigene Spiegelbild. Salbei lässt keine Selbsttäuschung zu. Was man bekommt, ist die Wahrheit über sich selbst.

Negative Seelenzustände werden gelöst und erlöst, positive Seelenzustände werden anerkannt und eingeladen zu bleiben. Mit diesem Reifungsprozess stellt sich ein autarkes Gefühl der Souveränität, Authentizität und der inneren Stärke ein.

Mit Salbei lernt man, von sich selbst zu lernen und die eigene Wahrheit, die wie alles im Universum  stetiger Veränderung unterworfen ist, immer wieder im eigenen Spiegelbild zu erkennen.

Salbei ist ein Duft wie ein Fels in der Brandung mit einer sehr starken Duftpersönlichkeit. Nur ein einziger Tropfen reicht für ein ganzes Königreich der Inspiration.

Es ist kein Duft für den Alltag, sondern eher für bestimmte Momente und Phasen der Veränderung und des Lernens, in denen es nötig ist, die eigene Identität zu stärken und sich selbst zu erkennen und wiederzufinden.

Ebenso hilft der Duft, alte Narben endgültig zu heilen und zu erkennen, dass  mit bestimmten (schmerzhaften) Lebenserfahrungen eine Einladung zur Veränderung oder Umkehr ausgesprochen wird.

Der einschränkende, klärende und reduzierende Effekt von Salbei kann wohltuenden Durchblick bei unkontrollierbaren Gedanken- und Gefühlswellen bringen.

Affirmation: „Ich trinke aus der Quelle innerer Weisheit!“

Duft: Salvia officinalis, Portugal

Verwendeter Pflanzenteil: Kraut

Gewinnung: Destillation

Hinweise:

Obwohl ich die Eigenschaften von Salvia officinalis sehr schätze, muss auch ich an dieser Stelle zur Achtsamkeit im Umgang mit dem Duft mahnen. Der sehr hohe Monoterpenketongehalt (überwiegend Thujon) regt die Nerventätigkeit stark an und ist für Epileptiker, Kinder und Schwangere tabu.

Sogar und gerade in einer sehr geringen Dosierung (0.5%) kann Salbei seine wohltuenden und erkenntnisfördernden Eigenschaften vollkommen entfalten. In dieser geringen Dosierung sind keine Nebenwirkungen für gesunde Erwachsene bekannt.

Die Warnhinweise sind natürlich berechtigt, trotzdem finde ich es schade, dass dieser wundervolle Duft aufgrund einer undifferenzierten Betrachtungsweise vielerorts gar nicht zur Anwendung kommt.

Feuer und Eis – Pfefferminze

23 Apr

Wer dem Ruf der Pfefferminze folgt, befindet sich in einem Spannungsfeld irgendwo zwischen Feuer und Eis.

Die Pfefferminze kühlt den Kopf und wärmt den Bauch. Sie trägt die gegensätzlichen Energien von Hitze und Kälte in sich und vereint diese integrativ in ihrer Mitte. Die mühelose Bewegung zwischen den Extremen verbindet, was eigentlich nicht zu-sammen gehören will.

Die minzige Komponente des Duftes sorgt für eine gesteigerte Wachsamkeit und gleichzeitig für eine gewisse Entspanntheit der Gedanken und eignet sich daher bestens bei Ideenflaute, Kopfzerbrechen und krampfhaftem Festhalten an einer bestimmten Gedankenstruktur.

Mit dem Pfefferminzduft gelingt es, sich gedanklich frei zu machen und den Fluss der Gedanken an sich vorüber ziehen zu lassen. Die Reduktion der geistigen Anspannung wirkt wie eine Art Anti-Blockiersystem, falls die gedankliche Handbremse sich einfach nicht lösen will.

Im heiß-kalten Wechselbad der Gefühle ist man meist zwischen widersprüchlichen Gefühlen hin und her gerissen und konflikthafte Spannungen lassen sich nicht mehr vollständig abbauen. Im emotionalen Bereich agiert die Pfefferminze wie ein Blitzableiter und ist hervorragend für psychosomatische Symptome wie Spannungskopfschmerzen, Magenkrämpfe und Verdauungs-störungen geeignet. Ihr großes Verdienst ist es, die gesamte negative Anspannung auf sich zu ziehen und diese zu neutralisieren.

Die Pfefferminze ist ein Duft der Geistesgegenwart und verbindet einen kühlen Kopf mit einem warmen und wohligen Bauchgefühl. Daher eignet sich der Duft auch sehr gut um in Extremsituationen angemessen zu reagieren und die Sinne beisammen zu halten, sowie bei Ohnmacht wieder das Bewusstsein zu erlangen.

Die Pfefferminze breitet sich sehr gerne in ihrem Wachstum aus. Durch unterirdische Wurzelausläufer sucht sie im Verborgenem immer wieder nach neuen Wegen, um im Leben weiter zu kommen. Frohen Mutes die Fühler auszustrecken und sich in alle Richtungen vorzutasten begünstigt die persönliche Entwicklung und ist zugleich Quelle der Inspiration.

Gegensätze und Widersprüchliches können auf einer höheren Ebene als Aufgaben verstanden werden, die es zu lösen gilt. Die Steine, die auf meinem Lebensweg liegen, sind schließlich dazu da, etwas aufzubauen!

Affirmation: „Alle Anspannung fällt von mir ab!“ „Ich umarme meine Gegensätze!“

Duft: Mentha piperita, Italien

Verwendeter Pflanzenteil: Blätter

Gewinnung: Destillation

Chakra Master – Niauli

7 Apr

Jeden Menschen umgibt ein ihm eigenes Energiefeld, das sich aus den inneren Kraftressourcen und der Gefühlslage speist.

In der Regel ist dieses elektro-magnetische Feld unsichtbar aber spürbar, sobald man beginnt, seine Aufmerksamkeit darauf zu lenken.

Dieses Kraftfeld ist wie ein trans-portabler Raum um uns herum, den wir immer mit uns mittragen.

Die eigene Privatsphäre wird normaler-weise nur durchbrochen, wenn man es selbst erlaubt und ist gesellschaftlich durch Begrüßungs- und Abschiedsrituale wie Küsschen geben und Händeschütteln geregelt (Höflichkeitsabstand).

Mit Niauli wird der eigene Energiekörper deutlich besser spürbar und die Eigenwahrnehmung endet in diesem Fall circa einen Meter außerhalb der Körpergrenze.

Immer wieder hatte ich die Imagination einer transparenten Regenbogenhaut aus kräftig leuchtenden Farben, die meinen Energiekörper von Kopf bis Fuß einhüllt, und mit jedem Mal etwas dicker und fester wurde, obwohl das Material nur aus buntem Lufthauch gewebt war.

Vor meinem inneren Auge erschienen wunderschöne rote, orange, gelbe, grüne, blaue, violette und weiße Chakra-Blüten . Mit ihnen kam die Information, wie es um mein Energiesystem bestellt ist.

Niauli, mein Chakra Master, geleitete mich geduldig überall dort hin, wo die Lebensenergie nicht mehr so unbeschwert fließen wollte, oder wo sich eine Energieblockade bereits auf der körperlichen Ebene in Form von Muskelverspannungen manifestiert hatte.

Das Besondere an dem sehr milden Niauli Öl ist, dass es die natürliche energetische Schutzhülle, die um den leiblichen Körper herum existiert von innen heraus aufbaut, gelegentlich sogar aufplustert, bis die eigene Ausstrahlung wieder richtig gesättigt ist.

Interessanterweise wird Niauli auch erfolgreich vor der Bestrahlung der Haut in der Krebstherapie eingesetzt, um die Strahlungsschäden zu mindern und dient also auch hier als Schutzanzug. Auf der körperlichen Ebene reinigt Niauli das Immunsystem und fördert eine gelassene Atmung und eignet sich sehr gut für eine Fußmassage vor dem Einschlafen.

Die Energie von Niauli ist sehr angenehm, mild und atemstimulierend, verfeinert die eigene Wahrnehmung und fördert den Bezug zum eigenen Energiekörper. Es eignet sich somit hervorragend für Imaginationsreisen durch den eigenen Körper. Der Chakra Master Niauli verbindet die Energiezentren im Körper miteinander und sorgt für ein feinstoffliches Wohlgefühl.

Begriffsklärung  Chakra

Affirmation: „Ich nehme meinen Energiefluss wahr!“

Duft: Melaleuca viridiflora,Madagaskar

Verwendeter Pflanzenteil:Zweige

Gewinnung: Destillation

Heilerin der blauen Stunde – Schafgarbe

20 Mrz

Das tiefblaue Öl der Schafgarbe sieht aus wie ein Zauberelixier aus einer weit entfernten Galaxie, während der Geruch an den vertrauten Duft einer Wildkräuterwiese erinnert.

Der erste Dufteindruck ist sehr stark krautig und anhaltend. Erst nach einiger Zeit lässt der Aufforderungs-charakter nach und wird zunehmend sanfter und offener.

Ich folge dem Impuls, einen Tropfen des Öls in meine Handinnenfläche zu tropfen und entlang meiner Lebens-linien sickert der blaue Duft bis in die feinsten Falten meiner Handinnen-fläche ein bis sich schemenhaft eine Figur abzeichnet – eine archetypisch weibliche Erscheinung, eine blaue Göttin oder Schutzpatronin.

Auf jeden Fall ist diese in sich ruhende Duftpersönlichkeit respekteinflößend und hinterlässt einen sehr starken Eindruck. Aufgrund ihrer Souveränität und Unerschütterlichkeit wirkt sie beinahe überirdisch, wie eine Botschafterin aus göttlichen Sphären.

Der uralte Name für die Schafgarbe ist „Heil aller Schäden“, denn sie weiß wie man Wunden heilt. Bereits Achilles soll seine verletzte Ferse mit Schafgarbe versorgt haben. Ihm folgten abertausende Soldaten auf verschiedenen Schlachtfeldern dieser Erde nach und versorgten auch ihre Wunden mit dem blauen Öl.

Während die Schafgarbe einerseits den Verwundeten und Leidenden unter ihrem Schutzmantel Obdach gewährt, gibt es da noch eine andere, transformierende Kraft, die einen antreibt, auf die Suche zu gehen. Dies geschieht, sobald nach Verletzung und Niederschlag wieder die ersten Kräfte mobilisiert werden.

Trotz aller Güte und wohlwollender Versorgung ist die Schafgarbe eine weise Duftgöttin, die den Weg der Konfrontation sucht. Es kommt zu einer Gegenüberstellung mit den eigenen Grauzonen, mit Fehlern, die nicht gemacht werden wollten, mit Gefühlen, die nicht gelebt werden wollten und mit Lebensaufgaben, die nicht angenommen werden wollten.

Dieser blaue Duft ermöglicht den übermenschlichen Schritt über Schwellen hinweg und durch die Tore der Selbsterkenntnis hindurch zu gehen und den prüfenden Blick der Sphinx zu überstehen.

Veränderung kann nur durch die Wahrnehmung der inneren Stimme geschehen.

Die Schafgarbe scheint zu sagen: „Vergiss deine Ratschläge und Meinungen und die der anderen, blende das Getöse der wirren und zweifelnden Gedanken aus deinem Bewusstsein aus und werde achtsam für das leise Flüstern deiner inneren Stimme, die bereits seit Urzeiten den richtigen Weg kennt.“

Im Seelenleben gibt es die blaue Stunde, die Zeit der Dämmerung bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang, die Zeit, um das Licht des Neuen zu begrüßen oder sich in die Dunkelheit zu wagen.

Vor Anbruch dieser blauen Seelenstunde hat man meist selbst schon eine Ahnung, dass es Zeit ist, an sich zu arbeiten, sich auseinanderzusetzen und den eigenen Weg zum Urgrund fortzusetzen. Der Duft der Schafgarbe sorgt dafür, diese Veränderung als nährend und heilend zu erfahren!

Die heilende, weibliche und schützende Kraft spiegelt sich auch in der Marienverehrung (Schutzmantelmadonna) wieder. In vorchristlicher Zeit war Brigid die keltische Göttin des Herdfeuers, auch die Strahlende, die Helle oder die Streiterin. Anbei ein altes Gebet ihr zu Ehren:

Brigid vom Mantel, umgib uns.
Herrin der Lampe, beschütz uns.
Hüterin des Herdes, entzünde uns.
Unter dem Mantel vereine uns
und gib uns dem Gedächtnis wieder.
Mütter unserer Mütter, Vormütter stark,
führt mit eurer Hand die unsrige,
erinnert uns, das Herdfeuer zu entfachen,
es leuchtend hell zu halten, die Flamme zu hüten.
Eure Hände sind unsere, Tag und Nacht.
Brigids Mantel um uns
Brigids Gedächtnis in uns,
Brigids Schutz, uns vor Schaden zu bewahren,
vor Unwissenheit, vor Herzlosigkeit,
diesen Tag und diese Nacht,
vom Morgengrauen bis zum Dunkel,
vom Dunkel bis zum Morgengrauen.

Affirmation: „Ich setze meinen Seelenweg fort!“ „Ich durchschreite die Tore!“

Duft: Achillea millefolium

Verwendeter Pflanzenteil: Blüte

Gewinnung: Destillation

Hoffnungsträger – Riesentanne

21 Feb

Groß und nach allen Seiten hin expandierend spendet der Duft der Riesentanne großzügig seine nadel-grüne Kraft.

Es riecht frisch, hell, dennoch weich und vor allem nach Hoffnung.

Innerlich fühlt sich der Duft an, als würde moosgrüner Samt in flüssiger Form durch den Körper gleiten.

Während ich den Duft weiter einatme, richte ich mich immer mehr auf, werde groß und größer und wachse. Mit dem Wachstum kommt das Gefühl der Großzügigkeit und der Gewissheit.

Das Wissen darum, sich weiter zu entwickeln und voranzuschreiten ist besonders in Lebensabschnitten wichtig, in denen einem die Bestätigung der eigenen Fähigkeiten von außen durch Erfolgserlebnisse oder verbales Feedback entweder gänzlich fehlt oder keine Bedeutung mehr zu haben scheint.

Für jeden Menschen kommt einmal der Tag, an dem nur er sich die Hoffnung schenken kann, die er zum weitermachen braucht.

Doch Fehlschläge und  Frustrationen lassen den Menschen psychisch und körperlich in sich zusammen sacken, machen klein, unbeweglich und ängstlich.

Der Duft der Riesentanne strömt tief ins Innere ein und legt eine der wertvollsten Ressourcen frei, die unheimliche Kräfte mobilisieren, die Willenskraft aktivieren und sogar über Leben und Tod entscheiden kann – die Hoffnung.

Dies ist ein Gefühl, das den Menschen antreibt und ihn daran hindert, kampflos aufzugeben. Es  ermöglicht eine Neubewertung der aktuellen Situation.

Hoffnung führt dazu, die Dinge  positiv zu sehen, obwohl sie es noch gar nicht sind. Der Mensch erschafft sich also mittels seiner tief verborgenen Kraftreserven die Illusion, dass alles besser werden wird und hält diese so lange aufrecht, bis diese Illusion zur Realität geworden ist. Ohne Hoffnung kann es keine Helden geben.

Der Duft der Riesentanne vermittelt Größe, Vitalität und Standhaftigkeit, führt aber gleichzeitig ganz ruhig und besonnen zur Quelle der eigenen Hoffnung.

Es ist der ideale Begleiter in Situationen, in denen man das Gefühl hat, sich nicht aus eigener Kraft aus der Enge, der Kleinheit, der Kraftlosigkeit oder der Ohnmacht befreien zu können.

Die Riesentanne mit ihrem wunderbar waldigen Aroma ist dein Hoffnungsträger, so lange, bis du es selbst (wieder) kannst!

Affirmation: Meine Hoffnung ist groß und weit! Meine Hoffnung trägt mich weiter!

Duft: Abies grandis, Frankreich

Verwendeter Pflanzenteil: Zweige

Gewinnung: Destillation

Ärger-Management – Petit Grain Clementinier

10 Feb

Abgesehen von einigen Aus-nahmeerscheinungen hat der durchschnittliche Mensch hin und wieder damit zu kämpfen, seine Gefühle wieder in den Griff zu kriegen.

Während die meisten Menschen alles Mögliche in ihrem Leben lernen, sind die Kenntnisse in der Disziplin des Ärger-Management -wenn überhaupt vorhanden- erschreckend vage.

Dies mag daran liegen, dass der offene und ungehemmte Ausdruck dieses hoch ansteckenden Affektes gesellschaftlich sanktioniert wird. Für das Funktionieren einer sozialen Gruppe ist es wichtig, den Ärger in irgendeiner Form zu kontrollieren. Die einfachste und gleichzeitig ungeeignetste Methode ist, den Ärger einfach herunter zu schlucken und beiseite zu drängen.

Was macht man aber, wenn der Ärger aus seinem Versteck herauskommt und nach Feierabend auf dem Nachhauseweg den Puls nach oben treibt? Wenn man alles kaputt hauen, eine bestimmte Person auf den Mond schießen oder einfach alles hinschmeißen möchte? Wie geht man mit Aggressionen und imaginierten Rachephantasien um?

Man nehme Petit Grain Clementinier als Sofort-Inhalation. Dieser wenig beachtete Duft leistet nämlich Erstaunliches. Er holt den außer sich geratenen Menschen auf seinem hohen Aktivitätsniveau ab und bringt ihn langsam aber sicher wieder nach Hause zu sich selbst zurück.

Dieser Duft wirkt wie eine Knautschzone und nimmt beim Gefühls-Crash den vollen Aufprall in Kauf. Dem Duft wohnt eine  klare und wohl strukturierte Ruhe und Gelassenheit inne, die die heftige Gefühlsreaktion einfach in sich aufsaugt und wie ein Schwamm absorbiert. Übrig bleibt dann in abgekühlter Form das ursprüngliche Ärgernis oder die Frustration.

Mit Petit Grain Clementinier gelingt es sogar, sich die Auslöser des Ärgers in Ruhe anzusehen und sich zu überlegen, wie man eventuell auf Personen zugeht, die einen geärgert haben, um ihnen ein Feedback zu geben oder falls dies nicht möglich ist, wie man mit der Sache seinen Frieden findet.

Petit Grain Clementinier ist der ideale Begleiter wenn man genervt ist von der Welt, den Kollegen oder sich selbst. Wenn man sich eine Zeit lang vernachlässigt hat, seine Energie nicht gut beisammen gehalten hat und plötzlich feststellt, dass einem eigentlich die Ressourcen fehlen, um Situationen, die man normalerweise gelassen hinnimmt, mit Gleichmut zu begegnen.

 Neben der Rosengeranie ist Petit Grain Clementinier ebenso wie das Petit Grain Bigaradier der beste Duft um eine Deeskalation von überschießenden Ärgerreaktionen und Aggressionen zu bewirken und sich vom Psycho-Müll des Alltags zu befreien.

Wenn man sich selbst „so“ gar nicht kennt, ist Petit Grain ideal, um seine Ressourcen wieder aufzufüllen, um gelassen den Anforderungen des Lebens entgegen zu gehen.

Affirmation: „Ich komme in meine Mitte zurück!“ „Ich bin besonnen statt betroffen!“

Duft: Citrus deliciosa, Frankreich

Verwendeter Pflanzenteil: Zweige und Blätter des Clementinenbaums

Gewinnung: Destillation

Dies ist der 100. Artikel im Aroma-Journal – ein kleines Jubiläum. Also lasse ich heute mal die Korken knallen und trinke auf das Wohl meiner geneigten Leserschaft!

%d Bloggern gefällt das: