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Aromatherapie für die kalte Jahreszeit

21 Nov

Mit Aromatherapie Wohlbefinden schaffen und Kraft tanken

Die Tage werden wieder kürzer – der Winter steht vor der Tür. Kälte, Schnee, Regen und die frühzeitig hereinbrechende Dunkelheit machen vielen Menschen zu schaffen. Unser Körper muss neue Kraftreserven mobilisieren, um stark und widerstandsfähig zu bleiben und unsere Seele braucht in dunklen, stürmischen und kalten Zeiten besonders viele Streicheleinheiten.

Wer für sein seelisches Wohlbefinden und Gleichgewicht sorgt und seine Energiereserven immer wieder rechtzeitig auftankt, reduziert Stress und schafft für sein Immunsystem die besten Voraussetzungen, um fit und gesund die kalte Jahreszeit zu meistern.

Die Aromatherapie lebt durch die Anwendung der ätherischen Öle, die uns ihre Heilkraft schenken. Es geht darum, den Menschen mit seinen individuellen Bedürfnissen wahrzunehmen und ihn unterstützend mit ätherischen Ölen zu begleiten. Kurz gesagt handelt es sich um die Behandlung von Seele, Geist und Körper mit ätherischen Ölen, die aus aromatischen Pflanzen gewonnen werden. Jedes ätherische Öl entfaltet durch seine ihm eigene Zusammensetzung auch ein bestimmtes Wirkspektrum.

Heilsame Rezepturen zum Verwöhnen

Nehmen Sie sich Zeit für sich und verwöhnen Sie sich mit einem duftenden Aromabad, einer sinnlichen Massage oder einem kräftigenden Fußbad und stärken Sie ganz nebenbei Ihre psychischen und körperlichen Abwehrkräfte.

Wärme- und Energiespender

Düfte wie Kardamom, Ingwer und Angelikawurzel sind besonders durchblutungsfördernd und erzeugen ein wohlig warmes Gefühl im Körper. Darüber hinaus haben diese Düfte noch viele weitere gesundheitsförderliche Eigenschaften. Diese Düfte stärken die Abwehrkräfte und schützen vor ansteckenden Erkältungskrankheiten. Psychisch wirken sie kräftigend, ausgleichend und stärkend.

Kardamom: stark antibakteriell, antiviral, entzündungshemmend,    entkrampfend, verdauungsfördernd, schleimlösend, belebend, geistig stimulierend.

 Ingwer: antiviral, schmerzstillend, vitalisierend, stabilisierend, regenerierend, entspannend, stresslösend.

Angelikawurzel: stark antiseptisch, entzündungshemmend, abwehrsteigernd, durchwärmend, entkrampfend, stark stimmungsaufhellend, nervenberuhigend.

Wärmendes Aroma-Energiebad

Bei Erschöpfung und drohender Erkältungsgefahr

200 ml Sahne oder 100 g Meersalz
1 EL Honig
2 Tropfen Angelikawurzel
1 Tropfen Ingwer
2 Tropfen Myrte Anden
 

Anwendung: Die ätherischen Öle mit Sahne/Meersalz und Honig vermischen und in das einlaufende Badewasser geben. Nach einer Badedauer von 20 Minuten gut abtrocknen, einkuscheln und 30 Minuten nachruhen.

Diese Anwendung ist auch hervorragend als Fußbad geeignet!

 Power-Massageöl

Gibt neuen Schwung bei geistiger Erschöpfung und Schwächezuständen

50 ml Bio-Mandelöl
3 Tropfen Orange
2 Tropfen Kardamom
1 Tropfen Mandarine rot
 

Anwendung: Ätherische Öle mit dem Mandelöl mischen. Das Massageöl kann zur Ganzkörpermassage oder auch für eine belebende Fußmassage verwendet werden.

Kraft tanken über Nacht

Einige ätherische Öle unterstützen Zellerneuerung, Entgiftung und Entspannung während wir schlafen und der Körper wertvolle Wiederaufbauarbeit leistet. Folgende Öle wirken stark entspannend, entkrampfend, schlaffördernd und regenerierend. Gerade bei starker nervlicher Belastung und Stress sollten diese Düfte zum Einsatz kommen.

Lavendel fein: zellregenerierend, entzündungshemmend, immunstimulierend, entkrampfend, fiebersenkend, beruhigend, angstlösend, zur eigenen Mitte führend, schlaffördernd.

Römische Kamille: stark krampflösend, nervlich entspannend, schmerzlindernd, hautpflegend, schlaffördernd, hilfreich bei Gereiztheit und Überforderung.

Neroli: stark antibakteriell, antiviral, energetisch ausgleichend, stimmungsaufhellend, ausgleichend, gut bei Engegefühl, Sorgen und seelischer Überlastung.

Vetiver: stark erdend, hautregenerierend, stark ausgleichend, kraftspendend, hormonell ausgleichend, immunstimulierend, aufbauend, stimmungsaufhellend. Schenkt Sicherheit, Ruhe und Standfestigkeit. Gut bei körperlicher Erschöpfung und Mutlosigkeit.

Schlaf-gut Mischung

Für tiefen erholsamen Schlaf

2 Tropfen Lavendel fein
1 Tropfen Römische Kamille
1 Tropfen Neroli
 

Anwendung: Vor dem Schlafengehen in die Duftlampe geben und den Raum 10 Minuten beduften oder als Massageöl mit 10 ml Bio-Mandelöl mischen und eine sanfte Bauchmassage mit langsamen kreisenden Bewegungen im Uhrzeigersinn durchführen.

Diese Mischung ist auch hervorragend für ein Aromabad geeignet.

Down to Earth-Öl

Bei Nervosität und Erschöpfung

1 Tropfen Weihrauch arabisch
1 Tropfen Vetiver
1 Tropfen Sandelholz
1 Tropfen Narde
 

Anwendung: Die ätherischen Öle in 10 ml Bio-Mandelöl mischen, die Füße vor dem Schlafengehen damit einreiben, warme Socken darüber ziehen und gut zudecken. Diese Ölmischung ist auch hervorragend zur Innenschau und Kontemplation geeignet.

 Süße Kuschelmischung

Für Geborgenheit und Seelenwärme

2 Tropfen Mandarine rot
2 Tropfen Benzoe Siam
1 Tropfen Vanille
1 Tropfen Sandelholz
 

Anwendung: Diese Mischung in die Duftlampe geben, gemütlich einkuscheln und abschalten. Für süße Träume!

Frische Energie für Wohnräume

In der Winterzeit verbringen wir viel Zeit in geschlossenen Räumen mit trockener Heizungsluft und auch die Ansteckungsgefahr für Infektionskrankheiten erhöht sich. Nutzen Sie die antibakteriellen und antiviralen Eigenschaften der ätherischen Öle, um die Raumluft zu erfrischen und zu reinigen.

Aufgrund ihrer stark reinigenden und desinfizierenden Wirkung sind folgende Düfte besonders geeignet: Angelikawurzel, Zitrone, Limette, Thymian, Eukalyptus, Bergamotte, Rosmarin, Wacholder, Fichtennadeln, Lemongras.

Anwendung: Geben Sie 2-4 Tropfen ätherisches Öl in eine Duftlampe, 10-15 Minuten brennen lassen, dann wieder ausmachen.

Hinweis: Die Empfehlungen in diesem Artikel ersetzen nicht den Besuch beim Arzt oder Heilpraktiker. Ätherische Öle sind hochkonzentrierte Pflanzenessenzen. Bitte stellen Sie vor der Anwendung sicher, dass die verwendeten Öle auch für Sie geeignet sind.

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Der Nomade – Wilde Pistazie

25 Okt

Wie einzelne Perlen reihen sich die Dufteindrücke aneinander, holzig, regennass, pfeffrig, würzig, herb und vieles wofür ich keinen Namen finde.

Den herben Duft tief durch die Nase einzuatmen, kostet etwas Mut, doch dann ist es auch schon geschehen.

Die Aufmerksamkeit richtet sich unmittelbar nach innen, so als würde ich in mich selbst hineinsehen. Der Blick nach außen ist durch einen feinen Schleier verhüllt.

Die Stirn ist angenehm kühl, meine Arme und Beine sind strömend warm, ebenso der Nacken und die Wangen. Wenig später spüre ich meinen Körper in wohlige Wärme gehüllt.

Ich spüre wie mein Körper beginnt, zu sortieren. Alles, was er nicht braucht, verliert seine Wichtigkeit und alles, was er braucht gewinnt an Bedeutung. Aufbruch, Leichtigkeit, Lösung.

Ein Nomade nimmt nie mehr mit als das, was er zum Leben braucht und ein paar Annehmlichkeiten, die das Herz erfreuen. Die Bedeutung der Dinge wandelt sich, wenn man alles mit sich herum tragen muss – immer.  Im Sinne dieses Duftes ist Loslassen etwas Schönes, eine Erleichterung.

Der Duft der wilden Pistazie bringt den Stein ins rollen und macht Lust auf Weniger, auf Freiraum, Leichtigkeit, Beweglichkeit. Reise mit leichtem Gepäck und offenen Armen.

Wenn die Anhäufung von Materie vom schönen Gefühl, etwas Kostbares zu besitzen in das erstickende Gefühl der Bedrängnis umschlägt, ist es Zeit Platz zu schaffen.

Dies ist der ideale Duft zum Aufbruch in einen neuen Lebensabschnitt, wenn man bewusst etwas hinter sich lassen, etwas verlieren, lösen oder loslassen möchte.

Vor allem empfinde ich den Duft der wilden Pistazie als eine Wohltat und Verjüngungskur für den Körper. Neben der entspannenden und lockernden Wirkung auf die Muskulatur („federleichte Arme“), wird der Kreislauf und der Lymphfluss angeregt. Die Sensibilität für den eigenen Körper und seine Bedürfnisse wird gesteigert. Der Körper kann sich regenerieren und darf sich von überflüssiger Materie trennen.

Die wilde Pistazie ist für mich ein nomadischer Duft. Die Nomaden finden immer wieder zur rechten Zeit am rechten Ort was sie zum Leben brauchen.

Affirmation:“Ich fühle mich leicht und frei!“

Duft: Pistacia lentiscus

Verwendeter Pflanzenteil: Zweige und Blätter

Gewinnung: Destillation

Mut zum Fühlen – Mandarine grün

6 Aug

Jeder Mensch hat die Gabe zu Fühlen und damit die Fähigkeit die innere und äußere Welt zu ertasten, sich zurecht zu finden und ein sanftes Band an die Erlebnisse zu knüpfen, die Leben bedeuten.

Unsere Gefühle sind  die Farben unseres Lebens. Als dynami-sches Navigationssystem bieten sie uns zuverlässig Orientierungshilfe in jeder Situation – vorausgesetzt man ist in der Lage seine Gefühle eindeutig zu erkennen und zu interpretieren.

Mit dem Duft von Mandarine grün steigt die Lust zu Fühlen in mir auf.

Es ist eine zarte, feine Ahnung, ein heller Ruf, ein betörender Gesang, bunte Bänder, die im Wind flattern.

Das Herz öffnet sehnsuchtsvoll seine Tore und lässt seine wärmsten Gefühle ausströmen.

Echtes Gefühl ist bedingungslos intensiv, kraftvoll, ungebremst und damit es sich ausdehnen kann, muss man im Stillen ja dazu sagen, den Mut zum Fühlen aufbringen.

Der Duft der noch unreifen Mandarine flüstert mir zärtlich zu, ich möge meinen Gefühlen Raum geben, ihnen eine Brücke bauen, so dass unter all den wunderbar farbigen Gefühlen auch die grauen und dunkelbraunen Gefühle aus dem Exil heimkehren und ihre Ruhe finden dürfen.

Zum vollen, farbigen, leuchtenden Leben ist es nur ein kleiner Schritt, eine innere Geste, eine Erlaubnis, ein Gedanke: Ja! Ja zu Ja!

Dies ist ein herrlicher Duft in der süßen, fruchtigen und lieblichen Sommerluft, eine Einladung, sich mit den eigenen Gefühlen zu verbinden, Augenblicke intensiv zu erleben und die Kraft der intuitiven Gefühlswelt voll auszuschöpfen. Ja zu Ja! Mut zum Fühlen!

Affirmation: „Geboren, um zu fühlen!“

Das Thema „Intensität des Lebensgefühls“ setzt sich im Duft von Mandarine rot fort…

Duft: Citrus reticulata

Verwendeter Pflanzenteil: grüne Schale der noch unreifen Frucht

Gewinnung: Kaltpressung

Der Duft der Meerjungfrauen – Aromarezepte zum Baden

19 Dez

Meerjungfrau, Petra Jeckle, 2010 - weitere Infos siehe unten

Baden ist Reinigung, Zeremonie, Ritual und Luxus. Baden sollte jedesmal ein Fest sein!

In der Badewanne kann man den Alltag hinter sich und die Seele baumeln lassen, sich regenerieren und ver-wöhnen.

Oder für einige duf-tend- mystische Mo-mente ins Land der Meerjungfrauen reisen!

Ein heißes Bad im Winter soll vor allem Wärme und Geborgenheit schenken, die Haut mit Nährstoffen versorgen, das Immunsystem unterstützen und die Seele zum Träumen einladen.

Ein Aromabad erfüllt alle diese Kriterien und wenn die Aroma-Massage für mich die Königin der Aromatherapie ist so ist das Aromabad mit Sicherheit ihre Prinzessin.

Kaum eine andere Anwendung ist so wohltuend und gleichzeitig so intensiv wie das Baden mit ätherischen Ölen. Immerhin handelt es sich um eine Ganzkörper-Anwendung. Im warmen Badewasser öffnen sich die Hautporen und die ätherischen Öle können sehr gut in den Körper gelangen.

Wenn der duftende Wasserdampf das Badezimmer erfüllt und edle Öle und Zutaten die Haut umschmeicheln, dann beginnt die Reise ins Land der Meerjungfrauen!

Allgemeines zum Baden mit ätherischen Ölen

Bevor es nun zu den Aroma-Rezepten geht, sind wie immer einige einfache Regeln zu beachten.

1. Ätherische Öle müssen immer mit einem Emulgator gemischt werden, da sie selbst nicht wasserlöslich sind. Wird dies unterlassen, so schwimmen die Tröpfchen des ätherischen Öls oben auf dem Badewasser. Einige Düfte können in dieser kompakten und konzentrierten Form die Haut reizen.

2. Als Emulgator dienen fette pflanzliche Öle wie z.B. Mandelöl oder Olivenöl, fette Milch, Sahne oder als vegane Alternative Kokosmilch (alles mit möglichst hohem Fettgehalt), Meersalz, Honig und brauner Zucker.

Und weil sich das Nützliche mit dem Schönen verbinden lässt, kann man aus den verschiedenen Emulgatoren  sehr reizvolle Luxus-Duft-Kreationen zaubern. Grundsätzlich sollten die ätherischen Öle vollständig in den Trägerstoffen gelöst sein.

3. Zitrusdüfte sind ein Spezialfall, der in der Biochemie begründet liegt. Die sehr flüchtigen und leichten chemischen Verbindungen (Monoterpene) der Zitrusdüfte können im heißen Badewasser aufbrechen, wodurch dann Säuren entstehen, die wiederum die Haut reizen können. Es piekst und fühlt sich an wie kleine Nadelstiche. In so einem Fall sollte man sofort das Badewasser auslassen und sich gut abduschen.

Wer nicht auf Zitrusdüfte im Badewasser verzichten will, sollte den Zitrusduft zuerst mit anderen chemisch stabilen Düften und dann gut (!) mit dem Emulgator mischen. Auf diese Weise werden die sensiblen chemischen Strukturen in ein größeres Molekülnetz eingebettet.

Eine gute (Bade-) Partie ist die Bergamotte, da sie zu 50% aus den deutlich stabileren Estern besteht.

4. Die Dosierung sollte 10 Tropfen ätherisches Öl pro Vollbad nicht überschreiten, in der Regel reichen 4-7 Tropfen vollkommen aus, manchmal reicht schon ein einziger Tropfen wie z.B. bei der Rose. Weniger ist mehr!

5. Die Temperatur des Badewassers sollte 38 Grad betragen, Badedauer 15-20 Minuten.

6. Die Aromamischung in das eingelaufene Badewasser geben.

7. Bei einigen Mischungen kommt der Kreislauf ziemlich in Schwung ähnlich wie im Thermalbad. Von daher sollte man frühzeitig aus dem Bad steigen, wenn man das Gefühl hat, dass es „reicht“.

8. Nach dem Baden sollte man noch 10-15 Minuten unter einer warmen Decke nachruhen, vor allem wenn man eine Mischung zur Stärkung des Immunsystems bzw. gegen Erkältung verwendet hat.

Winterliche Aromarezepte für die Badewanne

Nachdem wir nun die Pflicht hinter uns haben, folgt nun die Kür. Hier kommen also meine liebsten Aroma-Rezepte für winterliche Badefreuden und natürlich habe ich sie alle vorher probegebadet.

Pflegende Grundmischung für Aromabäder

3 EL pflanzliches Öl
4-7 Tropfen ätherische Öle
250 ml fette Milch, Sahne oder Kokosmilch
 

Zuerst das pflanzliche Öl in einer Tasse mit den ätherischen Ölen gut mischen, dann die Milch/Sahne/Kokosmilch dazu geben und nochmals gut mischen.

Fettfreie Grundmischung für Aromabäder

300 g Meersalz
4-7 Tropfen  ätherische Öle
 

Die Hälfte des Meersalzes in ein großes Schraubglas geben, die ätherischen Öle hinzugeben. Dann den Deckel wieder aufschrauben und gut schütteln. Im Anschluss den Rest des Meersalzes dazu geben und nochmals gut schütteln.

Badesalze sind am besten, wenn man sie vor der Verwendung 1-2 Wochen durchziehen lässt. Das Badesalz kann entweder mit Lebensmittelfarbe eingefärbt oder mit Kräutern und Blüten optisch aufgepeppt werden.

 
 

Gesang der Meerjungfrauen                        Rescue Team 

[zum Abtauchen ins Traumland]                    [stärkt das Immunsystem]

3 EL Mandelöl, bio                                                   4 EL Honig, bio
200 ml Milch, bio oder Kokosmilch                   200 ml Milch, bio
3 Tr. Ylang Ylang komplett                                 100 g grobes Meersalz
2 Tr. Vanille                                                             4 Tr. Palmarosa
2 Tr. Mandarine rot                                               3 Tr. Ingwer                                  
                                              
 

Kokon-Nebel                                                        Tempelglocke

[schenkt Geborgenheit]                                       [für innere Ruhe]

3 EL Mandelöl, bio                                                   100 g grobes Meersalz
200 ml Sahne, bio                                                  500 ml Reiswasser*
2 EL brauner Zucker                                              3 Tr.  Zeder
3 Tr. Tonkabohne                                                  3 Tr.  Sandelholz
3 Tr. Vanille                                                             3 Tr.  Bergamotte
2 Tr. Benzoe Siam
 
 * 50 g Reis für 30 Min. in kaltem Wasser quellen lassen, dann abseihen
                                                                                   

Demeter Bad                                                        Manche mögen’s heiß

[für Erdverbundenheit]                                        [Wärmespender]

5 EL Mohnöl                                                              200 g grobes Meersalz
5 EL Weizenkeimöl                                                   5 EL gutes Olivenöl
5 EL Honig, bio                                                         2 Tr. Kardamom
2 Tropfen Myrrhe                                                    2 Tr. Pfeffer schwarz
3 Tr. Lavendel (Berg-)                                            2 Tr. Ingwer
1 Tr. Vetiver                                                              2 Tr. Petit Grain         
 

Das Aroma Journal wünscht gute Erholung in Neptuns Reich!

Vielen Dank an Petra Jeckle, deren tolle Meerjungfrau ich für diesen Eintrag mit freundlicher Genehmigung abbilden durfte.

Weitere Infos zur Künstlerin  http://www.petra-jeckle.de

                                                  
                                                                                          
                                          
 
 
 
 

Everybody’s Darling – Orange

19 Nov

Den Duft der Orange könnte ich stundenlang inhalieren und da bin ich sicher nicht die Einzige. Die Dufterfahrung ist auffordernd, warm, fruchtig, wie flüssiger Sonnenschein, jedoch von kurzer Dauer.

Kein anderer Duft stößt auf so große Akzeptanz. Die Orange ist Everybody’s Darling.

Kein Wunder, denn der Orangenduft transportiert ein elementares Lebensgefühl, hinter dem wohl alle her sind und für das Unternehmen bereit sind, Milliarden von Euro  für Werbung auszugeben.

Mit einer großen Welle aus Glücksgefühlen den Lebenshunger stillen, die Sehnsucht nach Wohlbefinden erfüllen, die schönen Dinge im Leben genießen und für einen kurzen Zeitraum alles, was nicht in das Positiv-Konzept der Orange passt, integral aus dem Bewusstsein löschen.

Viel Lachen,  die Sonne im Herzen, mal ausgelassen, mal innerlich glühend vor Genuss. Das Leben ist jetzt, es ist ein riesen Fest, also stürze ich mich hinein!

Die primären Themen der Orange sind die Lebensfreude, der Lebensgenuss, der Optimismus und die Lebenslust sowie die Süße des Lebens. Das Motto der Orange könnte lauten „Lebe lieber…“

Eigentlich ist es alles ganz einfach: Man freut sich im gegenwärtigen Augenblick, dass es ihn gibt, genießt ihn in vollen Zügen, man liebt sich selbst, man liebt die Liebsten, man liebt das Leben und hat Lust darauf, schöne Dinge zu erleben. Und all das geschieht ganz natürlich aus dem eigenen tiefsten Wesenskern heraus.

Und wenn nicht? Was wenn es nicht so recht gelingt, dieses Lebensgefühl zu empfinden, wenn es schwer fällt,  sich etwas zu gönnen oder man es nicht erträgt, dass Glücksmomente flüchtig sind wie die Düfte selbst? Was wenn die Lebensumstände einen gerade so überhaupt nicht zum Lachen bringen?

Für jemanden, der ständig mit Sorgen beschäftigt ist oder langfristig mit einer schwierigen Lebenssituation konfrontiert ist, kann der Orangenduft für ein paar Stunden eine Oase der guten Laune schaffen und den Betreffenden mit der sonnigen Smiley-Energie versorgen und voll aufladen.

Stark belastete oder trauernde Menschen kann der Orangenduft mit seiner guten Laune auch irritieren, da sie den Duft als unangemessen fröhlich für ihre individuelle Situation empfinden.

Die Grundenergie der Orange ist rund, gebend, füllend, strömend und aufrichtig gut. Sie nimmt nichts weg und löst auch die vorhandenen Probleme nicht. Es geht hier weniger um Trost oder Fürsorge, sondern mehr um das archaische, frühkindliche Schema der unmittelbaren Befriedigung von Bedürfnissen und um das Stillen von Lebenshunger und Sehnsucht.

Schnell geschieht es, dass materielle Platzhalter die eigenen Glückslücken auffüllen. Hier kann die Orange behilflich sein, das akute Verlangen zu besänftigen und die bittere Not des „Ich-will-haben“ (Craving) zu lindern.

Durch den Duft werden aber auch die Grundvoraussetzungen für einen liebevollen Umgang mit sich selbst geschaffen. Die Orange stärkt das Gefühl für sich selbst und den eigenen Körper und harmonisiert den Selbstwert und die Genussfähigkeit eines Menschen.

Die Orange ist der Inbegriff der positiven Schwingung und ist für jedes Gemüt ein Zugewinn. Sie öffnet ein Zeitfenster der Sorglosigkeit von einigen Stunden, ob zur Rehabilitation oder zum Akku-Auladen – man bekommt immer etwas geschenkt.

Affirmation: „Sing und schwing das Bein, lass die Sorgen Sorgen sein!“

Duft: Citrus sinensis, Italien

Verwendeter Pflanzenteil: Schalen

Gewinnung: Kaltpressung

Düfte auf dem heißen Stein – Ätherische Öle für die Sauna

9 Nov

Girls from Dalarna in the sauna, Anders Zorn, 1906

Das Saunieren reinigt den Körper, verbessert das Hautbild, stärkt das Immunsystem, fördert die Durchblutung, lockert die Muskulatur, härtet ab, wirkt ausgleichend auf das vegetative Nervensystem, steigert das persönliche Wohlbefinden, verbessert das eigene Körpergefühl und streichelt die Seele.

Für viele Sauna-Fans ist die Aufgusszeremonie der – im wahrsten Sinn des Wortes – heiß ersehnte Höhepunkt eines Saunaganges.

Um die Luftfeuchtigkeit in der Sauna und damit die gefühlte Temperatur zu erhöhen, gießt der Saunameister oder die Saunameisterin mit einer Schöpfkelle Wasser auf die heißen Lavasteine.

Dann steigt feierlich der Wasserdampf (finnisch Löyly, sprich: löülü) in der Sauna auf.  Mit dem sogenannten Wacheltuch wird der Dampf durch Fecheln und propellerartiges Aufwirbeln der Luft in der Sauna verteilt und man kommt mächtig ins Schwitzen. Nach drei Durchgängen ist die Zeremonie beendet und wenn der Aufguss zur Zufriedenheit der Saunagäste war, bekommt der Saunameister zum Schluss einen kleinen Applaus.

Düfte für die Aroma-Sauna

Natürliche ätherische Öle können den Saunabesuch zu einem einzigartigen Dufterlebnis machen und darüber hinaus verschiedene Wirkungen des Saunierens positiv verstärken und unterstützen:

Atemstimulierende Düfte: Eukalyptus (E. globulus, E. radiata), Cajeput, Rosmarin cineol, Riesentanne, Weißtanne, Pfefferminze, Nanaminze,  Kardamom, Myrte türkisch, Latschenkiefer, Waldkiefer (Pinus sylvestris)

Immunstimulierende Düfte: Speiklavendel (L. spica), Thymian linalool, Lorbeer, Rhododendron, Palmarosa, Orange

Detox-Düfte: Grapefruit, Zitrone, Limette, Rosmarin verbenon, Lavendel (L. angustifolia), Wacholderbeere, Lemongras

Stimmungsaufhellende Düfte: Bergamotte, Orange, Mandarine, Rosengeranie, Palmarosa, Ingwer, Zitroneneukalyptus (E. citriodora), Zitronenverbene (Lippia citriodora)

Beruhigende Düfte zum Relaxen: Lavendel (L. angustifolia), Sandelholz, Zeder, Petit Grain, Neroli, Muskatellersalbei (S. sclarea), Ylang Ylang, Bergamottminze (Mentha citrata), Benzoe Siam

Der Aroma-Aufguss

Die Eigenherstellung von duftenden Sauna-Aufgüssen mit ätherischen Ölen ist babyleicht.

Allerdings sollten unbedingt – wie in der Aromatherapie selbstverständlich – naturreine ätherische Öle verwendet werden und keinesfalls synthetische Parfümöle. Auch würde ich gutes Quellwasser dem Leitungswasser vorziehen.

Reine ätherische Öle sind Naturprodukte. Der menschliche Körper kann daher die Inhaltsstoffe ätherischer Öle komplett aufschlüsseln, verarbeiten und deren Heilimpulse aufnehmen, während künstliche Duftöle vom menschlichen Immunsystem als Fremdkörper wahrgenommen werden und keinerlei therapeutische Eigenschaften haben – im Gegenteil.

Der Aroma-Saunaaufguss ist eine sehr intensive Aroma-Anwendung, da die ätherischen Öle über die geöffneten Poren der gesamten Körperhaut und über die Lunge in den Körper eindringen. Durch die erhöhte Körpertemperatur, den beschleunigten Kreislauf und Stoffwechsel werden die Inhaltsstoffe ätherischer Öle schneller metabolisiert als normal.

Tun Sie sich daher den Gefallen und investieren Sie in qualitativ hochwertige naturreine ätherische Öle anstatt die deutlich günstigeren und meiner Meinung nach gesundheitsschädlichen Saunaaufgüsse mit synthetischen Parfümölen zu verwenden.

Grundrezept Aroma-Aufguss

Geben Sie auf 1 Liter Quellwasser 6-8 Tropfen ätherisches Öl. Fertig.

Da sich ätherische Öle nicht mit Wasser mischen, sollte unmittelbar vor dem Aufguss die Mischung mit der Schöpfkelle gut verwirbelt werden, damit sich die ätherischen Öle gut verteilen.

Warnhinweis: niemals das ätherische Öl pur in konzentrierter Form aus dem Fläschchen auf die heißen Steine träufeln, da ätherische Öle entzündlich sind und somit Brandgefahr besteht.

Weitere Aroma-Rezepte für die Sauna.

Wissenswertes rund um das Thema Sauna

High 5 – Kardamom

17 Okt

Ein kraftvolles warmes Herz, das mit dem Schall eines jeden Schlages sein Selbstbewusstsein in die Welt hinaus posaunt, dazu starke Nerven, ein klarer offener Blick,  ein voll konzentrierter Geist, warme Hände und Füße, geschmeidige Muskulatur und gleichmäßige Atmung.

Die Lunge scheint plötzlich in reinem Sauerstoff zu baden, so leicht und groß und frei wie sie sich mit einem Mal anfühlt. High 5!

Dein Adrenalin verwandelt sich vom Angst-Gegner zu deinem besten Freund. Aus Aufregung wird Aktivität, aus Herzrasen wird angenehme Körperwärme, aus Panik wird Zuversicht. Die Arbeit mit dem Kardamom Duft ist angewandte Black-out Prophylaxe.

Als Bild zeigt sich das Kardamom-Gefühl wie ein sprühender Farbnebel in Rot, orange, pink und gelb, der aus Herz und Lunge nach außen strömt und dort in kreisenden Bahnen um den Körper herum wirbelt.

Dieses Kraftfeld in Form eines drehenden Rades wirkt wie ein Katalysator für Anspannungen, Angst vor Bewertung oder hohen Erwartungen.

Deutlich spürbar bleiben hingegen der eigene Antrieb, die Motivation, der Entschluss, der sich im Farbnebel zu einer treibenden Energie entwickelt, von der man sich umgeben fühlt.

Die durch Anspannung eingeengte Wahrnehmung wird nun zum weiten Feld der Möglichkeiten, wird vom Schauplatz zur Bühne. Kardamom schafft die Verbindung von Kopf und Herz, so dass der Glaube an die eigenen Fähigkeiten ganz deutlich zu fühlen ist.

Kardamom stellt genau das richtige Maß an Stress her, das man zur Bewältigung besonderer Herausforderungen braucht, wie z.B. Auftritte und Präsentationen jeder Art, Zusammenkünfte mit unsicherem Ausgang, persönliche wie berufliche Prüfungen.

Kardamom ist aber auch hervorragend geeignet, um sich nach Phasen großer Anstrengung wieder zu entspannen und bereitet durch seine pulsierende Wärme eine angenehme Landung nach Höhenflügen, die einem mentale und körperliche Höchstleistungen abverlangen. Er frischt die Kraftreserven wieder auf, wirkt beruhigend, gleichzeitig psychisch stabilisierend und hilft das Erlebte gut zu verdauen.

Dieser Duft eignet sich daher auch sehr gut für „Relax-Einsteiger“, denen es schwer fällt, sich eine Ruhepause zu gönnen, ebenso für chronisch überarbeitete Menschen und für Burn-Out Gefährdete.

Dies ist ein wunderbarer Duft, um Situationen zu bewältigen, in denen die Messlatte weit oben hängt. Gleichzeitig werden die Themen Leistung und Leistungsfähigkeit näher beleuchtet und hinterfragt. Dies kann auch in der Anerkennung der eigenen Grenzen resultieren.

Kardamom stärkt das Selbstbewusstsein, ist Partner, Coach und  Motivator in einem –  einfach ein cooler Typ!

Affirmation: „Ich atme Selbstbewusstsein!“

Duft: Elettaria cardamomum, Sri Lanka

Verwendeter Pflanzenteil: Samen

Gewinnung: Destillation

Die Göttin des Vertrauens – Vanille

6 Mrz

Seit Jahren habe ich dieses kleine Fläschchen mit weit gereistem Inhalt – Vanille Absolue. Dieser Duft trägt etwas schweres und dichtes in sich, eine tiefe dunkle Wärme, gleichzeitig steigt ein sehr versöhnlicher süßer und charakteristischer Duft auf. Der erste Eindruck ist eher herb und wandelt sich dann erst in die charakteristische Note – nämlich eine ganz eigene Süße.

Obwohl der Duft für mich etwas zutiefst Mystisches ausstrahlt, so entdecke ich gleichzeitig eine sehr zugewandte und offene Seite.

Vor meinem inneren Auge begegne ich einer Frau mittleren Alters, sie hat dunkle samtig schimmernde Haut, dunkelbraune, fast schwarze Augen, bunten Perlenketten aus Ton und einen langen bunten Rock à la Frida Kahlo an .  Wie eine mexikanische Königin oder Göttin. Ihr Haar ist lang und glänzend schwarz mit vielen vielen  Zöpfen, die wild in alle Richtungen stehen – darin sind bunte Bänder geflochten. Sie erinnern mich an das Bild des Wunschbaums. In manchen Kulturen schreiben die Menschen an heiligen Tagen ihre Wünsche auf bunte Bänder und binden sie dann an die Äste.

Diese mexikanische Königin ist makellos, selbstsicher, stolz und vor allem temperamentvoll.  Sie ist von Natur aus so, sie hat sich nie von ihrem göttlichen und ursprünglichen Selbst entfernt. Und gerade deshalb ist ihr Blick warm und offen und in ihrem großen Herzen ist immer ein Platz frei. Dies weckt Vertrauen und schenkt Geborgenheit.  Es ist weniger die Süße als dieses deutlich spürbare und kostbare Urvertrauen, das einem selbst Mut macht.  Zu spüren, wie es sich anfühlt, im Moment eins mit sich  zu sein.

Von der mexikanischen Königin erfahre ich, dass die echte Geborgenheit und Liebe, die man anderen Menschen schenkt,  immer aus tiefstem Herzen kommen sollte. Dann tue sie auch am besten und könne Wunder bewirken.

Allzu schnell geschehe es jedoch, dass man aus Mitleid oder Verantwortungsbewusstsein einen geliebten Menschen trösten und ihm Sicherheit schenken möchte. Doch so manches Mal brauche man auch selbst Zeit für sich und eine starke Schulter.

Es geht also auch um das Thema der Abgrenzung und die eigenen Bedürfnisse. Gerade Menschen mit großem Herzen denken oft als letztes an sich selbst. Dies kann sogar selbstzerstörerische Züge annehmen.  Die Vanille mit ihrer Weichheit und Durchsetzungskraft kann helfen ohne schlechtes Gewissen für das eigene Wohlbefinden zu sorgen.

Vollkommen zu sein heißt ganz man selbst zu sein.  Bei sich zuhause zu sein, sich liebevoll zu betrachten und offen in die Welt zu schauen.  Zu sich selbst gut zu sein ist die Voraussetzung auch zu anderen gut zu sein. Genau dies verkörpert die Vanille. Sie ist eine stille Heldin.

Die Beschäftigung mit diesem Duft streift viele Themen, die mit dem eigenen Selbstwert, Selbstsicherheit, Urvertrauen und Selbstakzeptanz zu haben. In der Interaktion mit anderen Menschen geht es darum die Balance von Geben und Nehmen zu finden, so dass die Bedürfnisse nach Unterstützung, Sicherheit und Zärtlichkeit für alle erfüllt werden. Um diesen Zustand herzustellen kann es auch einmal zum einen oder anderen Konflikt kommen.

Auf der Suche nach der mexikanischen Gottheit habe ich diese Dame getroffen. Chantico, die Göttin des Herdfeuers, die alles, was zu ihr gehört, verteidigt.

Affirmation:  Ich sorge gut für mich! Ich bleibe mir treu!

Duft: Vanilla planifolia

Verwendete Pflanzenteile: Schoten

Gewinnung: Alkoholextraktion, Absolue

Tänzer in der Nacht – Patchouli

18 Nov
Duftwahrnehmungen zusammengefasst aus mehreren Tagen und Nächten:
Dunkelheit – normalerweise habe ich im Dunkeln immer den Impuls Licht zu machen. Aber heute nicht. Vielmehr scheint sich das innere Auge an die Dunkelheit zu gewöhnen und das gibt Sicherheit. Eine ganz neue Handlungsfreiheit tut sich beim Riechen im Inneren auf. Und das innere Auge beginnt zu erblicken, was sich in der eigenen Dunkelheit eigentlich abspielt. Die Farben der Nacht werden erfahrbar und sichtbar. Real äußern sich diese inneren Farben in einem Farbenrausch, den ich übermütig zu Papier bringe. Als ich auf mein Papier blicke ist dieses Bild plötzlich fertig, welches sich später noch weiter verändern wird.
Neben der Dunkelheit gibt es noch eine weitere sehr erfahrbare Qualität, nämlich eine bestimmte Art von Wärme, die sich gezielt und nach einem bestimmten Muster im Körper ausbreitet (dies war für mich an 3 aufeinander folgenden Tagen immer wieder dieselbe Erfahrung). Sie ist orange-rot und pulsierend, dynamisch, kräftig und scheint aus einem glühenden Kern im Inneren zu entstehen. Die Wärme expandiert bis hin zur Körpergrenze und strahlt ca. 2 cm über diese hinaus. Und das gibt Sicherheit.
Mit der Dunkelheit verbunden ist auch die Nacht, die ihre eigenen Qualitäten und Gesetze hat. Im Dunkeln sind die wunderschönen Sterne am Himmel zu sehen, die Atmosphäre klärt sich und weil die meisten Menschen in der Nacht schlafen, herrscht auch eine ganz andere Art von Ruhe als tagsüber an ruhigen Orten. Viele Nachtarbeiter werden bestätigen, dass in der Nacht mehr Raum für die eigenen Gedanken vorhanden zu sein scheint und mehr Raum für sich beansprucht werden kann, weil er nicht schon von anderen Menschen besetzt ist. Es stellt sich das befreiende Gefühl ein, sich in voller Konsequenz frei entfalten zu können in der unendlich scheinenden Dunkelheit.
Dies sind heilige und andächtige Momente: in der Dunkelheit geborgen und schöpferisch tätig zu sein. Und mit diesem Duft können wir zu jeder Zeit in dieses Gefühl eintauchen, wenn wir wollen.
Zu dieser Assoziation der Nacht hat sich das obere bunte Bild in dieses verwandelt:
Bei einem weiteren Duftexperiment finde ich wieder neue Aspekte des Duftes. Die Quintessenz aus einer Reihe von Assoziationen ist, dass ich nur dann ganz Ich sein kann, wenn ich auch meine dunklen, mir lästigen und ungeliebten Seiten annehme und sie mir zum Freund mache. Wenn das nur nicht immer so eine ernste Angelegenheit wäre…
In meiner Imagination visualisiere ich dann diese bunte Szene: Der Tänzer in der Nacht, wie ich den Duft für mich benannt habe, tänzelt leichtfüßig um meine ungeliebten Makel, Fehler und Sorgen herum, die sich als größere und kleinere Felsformationen auf einer weiten Ebene zeigen. In seinem Tanz verwandeln sie sich in bunte exotische Tücher und Vögel, die fortan mit dem Tänzer synchron durch die Luft wirbeln. Ein wundervolles Spektakel wie ein Feuerwerk – all meine Sorgen fliegen als bunte Paradiesvögel durch die Nacht!  Wohoo!
Nun wird mir der spielerische Aspekt von Wandlung sehr deutlich. Diese Wandlung findet in einem freudigen Tanz statt. Tue Dinge, die dir Freude machen, gerate dabei auch einmal außer dich und deine Sorgen fliegen als Paradiesvögel davon. Diese Form der Lebensenergie kann jeder Mensch gut brauchen, um sich besonders, einzigartig und geschätzt zu fühlen.
Durch Spiegelung und Aneinanderreihen des ersten Bildes wurde nach dieser Dufterfahrung dann dieses Bild.
Vor dem Einschlafen habe ich den Duft besonders gerne gerochen: die pulsierende Wärme, dazu das Gefühl, in einer geschützten Höhle zu liegen und anstatt der Schäfchen, die über einen Zaun springen folgte mein Geist den hypnotisierenden, mandalaartigen Flugformationen der bunten Vögel am Nachthimmel….
Affirmation: In der Dunkelheit sehe ich meine Farben! Mein Freudentanz verwandelt mich!

 

Duft: Pogostemon cablin, Indonesien
Verwendete Pflanzenteile: Blatt
Gewinnung: Destillation

Feuer des Herzens – Zimt

4 Nov

Meine heutige Duftwahrnehmung:

Es gibt eine Kraft die tief im Herzen wohnt. Diese Kraft ist immer da, das Feuer des Herzens: es brennt unabhängig von Status, Macht und Erfolg. Es ist das Licht, das für uns in der Dunkelheit leuchtet. Es ist die Wärme, durch die wir Liebe empfinden, empfangen und weiter geben. Es ist der Funke der Hoffnung, der tief im Herzen glüht.
Das Herz fühlt sich frei, weit und warm an und ist zu jeder Wohltat fähig.
Dieser Duft vermag ein kaltes Herz zu erwärmen, so dass es wieder Freude am Leben haben mag. Er weckt Mitgefühl, Demut und Nächstenliebe.

Affirmation: Mein Herzensfeuer wärmt mich!

Duft: Zimtrinde, Cinnamomum ceylanicum, Sri Lanka
Verwendete Pflanzenteile: Rinde
Gewinnung: Destillation

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